9 Naechte Karibik Cruise mit der EXPLORER OF THE SEAS

Geschrieben vor 12 Jahren von Irma live auf Hoher See.

Cape Liberty Cruise Port, New Jersey; Labadee, Haiti; Casa De Campo, Dominican Rep; Charlotte Amalie, St. Thomas; San Juan, Puerto Rico; Cape Liberty Cruise Port, New Jersey

Der ganze Reisebericht


Mittwoch, 2.Jan.08

Meinersen New York Anreise

Zu beinahe normaler Zeit um 6 Uhr morgens klingelt der Wecker. Die Koffer stehen parat, noch schnell eine Tasse Kaffee, da kommen schon pünktlich alle Mitreisenden auf unserem Hof an. In Reisestimmung fahren wir zum Flughafen Hannover, wo Elke und Ulli zu uns treffen. Jetzt sind wir komplett, checken ein, durchlaufen die Sicherheitskontrolle und fliegen ruckzuck nach Frankfurt. Nach gut zwei Stunden Aufenthalt heben wir mit halbstündiger Verspätung ab Richtung New York. Bis auf Irmgard und Horst sitzen wir anderen acht zusammen. Die Lufthansa-Flugbegleiter erfüllen uns freundlich unsere Getränkewünsche und servieren uns ein schmackhaftes Lachsmenü, sogar einen Degestif reichen sie. Die halbe Flugzeit ist schon fast um, wir lesen und rätseln, schlummern oder sehen fern. Relativ ausgeruht landen wir in Newark, New Jersey, durchlaufen zügig die Immigration. Auf die Koffer müssen wir etwas warten, einige Koffer fahren auf dem Band immer wieder rund. Da Herbert etwas ungeduldig ist nimmt er mehrfach den immer selben Koffer und schaut, ob es seiner ist. Und jedes Mal sagt Roswitha: Herbert, das ist nicht unser Koffer! und wir anderen freuen uns darüber! Als dann aber alle Koffer angekommen sind bringt uns ein Shuttle in das erst ein Jahr alte Radisson Hotel Carteret. Bei Pitcherbeer und Burgern merken wir langsam die Müdigkeit kommen, es ist inzwischen 10 Uhr abends (in Deutschland nachts 4 Uhr) da haben wir gut durchgehalten! In den geräumigen Zimmern erwarten uns zwei grosse Queensitze Betten, die wir mit Luft selbst auf den gewünschten Härtegrad einstellen können (beinahe wie ein Wasserbett). Ich schlafe wie ein Murmeltier bis morgens um halb sechs, Bernd ist allerdings nachts um drei Uhr schon wach.

