Freitag, 28.8.2026, Anreise Barcelona, Spanien
Oh man, wir sind jetzt den dritten Trag an Bord und haben schon so viel erlebt – fantastisch! Und ich hab noch kein Wort geschrieben. Aber eins nach dem anderen:
Freitag: Um 2.30 h aufstehen ist ja nicht das tollste, aber dafür haben wir noch einen ganzen Nachmittag in Barcelona… Der Flug von Hannover via München nach Barcelona ist schnell vergangen, unser Hotel Sehrs Rivoli direkt auf der Ramlas gefällt uns prima – modern, schlicht und schick -, hat sogar eine Dachterrasse, wo wir abends über den Dächern von Barcelona noch einen Schlummertrunk nehmen – herrlich!
Vorher sind wir zu Fuss mit einer Tapas-Pause bis zur Sagrada Familia gelaufen (Tickets hatten wir vorgebucht, was wir auch dringend empfehlen), um dieses erstaunliche Kunstbauwerk zu besichtigen: beschreiben kann ich das nicht wirklich, weil diese „Familienkirche für Jedermann und jeder Glaubensrichtung“ nach Antonio Gaudis Plänen erbaut wurde, noch immer weitergebaut wird und anders ist als jede Kathedrale, jeder Dom oder jedwede Kirche. Wenn man also nach Barcelona kommt, ist die Besichtigung ein unbedingtes Muss!
Was momentan für den Verkehr/Taxis etwas hinderlich ist, ist die komplette Renovierung der Ramblas (Hauptfussgänger-Promenade), aber die Boqueria (Markthalle) ist frei zugängig und immer, immer einen Besuch wert, aber auch immer gut besucht ist, zumindest ab 10h morgens.
Unser Hotelzimmer konnten wir schon mittag um 12 Uhr belegen, und nach diesem ereignisreichen Tag mit leckeren Tapas auch zum Abendessen kehren wir gern zurück.
Nach unserem schon erwähnten Schlummerdrink fallen wir recht früh am Abend ins Bett und schlafen bis zum nächsten Morgen um 8h durch…
Samstag, 29.8.2026, Checkin CELEBRITY XCEL
Auf Anraten unseres Taxifahrers spazieren wir um halb neun zur fast gegenüberliegenden Boqueria zum Frühstück. Erst gegen 10 h wird sich der Touristenstrom einfinden… Wir finden eine kleine Tapas Bar mit Frühstücksangebot, da bestellen wir Kaffee, Schoko-Croissants und einen Cava (ja, ich weiss es ist zu früh, aber zur Feier dieses sonnigen Morgens…), weil es sooo schön urig ist.
Um 10h kommt unser Taxifahrer, um uns vom Hotel zum Cruise Port zu bringen. Dort spazieren wir direkt vom Einchecken (per IPad) aufs Schiff in unsere Kabine 10113, packen Dinge in den Safe und spazieren los zur Erkundung der XCEL, dem neuesten, fünften Schiff der Celebrity EDGE Klasse. Alle anderen Edge-Schiffe haben wir schon bereist, die XCEL jetzt das erste Mal.
Obwohl baugleich gibt es schon einige Neuerungen: so im SPA Bereich eine ruhige Sonnenterrasse, einen Sprudelpool, mehr Wärmeliegen – einfach einladend und chick. Das „Eden“ ist hier zum Bazaar geworden mit LED-Wänden und -Bögen, die in jeweilige Showthemen tauchen – fantastisch. Gewohnt grosszügig und lässig elegant zeigen sich auch alle anderen Bereiche, die ich nach und nach sicher erwähnen werde.
