14 Naechte Karibik-Cruise mit der MARINER of the SEAS

Geschrieben vor 11 Jahren von Irma live auf Hoher See.

Labadee, Haiti; Ocho Rios, Jamaica; George Town, Grand Cayman; Cozumel, Mexico; Port Canaveral, Florida; Cococay, Bahamas; Charlotte Amalie, St. Thomas; Philipsburg, St. Maarten

Der ganze Reisebericht


Freitag, 31.10.2008

Anreise Miami (Florida)

05.15 Uhr morgens Treffen am Meinerser Bahnhof bei Regenwetter mit 4 Grad! Gute Zeit, um der Sonne entgegenzufliegen. Aber vorerst fahren wir mit dem Zug nach Hannover, legen ein kleines Fruehstueck bei Gosch ein, um dann mit dem ICE um 6.21 Uhr nach Duesseldorf zu fahren. Wir hatten Plaetze reserviert, waere aber nicht noetig gewesen, der Zug war ausnahmsweise nur spaerlich besetzt. Ulrike hat Sekt mitgebracht, der zu unseren Lachsbroetchen auch schon so frueh am Morgen schmeckt und unseren Urlaub angenehm einleitet. Nach ca. zweieinhalb Stunden kommen wir im Flughafen Duesseldorf an, der Skytrain bringt uns zum Terminal A, wo noch ein wenig Zeit zum Bummeln bleibt vorm Boarding. Puenktlich startet unser Airbus A340 um 12.05 Uhr nach Florida. Zu Beginn des Fluges ist es etwas turbulent, wodurch sich das Mittagsessen leicht verspaetet so koennen wir noch ein wenig unsere mueden Augen pflegen. Der Bordservice in unserer Lufthansamaschine ist gut und freundlich, das Menue kann man essen, Getraenke gibt es ganz nach Wunsch wir werden gut versorgt. Eine halbe Stunde frueher als geplant landen wir in Miami 27 Grad leicht wolkig. Nach einer guten halben Stunde Anstehen am Emigration Counter nehmen wir unser Gepaeck vollzaehlig in Empfang, nehmen den Shuttle zum Wyndham Miami Airport Hotel und treffen uns nach kurzem Frischmachen zum obligatorischen Burger und American Beer in der Hotelbar. Bis gut neun Uhr Ortszeit halten wir durch, ehe wir muede in die bequemen Betten fallen.