Donnerstag, 3.Jan.08

New York

Zum Frühstück treffen wir uns um 8 Uhr. Frisch, ausgeruht und gut gelaunt geben wir unsere Bestellungen auf das klappt zum Teil, die Information, das Continental Breakfast am Buffet abzuholen, war zwischendurch versickert. Eine ungeplante Gruppe von 40 Japanern hat den Ablauf ein wenig durcheinander gebracht. In unsere wärmsten Sachen gehüllt besteigen wir den Bus von Carefree-Bus-Tours zu einer Manhattan-Tour, freuen uns auf den klaren, sonnigen aber eiskalten Tag. Schon nach kurzer Fahrt fängt der Bus an zu piepen und hört nicht wieder auf: Der Kompressor für die Luftfederung dieses grossen Busses fängt an zu stottern, vermutlich aufgrund der tiefen Temperaturen. Das bedeutet, wir müssen eine Bus-Reparatur-Garage aufsuchen. Al, der Fahrer, bemüht sich redlich um Ersatz, da dieser Bus nicht weiterfahren kann. Zum Glück kommt ein Ersatzbus ca. einer Stunde später, so dass wir die Fahrt fortsetzen können. Der neue Bus ist eiskalt. Die Heizung wird erst warm, wenn die Betriebstemperatur steigt aber das wird dauern! In Manhattan wartet Edith auf uns, unsere sehr symphatische und sehr wissende Reiseführerin. Mit unseren fast zwei Stunden Verspätung steigt sie zu uns. Unsere Tour führt uns vorbei an der Metropolitan Oper Richtung Central Park zu dem Haus, in dem John Lennon mit seiner Yoko Ono gelebt hat und vor dessen Eingang er erschossen wurde. Heute wohnen dort viele Promis in den sehr teuren, luxuriösen Wohnungen. Wir spazieren zum Strawberry Field (benannt nach dem wohl bekanntesten Song von J. Lennon) im Central Park, wo ein kreisrundes Mosaik-Memorial mit der Intarsie IMAGINE täglich von einem Flower-Power-Fan mit frischen Blumen geschmückt wird. Heute allerdings ist es ihm wohl zu kalt, Blumen liegen dort, er aber ist nicht zu sehen. Es sind gefühlte minus 20 Grad Celsius!!! und uns fallen bald die Nasen ab. Trotzdem gehen wir noch zum Mittelpunkt des Gentlemen Sports Parks, wie er auch genannt wird, sehen das Bootshaus am See, den Brunnen und die Mosaiken an, die erst vor kurzem eröffnet wurden. Im Bus ist es immer noch kalt, aber halt wärmer als draussen. Meine Füsse tauen gar nicht mehr auf! Weiter geht die Fahrt entlang der Museumsmeile vorbei am Guggenheim und Museum of Modern Art, dem sehr noblen Knickerbocker-Club entlang der 5. Avenue mit Tiffany, Cartier, Wempe, Sacks, Versace, Dior, etc., etc. Am Rockefeller Center steigen wir am weltbekannten grossen Weihnachtsbaum aus (27 m hoch, mit 30.000 Leuchtdioden in grün, blau, rot und weiss geschmückt) mit der Eislauffläche und der goldenen Prometheus Statue. Sonst nur im TV gesehen stehen wir jetzt selbst hier! Und wir fahren (für ca. 18 $) in die 67. Etage des Rockefeller Center, dem Top of the Rock hinauf. Innerhalb von 54 Sekunden erklimmt der Fahrstuhl diese 67 Etagen, eine gläserne Decke gibt den Blick nach oben frei, um die Geschwindigkeit empfinden zu können. Wir steigen aus: bei dem Blick über New York bei klarer Sicht, Sonne und blassblauem Himmel vergessen wir sogar für einen Moment die Kälte. Ein atemberaubendes Panorama breitet sich rund um uns aus. Wir blicken auf den Central Park, wo wir kurz zuvor spazierten, auf das Empire State Building, Chrysler Building, sehen in der Ferne Miss Liberty und die Stelle, wo die Zwillingstürme des Welthandelszentrum standen. Allein dieser Blick ist schon die Tour wert! Wieder unten angekommen fährt uns der Bus über den Timesquare (den bekannten Theaterdistrikt), den Broadway Richtung Süden durch Greenage Village (Künstlerviertel), Chinatown vorbei am New Yorker Rathaus, Verwaltungsgebäuden Richtung Lower Manhattan zum Battery Park, wo wir aussteigen, um die Geschichte der damals von Frankreich geschenkten Freiheitsstatue zu hören. Der eiskalte Wind fegt vom Meer und dem Hudson über unsere Köpfe hinweg. Nach kurzer Fahrt erreichen wir unseren letzten Stop: den Wintergarten im Finanzdistrikt, der traumhaft in seiner Weihnachtsdekoration funkelt. Von der Empore aus schauen wir direkt in Ground Zero hinein das grosse Loch, wo bis 11.9.2001 die Twin Towers (Zwillingstürme) gestanden haben. Jeder erinnert sich an diesen Tag des Schreckens, als die beiden Flugzeuge in die Türme flogen. Edith berichtet, wie viele umliegende Wolkenkratzer beschädigt wurden, über die Folgen und einige persönliche Schicksale. Ein noch höheres Gebäude von dem Architekten Liebeskind wird hier entstehen. Zurück im Bus verabschieden wir Edith mit Dank für die informative, interessante und so charmant geführte Tour durch Manhattan. Wir fahren zurück durch den Lincoln Tunnel nach New Jersey. Jetzt wird der Bus endlich warm! Unser Busfahrer Al setzt uns an der Woodbridge Mall ab. Wir haben Hunger und Durst und suchen etwas erschöpft direkt ein Steakrestaurant auf. Den Abschluss des Dinners krönt ein Schnäpsle, das Herbert noch auf seinen Geburtstag ausgibt (er hatte Neujahr seinen Ehrentag). Prost! Auf lange Gesundheit! Zum Shoppen in der netten Mall haben wir keine Lust mehr, aber ein üppiges Eis schleckern wir noch, ehe wir freundlicherweise vom Hotelshuttle abgeholt werden. In der gemütlichen Hotelbar gibt Bernd noch einen aus, denn durch die Zeitverschiebung hat er heute seit 6 Uhr abends Geburtstag.