Zum Schiff selber hier ein paar Daten: 327m lang, 39m breit, 1450 Crew, 3276 Gäste bei Doppelbelegung, 140600 BRZ
Bei unserem Rundgang steifen wir den wunderschönen Rooftop Garden mit dem BORA Aussen Restaurant, wo wir gleich für abends eine Reservierung machen. Wie immer packen wir unser Gepäck aus und richten uns ein; diesmal eine geräumige Innenkabine mit Sofa, weil keine andere mehr frei war und der Preis unschlagbar… Trotzdem fühlen wir uns wohl und nicht beengt. Schnell duschen, umziehen und zum Auslaufen um 17h auf Deck 16 zum Aperitif mit einigen Gleichgesinnten: fröhliche Stimmung, lustige Erzählungen mit anderen Gästen, während die XCEL langsam aus dem Hafen zieht – was für ein Gefühl, aus 30 m Höhe dieses Spektakel zu verfolgen…
Im Bora-Restaurant dinnieren wir unter einem „Zitronenbaum“, ein Gitarrist spielt Softsongs, die Kellner sind superfreundlich, verwöhnen uns mit Speisen und Getränken, während uns ein leichter, warmer Wind streift… ein wunderbar leichtes Glücksgefühl…
Später im Theater begrüsst Captain Leo seine Gäste für diese Tour, im Anschluss performed ein Comedian, den wir uns aber schenken…
Sonntag, 30.8.2026, Nizza (Villefranche), Frankreich, 9-20Uhr (tendered)
Das zauberhafte Villefranche an der französischen Riviera ist Tor für Besuche von bekannten Orten wie Nizza, St. Tropez, Monaco etc…
In Villefranche waren wir vor Jahren schon mal mit unseren Eltern, heute wandeln wir auf den Spuren der Vergangenheit und finden diesen Ort wieder genau so schön mit seinen gepflasterten Gassen und kleinsten Terrassenlokalen – heimelig, typisch französisch und charmant. Von der kleinen Bucht aus, in der wir ankern, tendern wir an Land; viele Passagiere fahren nach Nizza, Canne oder St. Paul de Vance…, wir flanieren hier, kehren ein und geniessen das entspannte Flair mit Blick auf Cap Ferrat, die Landzunge der Reichen und Schönen wie z. B. die Rothschilds mit unermesslichem Weinkeller.
Am Abend hübschen wir uns auf für die Chick night, nehmen einen Drink in der World Class Bar, geniessen Sushi und Knuspershrimps im Raw on 5 und das Bordentertainment.
Montag, 31.8.2026, Portofino, 8-21Uhr (tendered)
Portofino, die malerische Bucht in der Ligurischen See, erwartet uns gegen 11 Uhr mit heissen Temperaturen und vielen Besuchern. Pastellfarbene Häuser, Highend Boutiquen, Superyachten und Seafood Restaurants machen Portofino zu einem malerischen, exklusiven maritimen Ort mit gepflasterten Gassen und Parks – wirklich sehenswert.
Als wir mit dem Tenderboot ankommen, herrscht reger Besucherverkehr in der kleinen Buch, so spazieren wir erstmal in entgegengesetzter Stromrichtung, wo ein Pfad zur Burgruine hinaufführt, spazieren aber dann zurück in den hufeisenförmigen Hafen mit vielen Booten und Yachten, durch steile Gassen hinauf und hinunter, vorbei an Shops Cafés, teuren Designerläden und kehren letztlich in einer hübschen Terrassenbar ein. Plätze sind rar, aber wie haben Glück, geniessen einen leichten, aber recht teuren Lunch: für einmal Melone mit Schinken, 3 Gläschen 0,1 Weisswein, eine Flasche Wasser bezahlen wir letztlich 80 Euro – aber schön wars 😉
Zurück an Bord machen wir uns gleich fertig für den Abend, schauen um 15h im Bazaar die Salut Festival Show, ein high Energie Feuerwerk spanischer Folklore und Kultur, in moderner Fassung von eleganten, grazilen, temperamentvollen Tänzerinnen und Tänzern performter Augenschmaus in Perfektion. Unglaublich.