Samstag, 1.11.2008

Miami - Cape Canaveral

Um 4 Uhr morgens bummert Bernd an Hotti und Ulrikes Wand sie haben das Zimmer neben uns. Sie sind wohl auch schon wach. Mit Kaffee im Bett verfolgen wir die letzten Geschehnisse des amerikanischen Wahlkampfs wird spannend! machen unsere alles o.k. Anrufe nach Deutschland. Nach und nach treffen wir uns bei fuer Florida ungewohnt frischen Temperaturen auf der Poolterrasse, beobachten die morgendlichen Golfspieler auf dem Platz gegenueber, und warten rauchend und/oder kaffeetrinkend auf Bernd und Hotti, die unser Auto vom Car Rental abholen. Gegen 10 Uhr parkt der Ford E350, 12sitzer, in der Hotelauffahrt. Sieht ja nicht so gross aus! fuer unsere vielen Koffer! Jetzt wird gepackt und geschoben, wieder raus mit dem einen Koffer, rein mit einem anderen, dann erstmal unsere schlanken Frauen nach hinten einsteigen, stopp, einer noch mal raus, drei Personen in die Mitte, davor noch einen Koffer, ein paar Gepaeckstuecke zwischen und neben uns und dann der spannende Moment: jaaaaaaa! die Tuer geht zu! Ufffff! Das war knapp! Inzwischen scheint die Sonne und es wird warm. Am Ocean Drive finden wir eine Parkluecke fuer unser Riesenbaby. Als erstes nehmen wir unsere Schuhe in die Hand, spazieren am bekannten Miami South Beach entlang, fuehlen den hellen Sand unter unseren Fuessen, halten das Gesicht in Sonne und Wind, fotografieren die typischen bunten Baywatch-Haeuschen und uns und das brausende Meer und finden es einfach toll. Im News CafÈ nehmen wir ein zweites Fruehstueck oder den ersten Cocktail inzwischen vieler, vieler Gaeste. Das News CafÈ ist ein beliebter Treffpunkt am Ocean Drive, hat 24 Stunden 365 Tage im Jahr geoeffnet und es gibt 24 Stunden Fruehstueck. Silvi koennte den ganzen Tag hier sitzen, nur das Treiben rundherum zu beobachten. Einen kleinen Besuch machen wir bei Humphrey Bogart, der lebenslaenglich in einem alten Buick vor dem Casablanca Hotel sitzt. Dann geht unsere Fahrt mit Blick auf die huebschen Haeuser und Boote linksseitig und die grossen, inzwischen renovierten Hotels von Miami North Beach weiter auf der A1A und I95 nach Norden. In der Sawgrass Mills Mall der groessten Mall Floridas Hoehe Fort Lauderdale - ist Shopping angesagt! Goetz findet ein neues Cap, Silvia ein Shirt fuer ihre Tochter, und heute hab ich auch mal etwas gekauft. Schatzi 1 und 2 essen genuesslich im Rainforest CafÈ, wo nach und nach alle anderen eintreffen hier ist Meetingpoint, weil dieses Restaurant so besonders und so amerikanisch ist (Gewitter im Dschungel, Elefanten und Affen bruellen, Krokodile fauchen...). Bei Regen fahren wir weiter auf dem Florida Turnpike, wechseln zur Interstate I95 bis zu unserem Hilton Hotel in Cocoa Beach! In der Bar spielt Life Musik, wir essen zu Abend, trinken 2for1 Bier oder Wein (happy hour von 8 bis 10 Uhr) und freuen uns ueber den Kellner Jim, der viel Verstaendnis fuer unser Durcheinanderbestellen hat. Gegen 10 Uhr spueren wir das Sandmaennchen kommen der Jetlag greift um sich!

Sonntag, 2.11.2008

Cape Canaveral, Einschiffung

Seit 2 Uhr schon versucht Bernd, mich mit seinem Blaettern und Laptop-Hantieren wach zu kriegen, aber ich mache meine Augen einfach nicht auf. Erst gegen halb sieben kann er mich mit einem Kaffee am Bett ueberzeugen aufzustehen (die amerikanischen Hotels haben ja immer Kaffeemaschinen im Zimmer). Es regnet. Es hat die ganze Nacht geregnet. Und sehr warm ist es nicht. Der Wetterbericht behaelt recht: Regenfront ueber der gesamten Ostkueste Floridas. Nicht so schlimm, wir packen nach dem Fruehstueck unsere Sachen zusammen, bringen sie zum Dollar-Car-Rental, besuchen kurz das huebsche Radisson at the Port Hotel, in dem leider nichts mehr frei war. 1.800 Harley-Fahrer aus verschiedensten Nationen haben sich hier zusammengefunden. Sie cruisen ebenfalls mit unserer Mariner fuer einen guten Zweck: der UEberschuss aus dieser Reise wird verschiedenen Dialyse-Krankenhaeusern gespendet, ausserdem finanzieren sie 16 Dialyse-Patienten diese Reise samt eingebrachtem AErtzeteam und Geraeten. Tolle Sache! Diesen vielen Harley-Liebhabern begegnen wir beim Einchecken am Cruiseport wieder. Der Dollar-Shuttle hatte uns hier her gebracht. Zwischenzeitlich war grosse Aufregung, Goetz war sein Portemonnaie zu dick, so hat er ein Buendel Dollarscheine wo anders verstaut nur wo?? Oder hat er sie gar im Hotelzimmer liegengelassen?? L Oh, oh... Schliesslich fragen wir ihn, ob er sie am Mann versteckt hat, und er erinnert sich: genau, in seinem Brustbeutel Gott sei Dank! Fuer diesen heissen Tipp will er uns allen auf dem Schiff einen ausgeben, freuen wir uns schon drauf! Es ist viertel vor zwoelf und wir boarden unseren wunderschoenen Ozeanriesen, die Mariner of the Seas: Laenge: 311m, Breite: 48m, Tiefgang: 8,8m, Passagiere: 3.114, Bruttoraumzahl: 138.000t, Geschwindigkeit: 22 Knoten Im Schmuckstueck des Schiffes, der 120m langen Promenade, nehmen wir einen Willkommenstrunk und freuen uns, dass unsere Mitreisenden schon jetzt begeistert sind. Im WindjammercafÈ ist durch die vielen Harley-Leute schon viel los, die sind wohl ebenso hungrig wie wir inzwischen. Jeder sucht sich ein passenden Menue an den diversen Buefetts und laesst es sich schmecken. Um drei Uhr fuehrt Bernd unsere Neucruiser zur ersten Orientierung durchs Schiff. Die Tour fuehrt von der Viking Crown Lounge zur kleinen Kapelle auf Deck 15, zum Sports- und Pooldeck, Fitness- und Wellness-Center, ins Theater, Casino, Studio B, Speisesaal, an verschiedenen Bars vorbei. Und schon ist Zeit fuer die Seenot-Rettungsuebung: Schwimmwesten anlegen und sich zur Musterstation begeben. Das ganze dauert nicht lange, ist aber noetig und jeder einzelne muss an dieser Vorsichtsmassnahme teilnehmen, auch mehrfach gereiste. Zur Auslaufparty um 16.30 Uhr kommen wir gerade recht. Leider hat sich das Wetter noch nicht wirklich gebessert, zumindest regnet es nicht mehr. Wir verlassen heute Port Canaveral mit Kurs auf Haiti.