Freitag, 4.Jan.08

Cape Liberty Cruise Port, New Jersey, Einschiffung

Nach und nach kommt unsere Truppe gegen 9 Uhr zum Frühstück. Die Koffer sind schon zusammengepackt, Sigrid, Hans-Heinrich, Roswitha, Herbert und Irmgard halten ein Pläuschchen am knisternden Kamin in der Halle, Horst hält das auf Film fest, und da kommen auch Elke und Ulli. Wir sind komplett. Alles einsteigen und ab fährt der Shuttle um 11 Uhr vom Hotel zum Cruise Port Bayonne, der ca. eine halbe Stunde entfernt liegt. Der Cape Liberty Cruise Port ist ein Containerhafen, also nicht so hübsch wie z. B. der Kreuzfahrthafen von Miami. Als wir gegen halb zwölf dort ankommen erwartet uns eine Hiobsbotschaft: die Explorer hat Verspätung, sie fährt gerade erst in den Hafen ein, als wir eigentlich boarden wollten! In Puerto Rico, als das Schiff den Hafen schon verlassen hatte, trat ein medizinischer Notfall ein. Die Explorer musste umkehren, ein Hubschrauber flog den Notpatienten aus gute Besserung unbekannter Weise. Extrem schlechtes Wetter, sehr hohe Wellen und Wind verzögerten die Rückfahrt zusätzlich, so das eine Verspätung von insgesamt 5 Stunden auflief. Und fast so lange müssen wir jetzt unsere Zeit in dem Hafenterminal verbringen. Ca. 3000 Passagiere warten hier geduldig, dass ihnen die Schiffspässe ausgehändigt werden und sie endlich aufs Schiff können. Hotdogs, Sandwichs, Nudeln, Pizza, Kaffee, Cookies etc. vertreiben Hunger und Durst, evtl. auch etwas lange Weile, aber letztlich sind wir doch etwas genervt von der langen Warterei. Roswitha und Sigrid versuchen sich an einem schwierigen Sudoku (was sie vorher nicht kannten), ich lese den dritten Teil der Glasbläserin, Ulli und Elke sind mit ihren Ipods beschäftigt, die anderen vertreten sich die Beine und Bernd unterhält sich hier und da mit anderen Reisenden. Endlich! Endlich! wird unsere Nr. 5 für den Shuttle aufgerufen, jetzt geht es fix: rein in den Bus, 5 Min. Fahrt und rein ins Schiff!! Wir boarden auf Deck 1, nehmen die Treppen bis Deck 5 und gehen über die Promenade, das hübsche Herzstück des Schiffes, aber Freude will so recht nicht aufkommen, das Warten hat uns ermüdet. Wir suchen unsere Kabinen auf, schliessen die Wertsachen in den Safe und treffen uns auf Deck 4 zum Dinner. Als erstes trinken wir ein Glas Sekt Bernd hat ja heute erst richtig Geburtstag und das Perlen im Glas gibt uns wieder etwas Schwung. Wir bestellen das Dinner und Getränke jedem schmeckt es gut, noch einen Kaffee zum Abschluss und dann müssen wir alle zur Sicherheitsübung! Also, Schwimmweste aus der Kabine holen, zur Muster Station gehen, den Drill über sich ergehen lassen und wieder zurück zur Kabine. So, dass wäre geschafft. Jetzt muss aber noch etwas Schönes folgen: Auf Deck 14 treffen wir uns in der Viking Crown Lounge. Hier haben wir einen beinahe Rundumblick auf die Skyline von Manhattan und New Jersey. Es ist 9 Uhr abends als die Explorer ablegt und den Hafen verlässt. Die prominenten Highlights wie z. B. Empire State Building und Freiheitsstatue sind gut erkennbar, bevor wir unter der Verrazano Bridge wie es scheint zentimeterknapp hindurch und aufs offene Meer hinausfahren. Sigrid, Roswitha, Herbert und Hans-Heinrich geniessen das Schauspiel bei Bier und Gin Tonic aus bequemen Sesseln, Irmgard, Horst, Bernd und ich sitzen an einem Bartisch, während sich Elke und Ulli draussen auf Deck 12 vom kalten Wind zerzausen lassen. Mit diesem schönen Eindruck vor Augen ziehen wir uns in unsere geräumigen Balkonkabinen auf Deck 7 im vorderen Schiffsteil zur Nacht zurück.