Danach schreibe ich endlich am Tagebuch, auch im Bazaar, und um 17h folgt zum zweiten Mal die Salut Show, da bleiben wir doch gleich da und schauen sie nochmal an…
Nach dem Dinner ergattern wir einen Platz in erster Reihe im Club zur interaktiven Krimi-Dinner-Comedy-Show Hotel; ein grosses Spektakel, das sich uns nicht ganz erschließt,…
Deshalb gönnen wir uns das spanische Feuerwerk noch einmal bei abendlicher Beleuchtung, die das Ganze nochmal dramatischer erschienen lässt – einfach furios, perfekt und touchy.
Dienstag, 1.9.2026, Florence/Pisa (La Spezia), Italien, 6.30-19Uhr
La Spezia ist heute unser Hafen, von wo aus auch Touren nach Pisa, Genua oder Florenz angeboten werden. War La Spezia einst ein prominenter Hafen im Römischen Empire, ist es heute eine der geschäftigsten Hafenstädte Italiens.
Da das nicht unser erster Besuch hier ist, bleiben wir heute bei 30 Grad schon am Morgen einfach mal vor Ort, spazieren durch Parks und Fussgängerzonen, pausieren mit Melone con Prosciutto, lokalem Wein und Espresso, wie sich das für Italien gehört. Ein Shuttlebus bringt uns vom Hafen zurück zum Schiff, denn das Hafengebiet darf man nicht zu Fuss durchqueren.
Den Nachmittag verbringen wir am Sonnendeck bei leichter Briese und Sundowner an der Sunset Bar.
Im Tuscan Restaurant bekommen wir einen schönen Fenstertisch für zwei und nette Kellner, das Dinner ist very tasty mit Kalbsbäckchen, Wolfsbarsch und Tiramisu. Ein kleiner Gang über die Oberdecks lässt unseren Blick nochmal über das italienische Küstenpanorama schweifen bevor wir im Theater überwältigt werden von einer unglaublichen Show: Chapters – wow, wow, also wirklich wow… weisse Voilestoffe drapiert über Bühne und Ordiance, zartgrüner Blütenhintergrund auf Rundumscreens, die Darsteller alle weiss gekleidet in unterschiedlichen fetzigen Designs zeigen unglaubliche Choreographien und artistic acts, grossen Gesang und einfach verzaubernder Augenblicke… es folgen zauberhafte Kostüme zu touchiger Musik, rockigen Szenen und… ich kanns gar nicht sagen – es war phänomenal!
Noch ganz versunken trinken wir einen Wein auf dem Magic Carpet (eine auf- und abwärts fahrende Bar ausserhalb des Schiffes wie ein fliegender Teppich) und schauen auf die nächtliche Silhouette der Küste von La Spezia mit all ihren Lichtern und Felsen und Inselchen… sehr romantisch.
Und jetzt schreibe ich bei leichtem Klavier-Wunschkonzert im Bazar am Tagebuch und freue mich, bei Wunschtiteln mitsingen zu können…
Mittwoch, 2.9.2026, Rom (Civitavecchia), 7-20Uhr
Wieder haben wir 27 Grad am frühen Morgen – wer also einen Ausflug nach Rom macht: viel Spass. Natürlich ist der Besuch von Rom ein Muss, wenn man noch nicht dort war oder nur dieses eine Mal vor Ort ist. Civitavecchia ist der Hafen/Kreuzfahrthafen von Rom, eine knappe Autostunde oder Zugfahrt entfernt. Wir nehmen den kostenlosen Shuttlebus ins Städtchen (20 Min.) und spazieren durch Gassen und Shoppingzonen zu Civitavecchias Promenade bis zu dem kleinen Lokal Pyrgo, wo wir seit Jahren immer einkehren, wenn wir hier sind. Und den ganzen Rückweg bis zum Schiff sind wir gelaufen, trotz Hitze! War aber ok.
Um 17h begeistert uns die „La Dolce Vita Festival Show“ im Bazaar: italienische „Folklore“ anderer Art: mitreissend, furios getanzt und gesungen und anders als erwartet; kein bisschen langweilig, sondern mitreissend und grandios! Standing Ovations und Begeisterung der Zuschauer…
Beschwingt kehren wir am späten Abend an der Martini Bar zu einem Cosmo als Abschluss des wundervollen Tages!