Montag, 3.11.2008

Seetag

Der erste Seetag empfaengt uns mit bedecktem Himmel, zeitweise Regen und frischem Wind. Wir verbummeln also den Vormittag bis mittags die Sonne doch noch vorkommt und wir die ersten braeunenden Stahlen einfangen. Es sind 29 Grad, aber der Wind und der Fahrtwind vertreiben uns auf unseren geschuetzten Balkon, wo wir uns fuer den ersten Galaabend ausruhen. Als es Zeit ist brezeln wir uns auf, treffen unsere Crew am Tisch 558 im Sound of Music Speisesaal und geniessen die Koestlichkeiten des Dinners. Ein Weinchen dazu, einen Kaffee hinterher so laesst es sich doch aushalten. Nur unsere Baeuche sind jetzt ganz schoen satt... Auf der Promenade wird Sekt ausgeschenkt zur Captain`s Welcome Aboard Reception. Kapitaen Per Kristoffersen begruesst seine Gaeste, stellt die wichtigsten Offiziere vor und stoesst mit uns allen an auf eine wundervolle Cruise. Front Row heisst die toll praesentierte Show mit den Saengern und Taenzern und dem RC Orchester Musik aus Hollywood, Las Vegas, vom Broadway, auch jazzige Szenen werden live gesungen und gespielt. Besonders gefaellt uns eine dunkelhaeutige Saengerin wegen ihrer volumigen Stimme. Die Taenzer sind sehr schnell und huebsch anzusehen. Der eine oder andere von uns nimmt noch einen Schlummertrunk, wandert noch ueber Deck oder faellt einfach muede ins Bett.

