Donnerstag, 9.4.2026, Vorzeitige Anreise nach Miami
Am Vorabend gegen 22 Uhr erhalten wir eine email von der Lufthansa: unsere Lufthansa-Flüge von Hannover nach Miami sind annulliert! Aufgrund eines Streiktages am 10.4. von der Gewerkschaft UfO (Bordpersonal) – ach du Schande… – was nun??? Bernd zermartert sich den Kopf, wie wir die ICON of the Seas am 11.4. in Miami noch erreichen können…
Eine automatische Flugumbuchung erfolgte auf den 11.4., damit hätten wir jedoch unser Schiff keinesfalls erreicht. Um 4Uhr nachts tapert Bernd schlaftrunken in sein Büro und schafft es, unseren Flug umzubuchen mit Turkish Airways von Hannover über Istanbul nach Miami, was heisst: wir fliegen erst 3 Stunden gen Osten, nach drei Stunden Aufenthalt um 01.50h gen Westen nach Miami; nochmal 12 Stunden Flug, also 6 Stunden mehr als üblich – na dann los…
Der Flug nach Istanbul hat schon mal gut geklappt! Jetzt verbummeln wir die Zeit bis zum Checkin mit Espresso und Süssigkeiten.
Freitag, 10.4.2026, Miami
0.50 Uhr startet das Boarding für unseren Überseeflug – 01.50h ist Abflug. Die Maschine ist ausgebucht, Upgrade nicht möglich. Es gibt drei Dreierreihen, Bernd sitzt am Fester, ich in der Mitte und neben mir ein schweigsamer junger Mann. Die Sitze sind bequem und nicht so eng. Das Essen schmeckt, der Service ist sehr freundlich. Immer wieder sind wir wohl etwas weggeschlummert, denn die 12 Stunden Flugzeit sind dann doch bald vorbei. Relativ fit steigen wir morgens um 7 Uhr in Miami aus. Die Emigration dauert ca. 1 Stunde, demnach drehen unsere Koffer schon ein paar Runden auf dem Gepäckband.
Mit dem Hotelshuttle fahren wir zum Hilton Blue Lagoon Airport Hotel, geben das Gepäck in die Aufbewahrung und setzten uns erstmal mit Kaffee und Sandwich an den Pool – ach ist das herrlich, wieder hier zu sein…
Einen langen Spaziergang machen wir Downtown von der Miami Marina über die Promenade an der Marina entlang bis zum South Pointe Park Pier und weiter an der Strandpromenade bis South Beach am Ocean Drive, wo wir letztlich im News Café (24 Std. Breakfast) einkehren; das ist inzwischen ein kleines Ritual, wenn wir in Miami sind. Wie auf der Herfahrt auch nehmen wir jetzt am späten Nachmittag ein Uber Taxi zurück zum Hotel.
Unser Zimmer ist jetzt bezugsfertig – eine ausgiebige Dusche weckt unsere mittlerweile müden Lebensgeister, damit wir fit sind die Havanna Night mit Cocktail Specials, Cuban Appetizers und Live Music am Pool – mal sehen, wie lange wir aushalten…
Samstag, 11.4.2026, Checkin ICON
Naja, ganz so spät wars nicht gestern Abend, Reisetage sind immer etwas anstrengend und wir waren einfach k.o. Bis 7 Uhr haben wir heute morgen geschlafen, sind also prima ausgeruht. Im Zimmer trinken wir schonmal einen Kaffee, frühstücken später am Pool Schokoladen-Croissants und packen dann unsere Sachen zusammen; um halb elf kommt unser bestelltes „Uber-Taxi“ und bringt uns durch dichten Verkehr zum Miami Cruiseport zum RCCL Terminal. Als wir unseren Pinnacle Status erwähnen (mehr als 700 Nächte auf einem Royal Schiff), begleitet man uns direkt zu einem Fahrstuhl, checkt uns in einem Mini-Pad ein und bittet uns an Bord der ICON of the Seas – das ganze hat kaum 5 Minuten gedauert! Unglaublich!
Ein Wow ertönt aus unseren staunenden Gesichtern beim Anblick der Royal Promenade: weitläufig, grosszügig, atemberaubende Architektur und Design in hellen Farbtönen mit viel Licht durch riesige Fensterfronten. Im Zentrum The Pearl: beleuchtete Stufen führen durch eine überdimensionale offene Perle hinauf zum Pearl Café mit wunderschönen Sitz- und Verweilmöglichkeiten in verschiedensten Formen und Farben… Wir fragen uns schon jetzt, wie man sich solche Kunstwerke einfallen lassen kann. Und so geht’s auch weiter bei unserem ersten Bummel über die ICON. Z.B. in den zauberhaften Central Park mit echten Bäumen und Pflanzen, Spezialitäten-Restaurants und unserer Lieblingsbar Trellis, wo wir erstmal mit einem Prosecco auf unsere Cruise anstoßen und darauf, dass wir trotz Lufthansastreik rechtzeitig in Miami angekommen waren.