Samstag, 5.Jan.08

Seetag

Es ist 6.30 Uhr früh als wir die Gardinen zur Seite schieben. Morgenrot leuchtet am Horizont. Um 07.05 Uhr soll Sonnenaufgang sein. Da rufen wir doch mal Ulli und Horst an, deren Kabinen auf unserer Backbordseite liegen, damit die das nicht verpassen! Tatsächlich taucht um 7 Uhr der rotglühende Sonnenball aus dem Meer einfach schön! Eine Kleinigkeit im CafÈ Promenade soll heute morgen für uns beide reichen. Da treffen wir auch die anderen, als sie auf dem Weg zum Frühstück ins Windjammer CafÈ sind und verabreden uns für 11 Uhr zu einer kleinen Schiffsführung. Daten der Explorer of the Seasî: Länge: 311 Meter, Breite: 48 Meter, Tiefgang: 8,8 Meter, Passagiere: 3.114, Bruttoraumzahl: 138.000 Tonnen, Geschwindigkeit: 22 Knoten Ganz oben in der kleinen Kapelle auf Deck 15 beginnen wir unsere Tour, gehen über das Sportsdeck mit Kletterwand, Minigolf, Basketballplatz etc., den Kinderbereich, die Pooldecks zum Spabereich mit Fitnessgeräten und Wellnessbereich, fahren hinunter zur Schooner Bar, Disco, und ins Casino, wo wir ein paar Coins in die einarmigen Banditen stecken. Alles scheint verloren als plötzlich mein Spielautomaten doch 60 Münzen ausspuckt! Hurra! Weiter geht´s auf Deck 3 zur Art- und Fotogalerie und Studio B, dem Eisstadion. Die anderen Aussenbereiche heben wir uns für wärmeres Wetter auf. Es ist übrigens ein sehr sonniger Tag, die Temperaturen klettern aufwärts, wir befinden uns jetzt am Nachmittag auf der Höhe von North Carolina. Morgen früh können wir vielleicht schon in der Sonne liegen. Den Nachmittag verbummelt jeder für sich mit shoppen, Kaffeetrinken, etc. bevor wir uns heute Abend schick machen für das Kapitäns-Dinner. Glenn heisst unser Tischkellner aus Indien, er ist freundlich, schnell und sehr umsichtig, wie auch sein Assistenzkellner Angelo, der für Wasser, Soßen, Abräumen etc. zuständig ist. Wir bekommen unsere Menükarten in deutscher Sprache und suchen uns die leckersten Speisen aus. Vom Essen sind wir sehr angetan, von Vorspeise bis Dessert schmeckt alles ausgezeichnet. Und wie schick wir alle aussehen an unserem 10er Tisch am Fenster auf Deck 3 im Magellan-Speisesaal! In der Promenade findet heute der Kapitänsempfang statt eine Gläschen Sekt wird gereicht und Captain Ryan hält eine Ansprache und begrüsst seine Gäste auf der Explorer of the Seas. Die Swing Show im Theater unterhält uns mit den Sängern und Tänzern von Royal Carribean, eine schnelle Show mit bekannten und unbekannten Liedern, und lässt den Abend ausklingen.

Sonntag, 6.Jan.08

Seetag

Wieder wachen mit dem Sonnenaufgang auf es wird ein schöner Tag allerdings pfeift der Wind ganz schön kräftig übers Sonnendeck. An etwas geschützteren Stellen ist es aber schon sehr angenehm. Eine Tasse Kaffee und ein Snack am Nachmittag sind eine nette Unterbrechung, bevor wir um 17 Uhr die fenomenale Eisshow "Spirits of the Season" anschauen. Die hat uns allen wirklich gefallen! Wie diese hübschen jungen Menschen auf einer relativ kleinen Eisfläche dreifache Sprünge, Hebefiguren und ‹berschläge hinbekommen! Und wie elegant oder schön bunt die Kostüme sind! Direkt von hier gehen wir zum Dinner: heute ist italienische Nacht es gibt Lamm, Marsala Chicken und vor allen gegrillte Riesenscampis hm lecker! Und alle 122 Kellner stehen auf den Treppen des Speisesaals und singen für uns O Sole Mio... und unsere Kellner zusätzlich jedem unserer Geburtstagskinder ein Happy Birthday Ständchen. Wir bummeln noch über Deck 4 und 5, trinken hier noch einen Cocktail oder ein Bier und sitzen zum Schluss zu sechst im Pub beim Gitarrenspieler...