Dienstag, 4.11.2008

Labadee, Haiti

Schon um halb neun tendern wir nach Labadee, einer privaten (Halb-)Insel von Royal Caribbean International, gelegen an der Nordkueste von Haiti (das zusammen mit der Dominikanischen Republik die Insel Hispaniola bildet). Eine weisssandige Landzunge ist beschattet von Palmen und Baumgruen, gesaeumt von tuerkisblauem Wasser in der ruhigen Bucht, weiss aufschaeumenden Wellen auf der anderen Seite. Leider wird gerade gebaut, zusaetzliche Waschhaeuser an Land, ein Anleger fuer die Ozeanriesen im Wasser (so braucht man spaeter nicht mehr tendern), wovon die Wasserqualitaet aber nicht beeinflusst ist. Die Sonne ist heute auf unserer Seite und strahlt vom blauen Himmel. Unsere Liegen stehen im Schatten erstmal und sofort kuehlen wir uns im wunderbaren Meer ab. Ein paar Einheimische bringen und ruecken (fuer ein paar Dollar) die Liegestuehle zurecht, einige spielen Reggae Musik und karibische Klaenge auf z. T. selbstgebauten Instrumenten, andere bieten ihre Kunstgewerbe-Artikel auf dem kleinen Markt an. Verschiedene Aktivitaeten werden angeboten wie Dragons Flight, Aqua Park, Parasailing, Wasserrutsche, Powerboot Tour und vieles mehr. Wir aber wollen einfach Sonne, Sand und Meer geniessen... Regine und Goetz geben Sekt (haben wir von Bord mitgenommen) und Bier aus zu Ihrer Goldenen Hochzeit, den wir gegen 11 Uhr trinken dass ist ja nett, vielen Dank! Geht auch gleich ein bisschen in den Kopf. Also liegen wir dann wieder in der Sonne, lesen, faulenzen, schlafen, schwimmen... Nur Goetz ist staendig unterwegs, um alle schoenen Eindruecke der Insel mit seiner Kamera festzuhalten; darueber vergisst er beinahe sogar das Mittagessen. Beim Barbecue gibt es Burger, Hotdogs, Spareribs, Chicken usw., alles, was wir auf der Insel essen und trinken wurde morgens vom Schiff heruebergebracht. Zwei oder drei Grillstationen werden aufgebaut, Bartender servieren Getraenke am Strand, nur essen und trinken muss man noch alleine. Gegen zwei Uhr packen wir zusammen, lassen uns vom Tenderboot zurueckbringen. Ein Kaffee tut jetzt gut und Sonne hatten wir fuer heute genug. Bis zum Auslaufen um 16 Uhr halten wir uns auf dem Sonnendeck (12) aus, dann frischt der Fahrtwind auf. Um 17.17 Uhr ist schon Sonnenuntergang und ruckzuck dunkel. Die Tischkellner Milton (aus Jamaika) und Ahmed (aus der Tuerkei) erwarten uns schon zum italienischen Dinner, servieren uns Caprese, Antipasti, Minestrone, gegrillte Scampis und, und, und. Alle Kellner zusammen (aus ueber 30 verschiedenen Nationen) singen fuer uns Gaeste O Sole mio, wir winken dazu mit unseren grossen weissen Stoffservietten. Eine unterhaltsame Show aus Comedy, Musik und Effekten fuers Auge bietet El Gaucho, ueber den sich besonders Hotti und Ulrike amuesieren. Ich war heute soooo muede, ich hab davon nichts mehr gesehen schade eigentlich, aber wir bleiben ja noch eine Woche an Bord J.