Gegen 13 Uhr sind die Kabinen bezugsbereit für 7.363 (max. 7600) Gäste aus 77 Nationen (davon 20 Deutsche) – trotz dieser vielen freudig aufgeregten Menschen läuft alles smooth, jeder finden seine Wege ohne Gedränge – und morgen, wenn alle wirklich angekommen sind, verteilt es sich noch mehr durch die vielen Möglichkeiten an Bord…
Ein weiterer Vorteil unseres Status ist der Zugang zur Coastal Kitchen für Suiten Gäste, da essen wir jetzt zu Mittag, packen danach die Koffer aus und fahren fort mit unserem Rundgang.
Nach dem Abendessen schauen wir ins Theater (Jongleur), nehmen noch einen Schlummertrunk in Trellis Bar und schlafen unsere erste Nacht an Bord wie die Murmeltiere…
Sonntag, 12.4.2026, Seetag
Gleich heute haben wir einen Seetag, das ist prima, das können wir in aller Ruhe weiter auf Erkundungstour gehen: ICON of the SEAS Keydaten: 248,663 GT, 364,75 m lang 5,610 passengers (double occupancy) 7,600 passengers (maximum capacity) und 2350 Crewmember.
Die ICON of the SEAS ansich ist schon ein einzigartiges Abenteuer!
Im größten Wasserpark auf dem Meer gibt es 7 Pools (auch Infinity Pools und Erwachsenenbereich). Eine Mutprobe hoch über dem Ozean baumelnd kann man sich trauen, die Kletterwand emporklimmen, auf einer künstlichen Welle surfen, Minigolf spielen oder eine der gigantischen Rutschen ausprobieren. Aktivitäten für die Kleinen mit Poolspass, Spielplatz und Karussell gibt’s Surfside als Familiendestination.
40 Möglichkeiten zum schlemmen und trinken gibt es, von Fine Dining bis Burger auf dem Sundeck.
Mit dem aufregenden Unterhaltungsprogramm setzt die Icon of the Seas neue Maßstäbe für Bühnenshows. Es gibt Broadway-Klassiker, Produktionen für die Kleinsten, Comedy-Shows nur für Erwachsene und Live-Musik für jede Stimmung. Darüber hinaus bieten zwei neue Veranstaltungsorte die Bühne für Spektakel – von der größten Eislaufarena auf See bis hin zu einem neuartigen Bereich an Bord, der die einzigartigen Aquashows auf See zu einem atemberaubenden Erlebnis macht. Alles kann ich gar nicht erwähnen, man muss dieses Schiff erkunden, um seine Lieblingsspots zu finden und sich zu eigen zu machen – wie ihr wisst ist einer davon der Central Park mit seiner tollen Bepflanzung.
Für ein wenig Sonnetanken am Suiten Sundeck „The Grove“ reicht die Zeit noch, bevor wir zum köstlichen Dinner ins Coastal Kitchen gehen. Dann ist bald Zeit für das Musical „The Wizard of Oz“ im Theater. Eine tolle Darbietung, nicht ganz nach unserem Geschmack, aber toll für Familien mit Kids, wie wir finden. Jetzt sind wir aber sowas von müde – die Zeitdifferenz von 6 Stunden macht sich bemerkbar…
Montag, 13.4.2026, Seetag
… und immer wieder begeistert uns abends diese Aqua Action Show. Übrigens gibt’s hier tagsüber immer mal wieder eine Wasserfontainen-Show nach unterschiedlichen Musiken.
Dienstag, 14.4.2026, St Maarten – Absolute Zero – Ice Show Elemental Beauty
Heute soll es dauerregnen!! Tatsächlich ist der Himmel grau und verhangen, der Balkon klatschnass geregnet; trotzdem marschieren wir gegen 11h los mit Schirm und Regencapes bewaffnet Richtung Stadt. Schon auf halben Weg stoppt der liquid Sunshine, die Sonne blinzelt, es wird trocken – so kennen wir das Karibikwetter. Die Promenade entlang flanieren wir bis ganz zum „neuen Ende“, das seit ein paar Jahren hergerichtet wird und nicht ganz so schick ist wie die altbekannte Promenade und ihre parallele Frontstreet mit Shops und vielen Juwelieren, die allerdings seit Corona und dem letzten Sturm auch Federn gelassen hat; trotzdem immer noch schön zum Bummeln. Der Stadtstrand scheint uns heute nicht so einladen, denn ab und zu pieselt es ganz sachte…
Die Elemental Beauty Ice Show ist rasant und fesselnd, modern futuristisch in Kostümen und Musik – super! Elemente aus dem Periodensystem werden musikalisch und artistisch auf dem Eis dargeboten. Highlight war ein Special Guest: Ein ausdrucksstarker Pantomime und Jongleur, der mit „leuchtenden Drohnen spielt“ – toller Effekt!
Wednesday, 15.4.2026, St Thomas
Regen war angesagt, Regen kommt – allerdings hat der sich am frühen morgen schon wieder verabschiedet; ein strahlendblauer Himmel empfängt uns im Hafen von Charlotte Amelie auf St. Thomas (Jungferninseln). Schon strandpräpariert suchen wir uns einen Taxibus nach Emerald Beach. Nur gute 5 Minuten Fahrzeit entfernt vom kleinen hübschen Cruiseport (es gibt noch einen grösseren auf der anderen Seite der Stadt) befindet sich ein kleinerer Strand mit verwunschenem Hotelresort mit Strandbars, Liegestühlen und Tiki Schirmen. Das Wasser ist einfach herrlich, ruhig und flach in der Bucht, gut für Kinder. Und da die ICON bereits um 14.30h wieder ablegt passt der kurze Weg prima.