Montag, 7.Jan.08

Labadee, Haiti

Labadee ist ein privates Paradies von Royal Caribbean, eine Landzunge an der Nordküste Haitis (Haiti und Dominikanische Republik bilden gemeinsam Hispanola, die zweitgrösste Insel der Grossen Antillen). Das Panorama bietet üppig begrünte Berge, die im Nebeldunst liegen, hübsche Strände mit Palmen, an die das für die Karibik typische türkisblaue Meer spült. Um halb neun treffen wir uns zum Frühstück im Speisesaal mit Vorfreude auf unseren ersten Landgang. Der Himmel ist verhangen, Labadee liegt vor uns. Leider können wir uns viel Zeit lassen beim frühstücken, denn der Kapitän hat gerade entschieden, dass wir wegen des schlechten Wetters, hoher Wellen und Wind von 30 Knoten nicht in Labadee bleiben können. Es ist zu gefährlich zu tendern und Sicherheit geht nun mal vor. Zu schade! Irgendwie und irgendwo ist hier ein Wurm drin. Das muss sich dringend ändern jetzt hatten wir genug Unwegsamkeiten. Damit das gelingt trinken wir erstmal ein Glas Sekt, da hatte Hans-Heinrich doch eine gute Idee. Na dann Prost!!! Es ist jetzt morgens 11 Uhr, von Deck 14 aus beobachten wir das Pooldeck, wo doch manche versuchen sich zu sonnen, und machen uns einen flotten Vormittag mit noch weiteren ein zwei Gläschen.... Am Nachmittag ruhen wir uns fürs Dinner aus und für die Show Fast Forward, die einige von uns anschauen.

Dienstag, 8.Jan.08

Casa De Campo, Dominican Republic

1942 erreichte Columbus Hispaniola. Um 1700 wurde die Insel geteilt zwischen Spanien und Frankreich. Heute ist die Dominikanische Republik unabhängig, sie umfasst zwei Drittel der Fläche von Hispaniola mit ca. 18.700 square miles und hat ca. 7,5 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Santo Domingo. Ein Exilkubaner hat um 1960 in Casa de Campo (Landhaus) eine Zuckermühle zum grössten Zuckerproduzenten der Welt gemacht und dieses Gebiet zu einem weltbekannten karibischen Urlaubsziel entwickelt. Die Sonne scheint! der Himmel ist blau bei karibischen 30 Grad. Na bitte! Morgens um 10 treffen wir uns zu unserem Ausflug. Bernd hat mit Chocolate, einem fröhlichen Schwarzen, schon mal Absprachen getroffen, so besorgt der uns Shuttle Bustickets und lässt uns ohne anzustehen in einen Bus steigen. Ca. eine halbe Stunde dauert die Fahrt durch hübsch angelegte Hotelressorts, Golfplätzen oder Privatanwesen. In Altos de Chavon einem kleinen historischen spanischen Dorf auf einem Hügel gelegen steigen wir aus. Pituresk und wunderschön liegen die kleinen Häuser und die katholische Kirche um einen Dorfplatz mit Brunnen. Der Ausblick über das grüne Tal mit dem braunen Fluss Chavon ist atemberaubend. Die Gebäude aus Terrakotta- und Korallengestein beherbergen Galerien, Ateliers, Shops und CafÈs und Restaurants. Lauschige Plätze in den Gassen und auf Terrassen laden zum Verweilen ein. Das grosse Amphitheater lässt uns staunen und Roswitha an die Aidaaufführung in Verona zurückdenken. Einheimische Musiker spielen lateinamerikanische Lieder. Abends finden hier Shows statt. Auf der Terrasse eines kleinen sehr hübschen Restaurants gönnen wir uns eine Pause mit einem Gläschen Sekt für die Frauen und einem Bier für unsere Herren, geniessen diesen wunderbaren Ausblick und die Urlaubsstimmung. In dem kleinen Museum entdecken wir eine Pflanze, die niemand von uns kennt; sie hat große Früchte, denen Heilkräfte nachgesagt werden und sehen aus wie verformte Melonen. Ein wenig bummeln wir noch durch die Shops und wandeln unter den üppigen Bäumen, bestaunen die flammenden Farben der Bouganvillen. Mit dem Shuttle fahren wir durch hübsches Wohngebiet zur kleinen Marina, die sich hufeisenförmig um einen Restaurantplatz am Yachthafen zieht. Hübsche Geschäfte sind zum überwiegenden Teil zur Siesta geschlossen, so wackeln wir einmal rundherum und lassen uns dann zum Schiff zurückbringen. Aus alter Gewohnheit stoppen wir im CafÈ Promenade zu einer kleinen Stärkung und geniessen dann die Sonne auf Deck 12. Wieder gefällt uns das Dinner ausgezeichnet. Um 11 Uhr abends tanzen wir unter dem Sternenhimmel zu karibischen Rhythmen und schnökern am karibischen Buffet Leckereien wie schokogetauchte Erdbeeren, Törtchen, Häppchen oder lackiertem Spanferkel. Bernd und Ulli haben heute Teatime: Long Island Icetea genau, der hat´s in sich und macht Bernds Zunge schwer und den letzten schafft er nur noch halb, Ulli verzieht keine Mine. Die anderen sind schon längst zu Bett gegangen...