Mittwoch, 5.11.2008

Ocho Rios, Jamaica

Um 9 Uhr morgens haben wir in Ocho Rios angelegt, der Himmel ist bedeckt, es ist schwuel-warm bei 29 Grad! Wir lassen uns heute Zeit und erstmal die Eiligsten von Bord gehen. Um 10.30 Uhr treffen wir uns vorm Schiff, fahren mit einen Taxi-Bus zu den Dunns River Falls ($10 Roundtrip, $ 15 Eintritt Park). Der Park ist ueppig gruen Regenwald eben. Wir bewaffnen uns mit Gummi-Wasserschuhen, verstauen unsere Sachen in Schliessfaechern und steigen in die kuehlen rauschenden Suesswasserfaelle. Silvi, Hansi, Regine und Goetz schauen uns erst zu, gehen dann zum Meer hinunter, wo die fallenden Wasser ankommen. Wir anderen klettern zuerst vorsichtig, dann immer mutiger mit viel Spass ueber die kleinen und grossen, teils rutschigen Felsen gegen das brausende Wasser an, ueber Baumstaemme und versandeten Grund, versinken bis zur Taille, um kurz darauf wieder wie Bergziegen auf den hoechsten Klippen zu stehen oder uns von Wasserstroemen ueberfluten zu lassen. Es ist ein heiden Spass! Regine muss mal kurz zwischendurch ausruhen, die feuchte Luft und der steile Anstieg sind ganz schoen anstrengend. Goetz taucht nun doch noch kurz in die Fluten um sich zu erfrischen. Im Park befinden sich viele bunte Shops mit den typischen Holzschnitzereien, bunten T-Shirts, und tausend anderen Dingen. Hansi und Goetz handeln stolz den Preis fuer zwei karibische Hemden aus, die sie heute Abend tragen wollen. Die Haendler sind hier sehr aufdringlich, obwohl sie sehr nett sind, wenn man sich mit ihnen unterhaelt. An jeder Ecke werden uns Joints angeboten oder Taxis. Um halb zwei fahren wir zurueck zum Cruiseport, bummeln durch die huebsche Island Village Mall, bevor wir nach Hause wackeln. Gegen vier Uhr kommen unsere Harley-Leute zum Schiff zurueck. Horden von alkoholseligen, singenden und lachenden Bikern kehren zurueck von ihrer Party in Margaritaville, die schon morgens um halb elf begonnen hatte. Wir beobachten belustigt mit vielen anderen Passagieren dieses Schauspiel vom Balkon aus. Bei der Wiederholerparty lernen wir unseren sehr netten Kapitaen Per Kristoffersen kennen, der aus Norwegen kommt und seine Repeater Guests mit Cocktails und anderen Getraenken begruesst und sich bedankt, dass wir mit seinem Schiff reisen. Schon ist es Zeit fuers Dinner. Wunderbares Rinderfilet essen heute die meistern von uns, und natuerlich diverse Vorspeisen und Desserts. Und danach sehen wir ein absolutes Highlight: die Eisshow Ice under the big top. So etwas Schoenes zum Schauen, so was Tolles an Perfektion, dreifachen Spruengen und Effekten. Musik fuers Herz, Lustiges zum Lachen und Feuriges zum Mitfiebern einfach toll!!! Da sind wir alle einer Meinung. Ganz voller Eindruecke fahren wir mit dem Fahrstuhl auf Deck 14 ins Ellingtons¥s hoeren Ballroom Dance Music mit Jerzy¥s Dance Band, tanzen, trinken Cocktails. An der Bar darf geraucht werden, so ist es also ein guter Platz fuer uns alle schliesslich haben wir ein paar Raucher bei uns. Hansi und Bernd versuchen einen Long Island Icetea und noch einen unten an der Poolbar beim Dancing under the Stars mit Fruechtebuffet um halb zwoelf. Hier hotten, lachen, und probieren wir, aber etwas nach Mitternacht halten wir dann nicht mehr durch...

Donnerstag, 6.11.2008

George Town, Grand Cayman

Na ja, der Captain hat ja gestern schon 50 % Regen vorausgesagt. Jetzt, um 7 Uhr morgens ist der Himmel verhangen und dicke Tropfen fallen auf die Reling vom Balkongelaender. Bernd ruft unsere Ausfluegler an und sagt den geplanten Ausflug ab wir wollten mit Captain Marvin zum Schnorcheln und nach Stingray-City (Schwimmen mit Stachelrochen) fahren, aber bei so diesigem Himmel gibt´s beim Schnorcheln nicht viel zu sehen. Spaeter gehen wir jeder fuer sich in die City von Georgetown (32.000 Einwohner), der Hauptstadt von Grand Cayman. Die Insel liegt suedlich von Kuba, ist seit ca. 20 Jahren bekannt fuer ihre vielzaehligen Banken und wachsenden Tourismus. Nach und nach treffen wir uns in der kleinen Shoppingmeile. Es ist warm, zwischendurch laesst sich die Sonne sehen oder ahnen. Mit Silvi und Hans fahren Bernd und ich mit einem Taxi zum Westin Resort. Von hier spazieren wir mit nackten Fuessen am 7 Miles Beach zurueck, sammeln kleine Muscheln, einen Stein fuer Hotti, und lassen uns auf einer Hotelterrasse einen Pina Colada schmecken mit diesem wunderbaren Blick aufs Meer. Als wir fast wieder in der Stadt angekommen sind, bringt uns ein Taxi zum (neu gebauten) Cruiseport. Mit dem Tender geht´s zurueck zur Mariner. Unseren Hunger stillen wir heute bei Jonny Rockets, dem typisch amerikanischem Restaurant im Stil der 50ziger/60ziger Jahre. Die Bedienung tanzt zwischendurch immer wieder fuer die Gaeste. War lecker und unterhaltsam. Heute ist die zweite Gala Night Zeit zum fertigmachen! Es ist jetzt schon fast 5 Uhr nachmittags. Wir segeln Richtung Mexiko bei ruhiger See. Die Sonne wird in einer Stunde untergehen (5.54 Uhr). Schick und elegant treffen wir uns alle im Sound of Music Dining Room auf Deck 5, geniessen unser gemuetliches Abendessen und gehen nach Kaffee und einer Zigarette fuer unsere Raucher ins Theater. Wir beide trinken mit Ulrike und Hotti noch einen Wein bei der Diamond-Member-Party, zu der wir eingeladen sind. Die Pure Energy Show praesentiert viele Highlights, sowohl musikalisch als auch durch fliegende Effekte und superschoene Kostueme der Saenger und Taenzer natuerlich wieder alles live. Super Show!