Das Auslaufen beobachten wir vom obersten Deck 18 – immer wieder spannend, wie sachte sich dieser Riese aus der „Parkbucht“ manövriert und hinaus aufs offene Meer vorbei an kleinen grünhügeligen Inselchen zieht…
Donnerstag, 16.4.2026, Seetag
Einer von den Seetagen an Bord die wir lieben; etwas Sport, schönes Frühstück, sonnen, lesen, essen …
Freitag, 17.4.2026, Coco Cay
Vom obersten Deck sehen wir die Privatinsel Coco Cay in voller Schönheit vor uns liegen: üppig grün mit weissen Stränden, blauen und gelben Liegen, Sonnenschirmen und einem Wasserspielparadies für Kids – wunderschön. Der Anleger ist mit bunten Segeln beschattet, ein Shuttle steht zur Verfügung für diejenigen, die nicht laufen möchten oder können; die meisten strömen aber auf die Insel, begrüsst von Steeldrums und fröhlichen kostümierten Tänzerinnen, und verlieren sich ruck zuck in unterschiedlichen Richtungen – Platz und freie Liegen gibt’s überall, trotz der zwei Schiffe (ausser uns die RCCL Explorer of the Seas) am Pier. Barbecue Plätze bieten leckere Auswahl an Burgern, Hot Dogs, Chicken, Salaten, Obst etc., etc. und natürlich Eiscreme.
Ein Spaziergang auf verwunschenem Dschungelpfad führt uns zum südlichen Strandende, dann zurück durch die Poollandschaft mit Poolbar, wo ein Bahama Mama oder ein Rumpunsch uns erfrischen.
Baden im Meer, relaxen im Schatten, essen im Schlaraffenland – a perfect day at Coco Cay!!
Abends packen wir grob unsere Klamotten zusammen, morgen ziehen wir in eine andere Kabine um, wobei die Cabin Stuarts gerne behilflich sind. Aber vorher machen wir noch einen Streifzug durch die vielen Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord.
Samstag, 18.4.2026, Miami
Unsere zweite Reisewoche beginnt mit erneuter Immigration bei den US-Behörden:
Um 9 Uhr versammeln sich alle back to backer (Wiederholer) im Restaurant auf Deck 5, erhalten neue Bordkarten, werden ins Cruiseterminal durch die Immigration geführt und wieder zurück an Bord – dauert ca. eine Stunde, meist Wartezeit, weil erst alle anderen Passagiere von Bord sein müssen).
Jetzt ziehen wir um in unsere Kabine 727 auf Deck 14, packen schnell wieder alles an seinen Platz und geniessen den Tag in einer halbschattigen Cabana auf der Sonnenterrasse auf Deck 18/19 – höher hinaus geht es nicht. Vor uns breitet sich ein karibisches Idyll aus: begrünte Palmeninseln im türkisblauen Wasser, in dem weisse Boote dümpeln; auf den Inselchen blitzen in Wohnparks weisse Traumvillen und -bungalows der Reichen und Schönen, dahinter thront Miamis Skyline vor dem offenen Meer – ein Postkartenmotiv in Echt – wunderschön! Immer wieder schweift unser Blick über diese weite Szenerie…
Sonntag, 19. April 2026, Seetag – Dress your Best
Seetage – wir lieben sie! Vor allem, wenn man sich in unseren ruhigen und wenig frequentierten „The Grove“ Suite Sundeck Bereich zurückziehen kann; das geniessen wir natürlich gern!
Heute morgen waren wir mal im Windjammer Buffet Restaurant, um uns einen Überblick zu verschaffen: da wars ja schon voll und wuselig! Kein Wunder bei vielen Familien mit 1.700 Kindern, für die Buffet eine gute Lösung ist. Wir sind jedenfalls auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder heraus, froh, im Coastal Kitchen freundlich bedient zu werden und keinerlei Platznot zu haben – unser Pinnacle Member Ship-Vorteil.
Abends zum Dinner hübschen wir uns auf fürs festliche Mahl, lauschen den Melodien eines Gitarrenspielers im Park, hören Jazz bei „Luis“ oder die Duelling Pianos mit Wunschtiteln…
Montag, 20. April 2026, Costa Maya
Um 8h legen wir am langen Pier von Costa Maya an. Schon am frühen morgen ist es sehr warm; so wollen wir das haben!
Per Sammeltaxi lassen wir uns zum Mahaual Beach bringen, wo wir schon mal mit unserer Tochter Nina waren, und suchen das YAYA Restaurant, Promenade rauf und runter, bis wir es gefunden haben – den Namen hatten wir nämlich vergessen. Da löschen wir erstmal unseren Durst mit Corona Beer und essen einen leckeren Burger – und bleiben einfach sitzen, weil es so schön ist.
Der Strand ist nicht komplett durchgängig, aber lang und mit unzähligen Liegen bestückt. Oft sind Sonnenstühle und Schirme kostenfrei, wenn man etwas aus dem dazugehörigen Restaurant verzehrt; im YAYA allerdings kosten sie eine Gebühr.