Mittwoch, 9.Jan.08

Charlotte Amalie, St. Thomas

Früher besuchten der Pirat Blackbeard und Sir Francis Drake die Insel St. Thomas, heute ist sie ein Spielplatz für Karibikurlauber. Die Insel gehört zu den US-Jungferninseln und ist als Urlaubsziel besonders beliebt bei den Amerikanern. Wieder meint es das Wetter gut mit uns. Mit einem open-air-taxi fahren wir aus dem Hafengebiet durch Charlotte Amelie und erklimmen mit rasantem Tempo die regenwaldähnlichen Berge. Atemberaubende Aussichten auf den Hafen mit heute 6 Kreuzfahrtschiffen! und auf unseren angesteuerten Strand lassen unsere Augen leuchten. Magens Bay liegt hufeisenförmig in einem Statepark. Wir bezahlen $4 Eintritt und marschieren am Strand entlang zu einem Platz abseits des Restaurantbetriebs. Ausziehen und sofort in das glasklare ca. 25 Grad warme Wasser, das heute leichte Wellen schlägt. Wir lassen uns schaukeln und wollen gar nicht wieder herauskommen. Einige Meter neben unserem Liegeplatz entdecken wir eine Braut in ihrem weissen Kleid dass sehen wir uns aus der Nähe an! An diesem Strand finden häufig Trauungen statt, Hochzeitsausstatter machen alles hübsch mit Blüten, Palmenblättern, Muscheln, Hochzeitstorte und Sekt, Altar und Kerzen, Prediger und sogar Musik je nachdem, was man sich aussucht (und bezahlt). Das Panorama vom Wasser aus ist besonders schön: das türkisfarbene Wasser wird gesäumt von hellem Sand, Palmen biegen sich vor dichtem Grün in den strahlend blauen Himmel mit vereinzelten weissen Wölkchen. Rechts und links ist der Strand eingerahmt von bewaldeten Bergen in denen einzelne Häuser hängen. Wir geniessen das Strandleben und vor allem das Meer. Als wir zusammenpacken führt uns der Weg zur Strandbar ein leckerer Pina Colada unter einem Blätterdach mit Blick über die Bucht tut jetzt gut. Unsere nette Taxifahrerin bringt uns auf Umwegen zurück zum Cruiseport. Fotostops auf unsere Bucht und auf den Hafen Charlotte Amelie mit der Explorer lassen uns filmen und fotografieren als könnten wir diesen Moment mit nach Hause nehmen. Zum Auslaufen gehen wir um 6 Uhr auf Deck 12: die Sonne geht unter, die Lichter in der Bucht gehen an, der Hafen ist blau beleuchtet. Die Explorer bewegt sich unmerklich von der Kaimauer weg und sticht in See die Lichter von Charlotte Amelie werden immer kleiner. Wie romantisch das ist. Oh weh, jetzt sind wir etwas spät zum Essen, Irmgard und Horst warten schon. Wieder ist das Dinner äussert schmackhaft. Der Geigenspieler im Theater ist virtuos, aber Bernd ist so müde, dass wir bald die Show verlassen und zu Bett gehen. Ich weiss gar nicht, ob sonst einer von uns diese tolle Show sieht?