Freitag, 7.11.2008

Cozumel, Mexico

Gegen 10 Uhr haben wir in Cozumel festgemacht. Da konnten wir in Ruhe fruehstuecken und dann zeitig von Bord gehen, mit Badesachen bekleidet und bestueckt fahren wir mit einem Taxi (Roundtrip $ 10) zum Chancanaab-Park (Eintritt $ 16), der knapp 10 Minuten vom Cruiseport entfernt liegt. Die Sonne scheint, der Himmel ist azurblau, eine leichte Briese weht vom blaublauen Meer. Die kleine Insel Cozumel (48 km lang, 14 km breit) hat ca. 90.000 Einwohner, liegt 80 km suedlich von Cancun und nur 16 km westlich von Yucatan, zwei sehr bekannten Urlaubszielen in Mexico. Haeufig schon wurde dieses Eiland durch Hurrikans schwer geschaedigt, wie z B. 2005 von Wilma. Unser mexikanischer Taxifahrer George kuemmert sich um uns, bringt uns zum Ticketschalter, zum Counter fuer die Anmeldung zum Delfinschwimmen und verabschiedet sich bis zum Nachmittag. Silvia und Hansi bekommen einen Termin schon um 11 Uhr zum Swimming with the dolphins, vorher suchen wir uns einen Platz unter Palmendaechern am weissen Strand mit Korallenkueste, breiten uns aus in den bequemen Adirondack-Chairs und liegen. Silvia und Hansi bekommen eine Einweisung, Schwimmwesten und Taucherbrillen und duerfen dann so bestueckt mit ihrer Gruppe zum Delfinbecken gehen. Bernd darf mitgehen auf die Holzplanken (ist sonst nicht mehr erlaubt), aber nicht fotografieren. Ulrike und ich sitzen aufgeregt auf den Zuschauerbaenken, Regine fotografiert, Goetz filmt, wie unsere beiden die Delfindame Eva halten und kuessen und sich von ihre durchs Wasser ziehen oder schieben lassen. Wir winken ihnen oefter, aber fuer uns haben sie zur Zeit keinen Blick, Eva hat sie in ihren Bann gezogen! Diese Delfine sind etwas ganz besonderes. Wenn man mit ihnen im Meer ist, vergisst man die Welt um sich herum. Spaeter kommen die beiden strahlend zu unserem Strandplatz. Wir haben uns schon im dem 27 Grad warmen Wasser erfrischt und geschnorchelt. Mittags sind unzaehlige bunte kleine und grosse silberblaue Fische im klaren Wasser. Sie kommen direkt bis zum Riff, wir fuettern sie und koennen sie sogar von oben gut sehen. Wir schnorcheln abwechselnd, Wolfgang und Hansi probieren es auch, leider darf es Carola wegen ihrer Ohren z. Zt. nicht versuchen. Der huebsche, kleine Park hinterm Strand ist immer einen Spaziergang wert. UEppiges Gruen von Palmen, riesigem Bambus und anderen tropischen Gewaechsen spenden nicht nur uns Schatten, sondern auch den Leguanen, die einem beinahe ueber die Fuesse laufen. Mayakulturen stehen an den Wegen, zwei kleine Huetten, in denen manchmal eine alte Mexikanerin Pitabrot backt, zeigt das native Leben. Viel zu schnell vergeht die Zeit es ist schon halb vier am Nachmittag, George wartet auf uns am Ausgang. Auch Silvi kommt mit zurueck, obwohl sie meinte, wir koennten sie in drei Wochen hier wieder abholen, so lange bliebe sie an diesem Traumstrand. Mit dem Dinner lassen wir uns heute nicht ganz so viel Zeit um 19.45 Uhr findet heute schon die Show statt: The Original Drifters begeistern uns mit ihren Songs wie z. B. Under the Boardwalk, Save the last dance for me, On Broadway usw., Lieder aus den 50ziger Jahren und spaeter, die wir alle kennen. Standing Ovations belohnen die Saenger, auch immer wieder mit Zwischenapplaus. Toll, toll, toll. Im Casino gewinnen wir heute leider nur an Erfahrung und zwei Keychaines (Schluesselanhaenger) am Tokenautomaten. Macht nichts. Zu einem Schlummertrunk sitzen wir in der Ellington¥s Martini Bar auf Deck 14, von wo aus man ueber das beleuchtete naechtliche Schiff schauen kann. Drumherum ist dunkle Nacht...