Zurück am einladenden aztekisch anmutenden Hafen tun wir uns in den Shops um, suchen dann zwei beschattete Liegen am Sandstrand – auch hier kostenfrei, aber mit Verzehr. Wir entscheiden uns für Pina Colada, der in einem grossen Palmenbecher serviert wird. Ein bischen schwimmen im Pool, ein bisschen ausruhen, dann ist Zeit für den „Nachhauseweg“, das Schiff liegt direkt vor unserer Nase.
Und nach dem Dinner bestaunen wir nochmals die Aqua Show, diesmal von Plätzen direkt frontal.
Sicher hat der eine oder andere von Euch Bernds Fotos oder Videos von der Show gesehen, denn was hier geboten wird, kann ich wirklich kaum beschreiben. Z.B., wie oft wir die Luft angehalten haben bei gewagten Sprüngen auf dem Todesrad, bei Sprüngen ins Wasser aus 19 m Höhe, bei Slack Line- und Luft- Akrobatik, rasanten Trommeltänzen und Wasserballett, Skater Pipe oder kosmischen Robotertönen wie bei Starwars… einfach faszinierend!
Dienstag, 21. April 2026, Roatan, Honduras – Caribbean Night
Morgens bei noch verhangenem Himmel liegt vor uns das grüne Band von Roatan – kein Wunder, denn Honduras wird von Regenwald bewuchert. Später klart es auf, als wir mit einem Bus nach halbstündiger Fahrt am Jolly Rogers Bootsanleger ankommen, genau richtig für unsere gebuchte Katamaran Tour! Schnell verteilen sich die Bade- und Schnorchel Gäste auf Bänken und dem Vorderdeck, ein bischen Schatten gibt’s auch. Die Crew stellt sich vor, gibt uns Sicherheitshinweise und wie der Turn ablaufen wird. Unter lauter Karibikmusik schippern wir übers Meer bis zu unserem geeigneten Ankerplatz: bestückt mit Schnorchelmaske, Schwimmflossen und Schwimmweste stürzen wir uns in das erfrischende, glasklare Wasser – fantastisch! Unzählige Korallen liegen unter uns, durchbrochen von weißsandigen Furten. Ein Guide führt unsere Schnorcheltour an, ruft immer wieder zum weiterschwimmen auf, aber die Leute sind so begeistert, dass sie anfangs nicht auf ihn hören, aber dann schwimmen doch alle hinter ihm her durch einen üppigen Korallengarten; sogar einen Teppich von schwimmendem, leicht kratzigem Seegras durchqueren wir – unter viel Gequietsche der teilnehmenden Kinder. Die Farben der Korallen sind auch hier verblasst, lediglich lila, grün und diverse Brauntöne sehen wir, dazwischen kleine und größere bunte Fische, nur Nemo finden wir nicht!
Eine Stunde etwa dauert der Stopp. Als alle wieder an Bord sind, öffnet die Bar mit Rumpunsch und anderen Drinks, Lunch wird serviert: Reis mit Bohnen, Hähnchen, Kartoffelstücken, Krautsalat und Wassermelone zum Nachtisch – alles lecker. „Dann segeln“ wir ohne Segel, weil kein Wind, mit lauter Musik zurück zum Jolly Rogers Heimathafen, um mit Bussen wir zum Schiffsanleger gebracht zu werden. Nach guten 4 Stunden sind wir zurück, durchbummeln den hübschen, neu angelegten Cruiseport mit schicken Shops, Cafés und Bars, Poollandschaft und Massageliegen etc. etc.
Eine Dusche tut jetzt Wunder, wir fühlen uns frisch und fit für Aperitif und Dinner – heute gibt’s im Hauptrestaurant u. a. Coconut Shrimp, die wir besonders gern mögen, deshalb speisen wir heute dort.
Die Ice Show Elemental Beauty, die wir zwar schon letzte Woche gesehen haben, schauen wir gern nochmal an.
Mittwoch, 22. April 2026, Cozumel (Mexico) – White Night
Endlich mal wieder auf Cozumel, endlich wieder ein Tag im Chankanaab Park 😊- hier waren wir länger nicht mehr. Inzwischen sind nach dem Sturm Wilma 2005 die neuen Bepflanzungen gut gediehen, der Park in Chankanaab strahlt in altem Glanz. Per Taxi sind wir hergefahren: zu dem kleinen, mexikanischen Inselparadies mit weissem Strand, Palmenschirmen und dicken Holzliegen, wo die Kellner Trinken und Essen an die Sonnenplätze bringen und auf einen Wink hin erscheinen – immer einundderselbe zu „seinen Gästen“. Einen Dolphin Encounter mit mehreren Bereichen zum Schwimmen mit Delfinen gibt es nach wie vor, ebenso die Seehundeshow und natürlich Restaurants und Bars, Shops, Schnorchel-Equipment zum Ausleihen, Waschhäuser, Pools und Kinderbereiche zum Schwimmen im Meer.