Donnerstag, 3.9.2026, Neapel (Capri), 8-19Uhr
Wie jeden Morgen ist es bereits an die 30 Grad warm; wir frühstücken draussen im Schatten, verlassen gegen Mittag das Schiff und spazieren in die Altstadt von Neapel. Die meisten Urlauber steuern per Fähre von Neapel nach Capri, Procida oder Ischia an, wir bleiben heute nach vielen Jahren mal wieder in der Stadt: Unter wirklich hochstehender Sonne spazieren wir zum Castel Sant’Elmo, ganz oben über der Stadt! Ok! Per Furniculare legen wir die halbe Strecke bergauf zurück, zwei Rolltreppen weiter führt der Weg unter schattenspendenden Bäumen hinauf zur Burg. Mächtige Gemäuer sollten seinerzeit vor Angreifern schützen, heute denken wir, das sind wirklich mächtige, undurchdringliche Gemäuer aus mittelalterlicher Zeit, beeindruckend und mit spektakulären Blicken auf die weitläufige Stadt Neapel. Beschwerlich, doch lohnend trotz Hitze empfinden wir die Wanderung über den Dächern von Neapel wegen des wundervollen Panoramas…
Teils zu Fuss, teils per Furniculare kommen wir zurück in die Altstadt, pausieren mit leichten Antipasti und viel Wasser, bevor wir zurück zum Schiff wandern. Wow – jetzt haben wir uns aber eine Pause verdient!! Viel hübscher als in Erinnerung haben wir Neapel erlebt: allein das glasüberdachte Gebäude der Piazza Umberto I (angelegt in Kreuzform) ist beeindruckend, viele Seitengassen mit Trattorias, Cafés etc. laden zum Verweilen ein, überall warten nette Terrassen auf Gäste. Man kann also durchaus einen schönen Tag in Neapel selbst verbringen…
Völlig exhausted kommen wir zurück zum Schiff, pausieren und machen uns frisch für die Chick Night mit u. a. Lobster- oder Filet Wellington Dinner und einen Abend voller Unterhaltung und Entertainment:
Einen unvergesslichen Sonnenuntergang erleben wir auf dem Magic Carpet mit einem Glas Champagner und traumhafter Kulisse – sooooo wunderschön…
Das Setting beim Candle Light Concert um 22.45h ist umwerfend: unzählige Kerzen (LED) leuchten rund um ein erhöhtes Rondell, worauf ein weisses Klavier steht, das eine junge Violinistin bei ihrem Konzert begleitet – wunderschön – allerdings hätten wir zum Candle Light Event etwas weniger Klassik, dafür romantischere Musik erwartet…
Freitag, 4.9.2026, Seetag
Seetage, wie wir sie lieben – ruhige See, blauer Himmel, noch blaueres Meer und bis zum Horizont nur unser Schiff… Natürlich sind heute am einzigen und letzten Seetag dieser Woche viele Passagiere auf den Oberdecks, aber wir finden zwei Liegen in luftiger Brise und geniessen nach fünf Häfen einen Faulenzertag.
Im Buffet Restaurant wurde zum Lunch ein Seafood Tower aufgebaut neben der grossen Auswahl an den übrigen Buffetinseln – köstlich!
Am Abend packen bis auf 106 Gäste ihre Koffer zur morgigen Abreise, wir bleiben an Bord und machen das nur notdürftig, da wir die Kabine wechseln müssen und die Cabin Stuarts es leichter haben, all unsere Sachen in die neue Kabine 12170 zu bringen… während wir relaxen…
Um 10 Uhr abends begeistert uns wieder die Cast im Bazaar mit einer griechischen Folkshow in moderner Fassung – einfach toll.