Donnerstag, 10.Jan.08

San Juan, Puerto Rico

Puerto Rico ist die kleinste und östlichste Inseln der grossen Antillen mit vielen Bergen, Untergrundhöhlen, Korallenriffen und weissen Stränden. Der Regenwald ist der Hauptwasserlieferant dieser Insel. In der Hauptstadt San Juan leben 1,6 Mio. der insgesamt ca. 4 Mio. Einwohner. Die bekanntesten Güter sind Bacardi Rum, Kaffee und Ricky Martin. Mario fährt uns mit seinem Taxi (nur US$ 14 pro Nase) durch die Stadt zur Bacardi-Destillerie. Nach einem Probedrink (z. B. Mojito) im hübschen Pavillon, der eine Bar und Sitzplätze bereit hält, bringt uns ein Bähnle zu den Besucherhallen. Ein Film über die Entwicklungsstationen erklärt uns, dass die Fledermaus schon seit Gründung der Rumfabrik in Kuba das Symbol für den weltbekannten Rum ist. Schnupperproben lassen uns das Aroma der inzwischen 25 verschiedenen Geschmacksrichtungen riechen. 600 Angestellte arbeiten in dieser Firma auf Puerto Rico, Hauptsitz ist aber seit Jahren auf den Bermudas. Ein kleiner Bummel durch den Shop (Ulli und Elke gönnen sich einen über 12 Jahre alten Rum limited Edition als Leckerchen für zu Hause) lässt uns einige Andenken kaufen, ein weiterer Sampler mit Vanille oder Kokos etc. bringt uns dann auf den Weg nach San Juan zurück an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und dem Strand von der Neustadt San Juan der Condado (Stadtstrand) vorbei zu El Morro, der Festung, die dem Spanier Juan... der mit seinen 50 Leuten auf die Insel kam, als Schutz vom Meer her gedient hat, wogegen die Festung San Christobal Schutz vom Land her bot. Noch heute ist das Meiste der alten die Festungen verbindende Stadtmauer um San Juan erhalten. Mario bringt uns zum El Convento Hotel, einer ehemaligen Abtei, das heute zu den 6 luxuriösesten Kleinhotels der Welt zählt. Der hübsche Innenhof böte jetzt eine willkommene Rast, aber uns bleibt nicht mehr so viel Zeit. Zu Fuss durchstreifen wir nun die Altstadt, kehren ein wo der Pina Colada erfunden wurde (und probieren ihn) und sind just in time um halb zwei am Schiff. Beim Auslaufen liegen wir in der Sonne und schauen zurück auf die Festung El Morro mit der alten Stadtmauer mit der weiss aufschäumenden Gischt des blauen Meeres... Die Show "Invitation to Dance" ist schwungvoll und hält einen Musikschnitt für jeden Geschmack bereit. Die Tänzer sind sehr schnell und exakt und hübsch anzusehen. Gefällt uns allen gut. Heute treffen wir uns in der Promenade im Pub und haben die besten Plätze für die Village People, die auf der Brücke und durch die Strasse tanzen. Am Roulettetisch hat Bernd heute keine Glück, auch Ulli und Hans Heinrich werden ihren Einsatz schnell los. Aber an den einarmigen Banditen haben wir viel Spass und Sigrid und ich gewinnen sogar ein paar Dollar. Den Abschluss finden wir in der Schooner Bar, wonach wir noch eine Nase frischen Wind auf Deck 4 zur guten Nacht holen.

Freitag, 11.Jan.08

Seetag

Sonne pur bei 24 Grad und leichtem Wind gönnen uns einen wunderbaren relaxten Seetag. Jeder hat seinen Platz gefunden und geniesst das weite Meer... Zum heutigen Galaabend machen wir uns wieder schick. Wir freuen uns aufs Dinner heute gibt es Lobster (Hummer) und der ist total lecker! Eine Dame, die aussieht wie Pamela Anderson bietet im Theater Gesang und Gitarrenspiel nichts für uns, finden wir schrecklich und gehen wieder raus.

Samstag, 12.Jan.08

Seetag

Die Sonne scheint immer noch hurra! unser letzter Seetag beginnt mit warmen Temperaturen, wir befinden uns auf der Höhe von North Carolina. Viele Passagiere liegen auf dem Pool- und Sonnendeck, so auch Roswitha, Herbert, Sigrid und Hans-Heinrich, die haben einen windgeschützten Platz auf den Sonnenterrassen gefunden und machen einen kleinen Mittagsschlaf. Horst und Irmgard haben wir noch nicht gesehen, wir beide sitzen mit Elke und Ulli in der Viking Crown Lounge, laden Fotos in den Laptop und ich schreibe unseren Reisebericht. Am Nachmittag um 4 Uhr treffen wir uns in unserer Balkonkabine, besprechen die Auscheck-Modalitäten, trinken ein Gläschen Sekt und Hans Heinrich bekommt seine ersehnte Landkarte von den karibischen Inseln. Einen Teil der Fotos schauen wir uns auf dem Laptop an und erinnern uns gern an die erlebten Ausflüge. Die Fair Well Parade in der Promenade ist glitzernd und temperamentvoll mit hübschen Kostümen und eben amerikanisch bunt. Der Koffer will nun auch noch gepackt werden, aber das geht ja ruck zuck. Zum Dinner erscheinen wir mit unseren Knisterumschlägen; die Trinkgelder für unseren Kellner Glenn, Assistenzkellner Angelo und den Headwaiter Memet sind in diese Kuverts gepackt, und die überreichen wir nach dem Essen mit bestem Dank für den tollen Service und die Aufmerksamkeit, die man uns schenkte. Eine herzliche Umarmung bekommen wir als Dank. In Dizzy¥s Bar (Deck 14) treffen wir uns nach und nach zu einem Abschiedsdrink es ist unser letzter Abend auf dem Schiff...