Schnorcheln ist hier besonders schön, denn direkt am felsenschroff begrenztem Strand (Metallstufen führen ins Wasser) gibt’s bunte Fische und Korallenriffe; weiter in Meeresrichtung sogar alte, versunkene Marienstatue und ein Wrack zu sehen. Das Wasser ist erfrischend und unglaublich schön in seinen Farben. Boote und Katamarane ziehen weiter draussen vorbei, ab und zu kommt eine Wolke vorbeigezogen, was prima ist bei den hohen Temperaturen (28 Grad).
Als Bernd mit Schnorchel und Flossen ins Wasser springt, füttere ich die Fische mit Cornflakes an – zu hunderten kommen sie angeschossen, schnappen nach dem Futter – oder nach Bernds Finger, was kitzelt und ihn unter Wasser lachen lässt mit viel Geblubber. So cool!
Bei einem Spaziergang durch den üppigen Park mit Palmen, Bambus, Yucca-Bäumen, vielen Pflanzen die wir zuhause im Topf mühsam großziehen, wachsen hier in den Himmel. Einen kleinen rauschenden Wasserfall gibt es und überall im Park verteilte Maya Skulpturen, Leguane, die uns beinahe über die Füsse laufen; in einer Hütte bäckt und reicht uns eine ältere Frau kleine Tortillas, die sie mit einer Würzpaste bestreicht, die sie gerade in einer Holzschale anrührt – sieht ein bisschen matschig aus, ist aber lecker.
An unserem Platz serviert Roy uns einen Lunchteller: Chescilladas mit Chicken und Käse, dazu Guacamole und Tomaten Salsa mit einheimischen „Corona Bier“ – ich glaube, nichts schmeckt so köstlich wie einheimisches Essen am Strand 😉
Gewundert haben wir uns, dass es überhaupt nicht voll ist im Park, obwohl vier Schiffe in den zwei Cruisehäfen liegen – wie man aber weiss, buchen viele Amerikaner Ausflüge und sind wohl auf der Insel unterwegs…
Gegen 4h kommen wir zurück an Bord, trinken einen Espresso im Pearl Café (Promenaden Café auf den anderen Royal Schiffen) und fühlen uns nach einer Dusche wunderbar zufrieden und bereit für einen schönen Abend mit Dinner und Unterhaltung – ich glaube, im Theater gibt’s ein Spiel: Price ist Right – Everyone‘s a Contestant – vielleicht schauen wir uns das mal an…
Donnerstag, 23. April 2026, Seetag – Dress your Best
Heute haben wir tatsächlich länger geschlafen, die Uhren wurden dieses Mal vorgestellt, deshalb gabs nur ein kleines Frühstück im Park Café.
Frischer Wind weht kräftig über die Decks, wir finden einen geschützten Platz und relaxen den Rest des Tages. Abends hübschen wir uns auf für die „Gala night“ und zum Lobster Dinner. Und anschliessend schauen wir uns die „Effectors“ Show im Theater an, die hatten wir letzte Woche nur zum Teil gesehen.
Freitag, 24. April 2026, Coco Cay
Wieder machen wir am Pier von Coco Cay fest, der Privatinsel von Royal Caribbean International. Ein perfekter Strandtag erwartet uns. Morgens noch recht bedeckt klart der Himmel vor Mittag auf, strahlend blau mit wenigen weissen Wattewolken und einer angenehmen Briese.
Zwei Schiffe liegen am Pier, wie gewohnt verteilen sich die Gäste an mehreren Stränden, Pools, Bars etc.
Wir machen wieder einen langen Spaziergang, schauen immer wieder auf Meer und weissen Sand und freuen uns über diesen letzten schönen Strandtag dieser zweiten Wochencruise auf der ICON of the Seas – morgen werden wir dieses Schiff verlassen. Vorher gibt’s natürlich ein wunderbares Dinner und einen Drink bei Trellies oder anderswo…
Fazit unserer zweiwöchigen Tour:
Absolut sehens- und erlebenswert ist die ICON of the Seas (oder eines ihrer Schwesternschiffe STAR und die noch kommende Legend), so viel Innovation, so viel Entertainment, so viel von allem, was man erwartet oder nicht erwartet… Und absolut ja, wir würden dieses Erlebnis wieder buchen. Die Ziele, die wir schon alle kannten und die ich hier nicht so ausführlich beschrieben habe wie in früheren Berichten, waren hier nicht das Hauptanliegen.
Trotz der vielen Reisegäste wurden wir immer und überall zuvorkommend und freundlich bedient, die Mahlzeiten fanden wir durchweg appetitlich und sehr schmackhaft, das Unterhaltungsprogramm abwechslungsreich, fantastisch und überraschend. Eine einzige Sache hat uns etwas gestört: die überlaute Musik in den öffentlichen Bereichen, ausser im Central Park und im Suitenbereich.
Rundum bekommt Royal Caribbean von uns die volle Punktzahl für ein sensationelles Ferienerlebnis.
Samstag, 25. April 2026, checkout ICON checkin ECLIPSE in Ft Lauderdale
Ein kleines Continental Breakfast soll heute reichen bevor wir um viertel vor neun von Bord gehen. Bye bye ICON!
Einen überraschenden Service bietet uns Royal an: einen kostenfreien Transfer von der ICON Miami zur ECLIPSE in Ft. Lauderdale – nur leider finden wir trotz mehrfachen Nachfragens nicht unseren Bus/Van; ist auch extrem voll von Reisenden, Wartenden, Bussen, Taxen, Ubers und privaten Abholern – also nehmen wir später nach eineinhalb Stunden endlich ein Taxi und lassen uns zum Everglades Cruiseport nach Ft. Lauderdale bringen (190 $).