Samstag, 5.9.2026, Barcelona, Spanien, 5-17Uhr
Um halb acht klingelt unser Wecker – die erste Cruisewoche ist zu Ende! Man, die Zeit an Bord scheint zu rennen…
Bernd holt ein paar Croissants und Kaffee zum kleinen Frühstück, dann lassen wir uns die neuen Bordkarten übergeben (für alle Wiederholer), ziehen in unsere neue Kabine ein und gehen dann in die Sonne auf Deck 15. Schon morgens ist es 30 Grad warm, die Stadt Barcelona ist extrem busy, wie der Cruise Direktor durchsagt; was unserer Entscheidung, heute an Bord zu bleiben bestätigt…
Nach und nach kommen neue Gäste an Bord, sprudelnde Reisefreude breitet sich aus…
Unser Dinnertisch am Fenster bei Dedi und seinem Assistenzkellner Edi ist wie letzte Woche für uns reserviert. Es gibt vier Hauptrestaurants an Bord: Cosmopolitan, Cypress, Normandie und Tuscan, wo wir gern sind. Jeweils drei landestypische Vor- und Hautgänge gibt es, die aber querbeet auch in den anderen Restaurants bestellt werden können. Ausserdem wird täglich ein Special Dish angeboten, das nicht auf der Karte steht neben sechs anderen Vorspeisen, sechs Hauptgängen und Desserts – für jeden ist also etwas passendes dabei, auch für Vegetarier, Veganer oder Unverträglichkeiten… Ausserdem stehen 7 Spezialitäten-Restaurants und natürlich immer das Buffet-Restaurant.
Am Abend schreibe ich am Tagebuch, während wir von der World Class Bar einen wunderbaren Überblick über drei Etagen und auf die Martini Bar haben…
Im Theater präsentiert ein Magier seine Show, wo Captain Leo seine Gäste willkommen heisst. Life Musik in Bars und Lounges sorgen für Unterhaltung.
Sonntag, 6.9.2026, Seetag
… wie ein perfekter Seetag so abläuft…
Zum Abend kleiden viele Gäste sich mit Cocktailkleid und Anzug zur Chick Night, im Theater erleben wir eine Show der Superlative: Between Takes – Wir werden entführt in den Backstage Bereich der Filmstudios der 1920iger Jahre und schauen zwischen Filmaufnahmen in die Szenerie; atemberaubende Artistic, fliegende Stunts, Seil Acts, Stepptanz, unglaubliche Moves, Tanz und Gesang zwischen „Cut und Action“ – stunning!! Wenn ich das nur besser beschreiben könnte…
Montag, 7.9.2026, Valetta, Malta, 8-17Uhr
Die Hauptstadt Maltas ist Valetta, UNESCO Welt Kulturerbe, bekannt für reiche Geschichte, erstaunliche Architektur und bunte Kultur. Gegründet im 16. Jahrhundert strahlt die Stadt heute mit barocken Gebäuden, wie z.B. St. John’s Co Cathedrale und Grand Master’s Place. Dicke, hohe Stadtmauern bieten Ausblicke aufs mediterrane Meer. Enge Gassen säumen Cafés und Lokale, Shops und Boutiquen, die beinahe marokkanisch anmuten. Valetta ist Ort für kulturelle Veranstaltungen und Besuchermagnet übers Jahr hinaus. Neu für uns ist ein Fahrstuhl, der vom Hafen in die Altstadt hinauf lifted (1 Euro rauf und runter), so spart man sich den steilen Aufstieg über Stufen und sonnige Serpentinen.