Sonntag, 13.Jan.08

Cape Liberty Cruise Port, New Jersey, Abreise

Um 7 Uhr läutet der Weckruf aus dem Telefon die Gardine haben wir schon aufgezogen: es dämmert, ein Lichterstreifen am Horizont zeigt schon die ersten Häuser von New Jersey/New York. Ganz langsam gleiten wir unter der Verrazano Bridge hindurch Miss Liberty ist bald zu sehen und die Skyline von Manhattan. Die Morgensonne taucht die Szenerie in einen roten Schein. Jetzt aber fertig werden! Um 8 Uhr treffen wir uns auf Deck 3 im Speisesaal zu einem relaxten Frühstück, Glenn begrüsst uns und führt uns zu einem Tisch. Am letzten Tag darf es ruhig noch mal ein Omelett sein und ein Plundertörtchen schliesslich haben wir einen langen Tag vor uns. In der Viking Crown Lounge warten wir, bis die meisten Passagiere die Explorer verlassen haben eine Flasche Sekt gibt es auch noch, die hatten wir gestern Abend als Geschenk von Julia (Freundin) auf unserer Kabine stehen, und die trinken wir jetzt. Die Royal Suite, Suiten und Minisuiten besichtigen wir mit Ahs und Ohs und dann ist es Zeit, die Explorer zu verlassen. Wir stellen uns für den Shuttle zur Cruiseporthalle an, was zügig geht so wie auch die Immigrations-Kontrolle. Bald besteigen wir einen Taxibus, und in rasanter Fahrt geht´s zum Lufthansaschalter im Newark International Airport. Hier und da werden ein paar Einkäufe getätigt. Um halb zwei können wir einchecken, fahren mit dem Skytrain zu den Parkdeck und mit einem Shuttle ins Sheraton Airport Hotel. Ein schönes Haus! Grosszügig empfängt uns die Halle mit üppigen Sesseln und Sofas, sogar ein Indoor-Pool liegt gemach in der Lobby. Unserem Hunger werden wir im Restaurant mit Sandwichs und Burgern gerecht. Danach liegt Ulli auf einer Liege am Pool und nickt ein, wir anderen sitzen in den einladenden Sesseln und warten bequem, dass der Nachmittag herumgeht. Gegen 17.30 Uhr besteigen wir wieder den Shuttle zurück zum Airport, gehen durch die Sicherheitskontrolle und warten am Gate B 63 bis mit einer viertel Stunde Verspätung das Boarding beginnt. In dem Airbus der Lufthansa alle Zweierreihen am Fenster hintereinander, nur Irmgard und Horst sitzen auf der anderen Seite. Nach einem Aperitif und einem Nudel- oder Chickenmenue wir es ruhig in der Maschine. Die meisten haben die Augen geschlossen...

Montag, 14.Jan.08

Ankunft zuhause

Als das Licht wieder eingeschaltet wird mache ich die Augen auf und mir wird direkt ein kleines Frühstückspäckchen gereicht. Schnell ist der Flug vergangen. In einer Stunde erreichen wir München. Mit etwas Verspätung landen wir, gehen zügig zu dem entsprechenden Gate nach Hannover alle Passagiere sind schon eingestiegen, wir sind zum Boarding etwas zu spät, schaffen aber den Flug noch bequem. Nach einer weiteren Stunde Flugzeit kommen wir in Hannover um viertel nach 12 Uhr an und staunen, dass es unser Gepäck trotz des kurzen Zwischenstops ebenfalls geschafft hat. In der Halle des Flughafen Hannover erwarten uns schon unsere Abholer, noch schnell ein Foto jetzt heisst es Abschied nehmen nach 12 Tagen Urlaub, die uns einander doch näher gebracht haben. Wir haben uns gut verstanden, viel gesehen und gelacht. Es war uns eine Freude mit Euch zu reisen und hoffen, dass die Eindrücke von New York und das Karibikfeeling beim Anschauen der Fotos lebhaft in Eurer Erinnerung sind, obwohl hier zu Hause der Winter ja noch vor der Tür steht. Bis bald - Euer Bernd und Eure Irma

Happy Cruising wuenscht IDee-Cruises.de,

Irma & Bernd Deeke