Als wir im Cruiseport wieder ruckzuck ein- und durchgecheckt sind, stossen wir in der Retreat Lounge erstmal mit einem Schampus an, bevor wir unsere bereits bezugsfertige Kabine (11h) aufsuchen und alles in den Safe packen, was wir während der nächsten Seetage nicht mehr benötigen werden. Und dann gibt’s erstmal Lunch und einen Rundgang auf der ECLIPSE, die wir ja erst im Februar letzten Jahres besucht hatten. Das schiff ist schon älter, gebaut 2010, und weist noch viele Brauntöne bei Mobiliar und Ausstattung auf, teilerneuert in wenigen Bereichen, aber immer noch gemütlich; wir fühlen uns sofort wohl und „zuhause“.
Unsere Essenssitzung ist bereits um 17.30h, passt aber besser als zu spät – unser erstes Dinner schmeckt prima! Winston und Ketut, unsere Kellner, und Clemens, der Somalier, sind prima – so, wie wir den Service kennen. Wir bekommen noch täglich einen gedruckten Tagesplaner (bei Royal auf Anfrage, sonst online in der Handy App), und zweimal täglich kommt Maribelle und frischt unsere Kabine auf (bei Royal einmal täglich, was völlig ausreichend ist).
Eine stimmgewaltige Sängerin präsentiert im Theater ihre one-woman-show mit allbekannten Songs unter Begleitung des Bordorchester. Danach muss ein Besuch an der Martini Bar sein: die Bar, die immer belagert wird, weil einfach Super Martinis (wie z.B. unser Cosmopolitan) gemixt werden und die Bartender immer mal eine Jonglage-Einlage unter viel Beifall aufführen, einen Turm von Martinigläser in einem Guss füllen.
26. April bis 2. Mai 2026, Seetage
Noch ist das Wetter warm uns sonnig für Pool- und Sundecktage, an Tag drei jedoch wird’s windiger, wir drehen auf dem Oberdeck ein paar Runden gegen den Sturm; warm ist es ja immer noch…
Die Seetage über den Atlantik sind geruhsam, Unterhaltung gibt’s den ganzen Tag über sowohl in Form von Spiel und Sport, Theaterperformances oder Außen Kino auf dem Lawn Club Deck 15, wo man prima den Sonnenuntergang von der anschliessenden Sunset Bar aus sehen kann.
5mal stellen wir die Zeit eine Stunde vor, somit schaffen wir es wohl kaum mehr zum Frühstück, also bestellen wir ein Continental Breakfast in die Kabine – das ist auch schön und kuschelig, denn das Wetter lässt sich lumpen: grauer Himmel, Regen, 16 bis 18 Grad. Und zuhause in Deutschland ist tollstes Frühlingswetter passend zum Tanz in den Mai… Wir haben unseren 44. Hochzeitstag und tanzen hier mitten auf dem Atlantik in den Mai, aber zwischendurch lässt sich die Sonne doch mal blicken…
Von Ft. Lauderdale bis Madeira legen wir 3.300 nautische Meilen zurück, die Tage vergehen schnell und gemütlich…
Zur Unterhaltung tragen diverse Shows bei:
-TOPPER, ein Erguss an Kostümen, Tänzern und sehr guten Sängern – topp!
-Sixties Dance Party mit Ensemble
-Rock City mischt das Publikum ordentlich auf mit alten und neuen Rocksongs
-Headliner Showtimes: ein singender Pianist mit Neil Diamond Songs, zwei Sänger, Comedian etc.
… und natürlich gibt’s Angebote an Spielen, Quizzen, Malen und Basteln, Sport etc.
Sonntag, 3. Mai 2026, Funchal – Madeira
Land in Sicht! Morgens um 8h machen wir am Pier von Funchal auf Madeira fest. Heute gibt’s mal ein richtiges Frühstück mit Eiern, Bacon und Hush Browns.
Gestärkt marschieren wir mit Regencapes in der Tasche los; es ist zwar hell, aber Regen ist angesagt…
Anfang 1400 wurde Funchal von portugiesischen Entdeckern gegründet, zum geschäftigen Handelshafen und zur Hauptstadt der Insel, benannt nach der Pflanze „funcho“ = Fenchel. U.a. bevorzugen viele deutsche Urlauber die Insel wegen der milden Temperaturen, üppiger Blütenpracht in hängenden Gärten und vor allem zum Wandern in den Bergen…
An der Promenade entlang durch großflächige Parkanlagen gelangen wir zur Markthalle – obwohl heute Sonntag und der Markt geschlossen ist; das dachten wir uns schon. Inzwischen nieselt es, wir kehren ein ins Markt Café zu Espresso und Cappuccino, spazieren wieder los, als es trocken ist und die Sonne leuchtet. Über Gassen und Winkel gelangen wir an der prunkvoll ausgestatteten Kathedrale vorbei in die Fussgängerzone Avenido Arriage, den anliegenden kleinen Park und kehren im Ritz Café ein zu einem kleinen Lunch und natürlich Pastei de Nata (das typisch portugiesische kleine Vanilleküchlein) mit Espresso – köstlich! Die Tische sind hier immer besetzt, wir übernahmen den einer deutschen Inselurlauberin, mit der wir ins Gespräch kommen. Auf ihre Empfehlung hin gehen wir nochmals an der Promenade entlang bis noch ein Stück hinter der Seilbahn und schauen in „ihr“ Hotel Porto Santa Maria, am Meer gelegen und am Eingang zur charmanten kleinen Altstadt mit Lokalen, Bars und Shops in ihren schmalen Gassen. Alle Haustüren sind bemalt, kunterbuntes Treiben verbreitet eine tolle Atmosphäre – gut, dass wir nochmal so weit gelaufen sind!