Wirklich viele, viele Besucher tummeln sich heute in der Stadt, geführte Gruppen, viele Engländer (die gern hier überwintern) und andere Interessierte – wie auch wir. Es ist schon warm, aber das Wetter ist herrlich – und nur in einigen Strassen weht eine leichter Wind. Eine Einkehr ist daher dringend notwendig, am besten ein Lokal mit Ventilatoren – und das machen wir auch bei San Giovannis (wo wir bereits früher waren); und ihr könnt mir glauben: die Pause tut gut! Danach sind wir gewappnet für den Rückmarsch zum Schiff…
Zwei Stunden liegen wir noch im Schatten auf Deck 16…
Nach dem Dinner sitzen wir bei Sergia und ihrem Bar-Staff in der Sunset Bar zum Sonnenuntergang um halb acht. So viele schöne Sunsets haben wir auf dieser Cruise schon gesehen mit goldroten Feuerbällen, die förmlich zischen, wenn sie im Meer versinken…
Bei der Theater Headliner Show performed ein Sänger und Pianist, den wir bereits kennen; so lauschen wir lieber einer Gitarristin mit wunderschöner Schmeichelstimme im Bazaar und lassen den Abend ausklingen…
Dienstag, 8.9.2026, Seetag
Ein Seetag voller Entertainment erwartet uns, ein besonderes Highlight ist das Silk & Spice Festival im Bazaar: ein türkisch-orientalischer Markt mit Henna Tatoos, Body Scrub zum selbstmixen mit Salzen und Kräutern, basteln bunter Glasleuchten, Bauchtanz Unterricht und vor allem die super Vorstellung der zauberhaften Tänzerinnen und Tänzer – biegsam, temperamentvoll und wunderschön anzusehen (dreimal über den Tag), landestypisches Essen und ein Ambiente wie in Istanbul oder Marrakesch…
Und natürlich läuft das übrige Unterhaltungsprogramm in allen Bereichen.
Zur heutigen Chick Night dinnieren wir im Raw on 5 mit asiatischen Leckereien.
Mittwoch, 9.9.2026, Ephesus (Kusadasi), 8-19Uhr – Türkei
Als UNESCO Weltkulturerbe zeigt Ephesus mit Einflüssen von Persien, Ägypten und Römern die historische Geschichte auf mit Tempeln, Bädern, Terrassenhäusern an breiten Wegen, ebenso die Celsius Bibliothek, das grosse Theatrium (mit Aufführungen) u.v.m. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert!
Wir haben Ephesus schon mehrfach besucht, entscheiden uns daher für einen Shoppingbummel in Kusadasi direkt am Cruiseport. Unzählige Geschäfte in überschatteten Bazaren und Flanierstrassen reihen sich aneinander mit schier unendlichem Angebot an Schmuck, Handtaschen, Kleidung diverser Designerlabels, orientalischen Andenken und Souvenirs, dazwischen immer wieder Lokale und Cafés. Alles ordentlich und anschaulich dargeboten. Handeln mit den Verkäufern ist erwünscht, angesprochen wird man gelegentlich, aber nicht aufdringlich.
Beim Dinner im Tuscan Restaurant an unserem Fensterplatz beobachten wir, wie die letzten Gäste ziemlich spät zurück zum Schiff kommen (neben uns parkt auf die Odyssee of the Seas von Royal), alle bepackt mit mehreren Tüten voller Schnäppchen der fake Designer …
Die Show Chapters im Theater haut uns förmlich wieder um! Letzte Woche haben wir die schon gesehen, und wir würden alle Shows gern nochmal anschauen, so toll sind sie.
Die Martini Bar ist wie ein Magnet, immer gut besucht, immer Lifemusik unterschiedlicher Genres. Wir lassen den Abend etwas ruhiger ausklingen beim Sing along Klavierspieler im Bazaar…
Donnerstag, 10.9.2026, Rhodos, 8-18Uhr – Griechenland
Über Nacht segelten wir nach Griechenland, machen morgens vor den Altstadttoren von Rhodes fest, dort wo einst der Koloss von Rhodos stand und Bernd in den Sonnenaufgang läuft…
Die Insel weist reiche Kultur und Geschichte auf, sandige Strände und reges Nachtleben.
In byzantinischen Gassen lässt sich gut flanieren, shoppen und einkehren – rustikal, gemütlich mit griechischer Gastfreundschaft… genau das tun wir heute. Auch hier reihen sich unzählige Shops aneinander wie gestern in Kusadasi, aber das Flair ist anders – gemütlicher, einladend, sehenswert. Die griechische Gastfreundschaft ist einfach eine andere als die quirligere türkische…
Erst letztes Jahre waren wir hier mit Bernds Bruder und dessen Frau, und heute kehren wir in das gleiche Restaurant ein: im Schatten unter grossen Benjamini-Bäumen bis hinein in die Seitengassen sind die meisten Tische im SARRIS bereits besetzt, aber wir ergattern noch einen Platz, essen griechischen Salat mit warmem Brot und lokalem Wein – ach, tut das gut!