Auf dem Rückweg fotografieren wir die vielen kostümierten Frauen- und Kinder-Gruppen in „Prinzessinnenkleidern“, die sich vor zugehörigen prachtvoll geschmückten Blumenwagen versammeln. „Mercado Flores“ gehört zu einem Festival vom 30. April bis Ende Mai, heute findet die Blüten-Parade um halb fünf statt – so lange vertreiben wir uns noch die Zeit mit bummeln und roter Sangria.
Als die Parade endlich an uns vorbeizieht regnet es ohne Unterlass! So schade! Aber die Mädels tanzen fröhlich auf ihren Wagen und auf der Strasse und kichern auch noch ganz am Ende, völlig durchnässt und immer noch hübsch. Unsere Regencapes haben uns weitgehend trocken gehalten, so erreichen wir unsere Eclipse wohlbehalten gegen 18h. Diesen schönen, ereignisreicher Tag beschließen wir mit der Boy Band Evolution Show und anschließender ABBA Sing along Party im Foyer – das hat richtig Spass gemacht!
Montag, 4. Mai 2026, Seetag
Wieder ein Seetag, heute mit Sonnenschein schon am frühen Morgen. Wir nehmen Kurs auf Porto.
Jetzt schreibe ich in der Sky Lounge am Tagebuch, schaue durch die grosse Fensterfront auf den blauen Atlantik mit hellblauen Himmel – und gleich trink ich dazu noch ein Gläschen Schampus 😊 Cheers!
Die Legende um Mozart und seine Influenz auf heutige Musik wird zauberhaft dargestellt bei der Show AMADE, Klassik eingeblendet in Moderne… Superschön!
Dienstag, 5. Mai 2026, Porto (Portugal)
Einst als Ausgangspunkt für Expeditionen nach Afrika, Asien und Amerika gedieh Porto als weltweiter Handelshafen, wurde bekannt durch Wein- und Portweinproduktion, gotische Architektur und stattliche mittelalterliche Granitgebäude. Sechs Brücken überspannen den Douro Fluss, die bekannteste ist die „Dom Louis I.“ Fussgängerbrücke (erbaut von einem ehemaligen deutschen Companien Louis Eiffels). Die überqueren wir, nachdem wir mit der Seilbahn von der Promenade Avenue de Diogo Leite hinauf zum oberen Brückensteg geliftet sind. In schwindelnder Höhe pustet kräftig der Wind, während wir den Blick über das gewaltige Panorama der Douro-Schlucht schweifen lassen. Viele Stufen wieder hinunter gelangen wir ans gegenüberliegende Ufer Cais de Ribeira mit seinen unzähligen Lokalen, vor denen Musiker die Vorbeiziehenden wippen und swingen lassen. In fröhlich entspannter Atmosphäre kehren wir im „Chez Lapin“ (Beim Kaninchen) ein, ein so hübsches Lokal mit sehr leckerem Essen (Muscheln in einem wunderbaren Sud) und einem einheimischem Weisswein; Bernd setzt gleich einen Marker im Handy, denn da würden wir bei einem nächsten Besuch gerne wieder einkehren!
Nach einem grosszügigen Spaziergang durch die Altstadt überqueren wir wieder die Eiffelbrücke auf der unteren Etage und gelangen über die breite Promenade vorbei an Portwein-Winzern und Straßenhändlern zum Shuttlebus, der uns zum Schiffshafen Leixoes zurück bringt (dauert eine gute halbe Stunde).
Zum Auslaufen sind wir zum Sektempfang auf das Heli-Deck (Deck 6 vorne) eingeladen, das ist irgendwie immer toll. Danach erzählen wir in fröhlicher Runde beim Dinner mit unseren Tischnachbarn beiderseits und lassen den Abend gemütlich ausklingen…
Mittwoch, 6. Mai 2026, La Coruna (Spanien)
Vor ein paar Jahren hatten wir schon einmal in La Coruna angelegt – mit einem Regent Schiff und einen Tagesausflug mit Wanderung auf dem Jakobsweg und einem Besuch in Santiago de Compostela gebucht. Heute mit der Eclipse schauen wir uns die Stadt direkt vor unserem Pier an.
An der Promenade entlang gehts in die Altstadt mit kleinen Gassen, wo Einheimische vor kleinen Bars und Restaurants Tapas essen und Wein oder Sangria trinken. Inzwischen scheint die Sonne auf Plätze und in Gassen, der kleine Niesel vom Morgen ist vergessen. Weitläufig breitet sich vor uns die Fussgängerzone mit vielen Geschäften aus, laden zum shoppen ein…
Die Stadt war das Zuhause des jungen Picasso bis zu seinem 12. Lebensjahr, entsprechend gibt es das Museo de Belas Artes. Die Strände entlang der Küste werden gern besucht (allerdings ist es heute zu kühl dafür). Ein Gläschen local vine mit Tapas passt in Spanien immer zu einem kleinen Stopp, danach spazieren wir erfrischt weiter bis gegen 4h nachmittags – um 16.30h müssen eh alle zurück an Bord sein, denn um 17.00h verlässt die Eclipse La Coruna und damit Spanien Richtung England… imposant liegt die Stadt hinter uns, wird immer kleiner als wir die offene See erreichen.
Donnerstag, 7. Mai 2026, Seetag
Wow, nur noch 12 Grad draussen bei kräftigem Wind am Eingang zum Ärmelkanal – und nieseln tuts jetzt auch noch! Ein Seetag zum drinnen bleiben…
Der letzte Chick Abend dieser Tour lädt zum Filet Wellington- oder Lobster-Dinner ein, im Theater performen Sänger, Tänzer und Artisten die Show „Broadway Cabaret“, natürlich wieder begleitet vom Celebrity Orchester – und wieder fantastisch.
Freitag, 8. Mai 2026, Dover (England)
Schon von Weitem leuchten uns die weissen Kreidefelsen von Dover entgegen. Die Stadt wirkt sortiert und aufgeräumt, beinahe militärisch mit geraden Linien und mächtigen Anlandungen am Strand.
Unser letzter Hafenbesuch führt uns über die breite Promenade ins kleine Zentrum und die Marketstreet von Dover – Bummeln, schauen, geniessen -, das aber bald durchschritten ist.
Ein Taxi bringt uns dann hinauf in den weitläufigen Naturpark White Cliffs of Dover, wo sich ein Weitblick über die Stadt und den Hafen auftut. Auf z.T. befestigten Wanderwegen laufen wir bergan und bergab zwischen windgebogenen blühenden Büschen bis zu einer ausgezeichneten Stelle mit interessanten Daten: 21 Meilen ist hier der englische Kanal breit, 110m hoch sind die White Cliffs linksseitig von uns. Die Kreidefelsenfront ist zwischen 86 bis 91 Millionen Jahren alt. Etwa 400 Schiffe passieren täglich die Strait of Dover. Die erste Person (Captain Webb) durchschwamm bereits 1875 den Kanal.
Ein Stück weit wandern wir noch um beste Sicht auf die weisse Sehenswürdigkeit zu haben mit einem freien, luftigen Wohlgefühl. Wir sind wirklich beeindruckt.
Am Parkrestaurant lassen wir uns von einem Uber-Taxi abholen und zurück zum Cruiseport bringen.
Den letzten Abend an Bord geniessen wir wie all die anderen Abende auch mit unserer Tischgesellschaft, Theaterbesuch und Bar-Bekanntschaften.
Um 22.00h müssen die Koffer vor der Kabine stehen um am nächsten Morgen in Amsterdam an Land gebracht zu werden. Dann geht’s bald zu Bett, am nächsten Tage erwartet uns die Heimreise…
Fazit der Transatlantikreise: direkt vergleichen kann man die beiden Schiffe ICON und ECLIPSE nicht, denn das sind zwei verschiedene Dinge; das eine supermodern mit extremen Novitäten, für ehe Jüngere und Familien besonders geeignet und äusserst beeindruckend – die ECLIPSE eher gediegen und gemütlich, mit 10 Jahren Alter in entsprechendem Interieur zum Wohlfühlen und heimelig.
Service und Verpflegung auch hier spitze, Entertainment auch fantastisch und partymässig für jeden Geschmack getuned. Klar, bei einer Atlantiküberquerung ist das Publikum älter, denn 7 Seetag am Stück werden weniger von jungen Gästen gebucht. Uns hingegen gefällt besonders, rund um uns herum nur Himmel und Meer zu sehen bis zum Horizont (der vom obersten Deck übrigens nur ca. 25km entfernt ist). Die Kombination dieser vier Wochen hat uns wieder prima gefallen!!
Samstag, 9. Mai 2026, Amsterdam – Holland – zurück
Europa, du hast uns wieder! In Amsterdam macht die ECLIPSE in aller Frühe fest und erledigt den nötigen Formalitäten Austausch.
Ein kleines Frühstück reicht uns morgens um 8h, gegen halb neun verlassen wir die Eclipse, gehen durch die Einreise-Sicherheitskontrolle (Europäer-Line) und spazieren um 9h über die breite Promenade vom Cruiseport zum Bahnhof – die Verkehrs-Untertunnelung der letzten Jahre ist fertiggestellt – bequemer geht’s ja nicht. Im Bahnhof müssen wir etwas suchen, um unseren ICE nach Hannover zu finden, klappt prima und pünktlich ist die Bahn auch: 10.05h fahren wir ab,13.05h kommen wir in Hannover an – perfekt. Für eine Bratwurst hier im Bahnhof ist noch Zeit bevor Enno uns nach Meinersen bringt. Das waren vier supertolle Wochen – und bestimmt geht’s bald wieder los. So long…