Gestärkt spazieren wir weiter durch die Gassen, schauen rechts, schauen links, ertasten Stoffe, riechen Düfte von Kräutern und Essen, geniessen einfach die Atmosphäre. Immer wieder kommen wir gern in die Altstadt von Rhodos; die Insel selbst haben wir auch schon befahren (z.B. Lindos), muss man ja nicht jedes Mal machen…
Noch zwei Stunden relaxen wir auf dem Sonnendeck der XCEL – bei vollem Sonnenschein auf dem luftigen Sonnendeck – herrlich.
Zum Chick Abend machen wir uns schnell fertig, denn wir haben eine frühe Dinner Zeit gewählt (18 Uhr), schauen hernach im Theater bei einem Comedian vorbei, entscheiden uns aber für eine Schreibzeit im Bazaar und warten auf das griechische OPA Folk-Festival um 22 h. Das haben wir letzte Woche schon gesehen, aber diese Vorführung ist so toll, dass wir sie nochmal anschauen. Und schliesslich sind wir ja nun in Griechenland!
Freitag, 11.9.2026, Santorini, 7-22Uhr (tendered) – Griechenland
Santorini ist die südlichste der Kykladeninseln in der ägäischen See, entstanden durch eine Vulkaneruption im 16. Jahrhundert; daher die fast kreisrunde Form der Kaldera. Auf dem Rimm der steilen Felsküste hängen weisse Häuser wie Schwalbennester, dazwischen ab und zu die typischen leuchtend blauen Kirchen-Kuppeln, die auf vielen Postkarten abgebildet sind. Schwarze Strände, Höhlen und hübsche Buchten sind besuchenswert, die Sonnenuntergänge über der Kaldera spektakulär.
Heute liegt als einziges nur unser Schiff vor Anker. Nach dem Tendern gegen 11h steigen wir direkt in die Seilbahn nach Thira hinauf, völlig ohne Wartezeit.
Und weil es oben Im Ort überhaupt nicht voll von Touristen ist, gehen wir heute auch zuerst in einige Shops, kaufen – ihr ahnt es – T-Shirts für Bernd und spazieren dann zur anderen Seite Richtung Fira Stephani zum Café Galini, bestellen üppige Pancakes mit Erdbeeren und laufen dann die paar Meter zum Taxistand um nach Oia zu fahren, wo wir schon ein paar Jahre nicht mehr waren und durchbummeln diesen pittoresken, etwas mondänen Ort.
Später bringt uns ein Taxi zurück nach Thira (40 Euro). Eine Pause mit griechischen Salat und Wein machen wir bei Mama Thira, einem süssen Restaurant mit unzähligen griechischen Nippes und Köstlichkeiten, offenen Türen und Fenstern – und einer hübschen Dachterrasse mit Blick auf die Kaldera – einfach traumhaft ist es unter blauem Himmel auf das noch blauere Meer zuschauen, wo unser Schiff schaukelnd auf uns wartet…
Zurück an der Seilbahn kaufen wir noch zwei Leinenhemden für Bernd und liften dann am späten Nachmittag hinunter zum Hafen, tendern rüber zur XCEL und freuen uns sehr auf eine erfrischende Dusche.
Den Abend verbringen wir auf Deck 16 an der Sunset Bar, essen auf der Terrasse des Buffetrestaurant, während die Sonne hinter den schroffen Klippen Santorinis versinkt…
Abendunterhaltung gibt reichlich: Goldstrings Duo spielt im Theater mit elektronischen Violinen Rockhits, Candlelight Concert im Bazaar, Game Show im Club, Shine the Night am Pool uvm.
Samstag, 12.9.2026, Mykonos, 7-18Uhr (tendered) – Griechenland
Mykonos heisst uns in der Morgensonne mit seinen weißgetünchten Häusern und bunten Bougainvillea. Wahrzeichen von Mykonos sind die Windmühlen auf den Hügeln der Altstadt. Als Touristenmagnet schlechthin zog die Insel schon prominente Besucher an wie John Kennedey oder Jaqueline Onassis. Das Labyrinth der Gassen wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt um Piraten zu verwirren; inzwischen beherbergen die Gassen schicke Boutiquen, Lokale und Cafés.
Wir gehen heute zu Fuss vom Schiff in die Stadt. Allerdings ist das überhaupt nicht zu empfehlen und etwas gefährlich, da es keinen Fußweg an der Strasse gibt, und es ist ganz schön weit – danke Bernd, war ne doofe Idee.
Dann kehren wir erstmal in unser Lieblingslokal ein: Katarina’s – mit einem winzigen, übers Meer hängenden Balkon mit Blick auf die Altstadtbucht… herrlich!
Vorher besichtigten wir noch die 6 schneeweißen Windmühlen, stöberten in Shops und suchten die Suvlaki-Strasse, wo Busuki-Musik gespielt wird; allerdings erst abends ab 19 Uhr – schade.
Über blankgetretene Pflastergassen führt unser Weg kreuz und quer, bis wir spät nachmittags keine Lust mehr haben und mit dem Wasser-Bus zurückkehren zur XCEL…
Und dann heisst es: Packen! Na, das geht ja schnell… Und ab zum Aperitif an der Sunset Bar, bevor wir im Bora ein bezauberndes Dinner mit Gitarrenbegleitung geniessen, während unser Blick auf Mykonos‘ Küste schweift, die immer kleiner wird, weil Captain Leo gerade jetzt die Leinen löst und wieder in See sticht. Richtung Athen.
Furios, bunt und vom brodelndem Applaus begleitet schauen wir die phänomenale Show „Main Stage“ in Theater aus der 1. Reihe! Und übergeben dem Tänzer Jake unsere Visitenkarte, als die Akteure zum Ende der Show von der Bühne springen und zwischen den Reihen tanzen. Seine Mom, die ihn letzte Woche besucht hat und bei jeder Show Tränen in den Augen hatte, weil es soooo schön war, hatte darum gebeten. Wir hatten uns öfter unterhalten.
In der Grand Plaza (Martini Bar) winken uns 3.269 Gästen zum Abschied viele der 1455-köpfigen Crew aus 71 Nationen ein „Auf Wiedersehen“ zu und wünschen uns eine gute Heimreise. Danke Crew, es war fantastisch!
Bei einem Drink im Bazaar verabschieden wir uns auch von der tollen Bar-Crew um Orlinda, Anissa, Selzcuk, Xavi… – dann wackeln wir in unsere Kabine, morgen früh klingelt der Wecker um 6h…
Sonntag, 13.9.2026, Athen (Piraeus), Heimreise
Um halb acht steht unser Taxi am Hafen von Piräus schon parat – die Koffer haben wir diesmal selbst mit von Bord genommen; das ging zügig und problemlos. Am Athener Flughafen checken wir direkt ein, passieren die Sicherheitskontrolle und suchen uns einen Warteplatz, bis unser Gate angezeigt wird für die Lufthansa-Maschine nach Frankfurt um 11.45 Uhr.
Zum Anschlussflug nach Hannover vertreiben wir uns drei Stunden in den Terminals. Der halbstündige Flug ist ein Klacks, in Hannover holt unsere Tochter uns ab und bringt uns nach Hause.
Fazit: eine Traumtour kreuz und quer durchs Mittelmeer durften wir erleben; nicht nur das Wetter war perfekt, auch die XCEL ist für uns das schönste der schönen Edge-Class-Ships mit professioneller Unterhaltung, phänomenalen Shows – extraordinary -, wunderbarem Essen, supernetter Crew und absolut fantastischen Anlegehäfen in 6 Länder in zwei Wochen – sehr wiederholungsbedürftig – wer weiss…