Samstag, 8.11.2008

Seetag

Richtung Florida befinden wir uns heute frueh noerdlich von Kuba, die Auslaeufer des Hurrikans Paloma bedecken den Himmel, der Wind weht frisch, gegen Mittag giesst es in Stroemen. Das Wetter wird auch am Nachmittag wider Erwarten nicht besser, Hurrikan Pamela hat sich gedreht und zieht nordoestlich. Im Schiff es ruhig jeder sucht sich einen kuscheligen Platz, oder packt (morgen ist Abreisetag fuer beinahe alle Passagiere, aber nicht fuer uns hihi!) und shopped oder isst oder, oder, oder ... Hansi war beim Friseur und sieht jetzt sehr schnittig aus unsere Damen sind begeistert. Am spaetern Nachmittag treffen wir uns in Ellington¥s Bar, besprechen den morgigen Tag, die Trinkgeldmodalitaeten usw., gehen um 6 Uhr zum Dinner und schauen uns wer mag das Farewell Variety Show Spectacluar im Theater an. Einige von uns werden morgen, Sonntag , das JFK Spacecenter besichtigen. Highlight wird die Raumfaehre sein, die am 14.11. in den Weltraum abhebt und schon startbereit dort zu sehen ist. Unsere Route fuehrt an den Keys vorbei und entlang der Ostkueste Floridas, wo wir die naechtlichen Lichter von Miami sehen.

Sonntag, 9.11.2008

Cape Canaveral

Der Wind weht frisch, die Sonne scheint bei 20 Grad mit angenehmer Luft begruesst uns der Morgen in Cape Canaveral, wo wir heute frueh angelegt haben. Von Pamela ist nichts mehr zu sehen. Die erste Reisewoche geht zu Ende, d. h. fuer die meisten Passagiere aussteigen. 109 Passagiere machen die back to back tour, bleiben also zwei Wochen auf dem Schiff. Bernd ist mit Hansi, Carola, Wolfgang, Regine und Goetz zum JFK Spacecenter unterwegs, Silvi, Ulrike, Hotti und ich bleiben an Bord. Wir wechseln die Kabinen, passieren die Immigration und wollen es uns gerade auf dem Sonnendeck gemuetlich machen, da kommen die anderen schon von ihrem Ausflug zurueck. Heute ist Veteran¥s Day. Eine Flugshow findet im Space Center statt, so ist es extrem voll, alle Besucher muessen durch eine Sicherheitskontrolle es dauert und dauert. Deshalb beschliesst unsere Gruppe, die Tickets zurueckzugeben und zum Schiff zurueck zu fahren, damit sie auch puenktlich zum Auslaufen da sind. Der gleiche Taxifahrer bringt sie durch den dichten Verkehr zurueck zum Kreuzfahrthafen. Nachmittags liegen wir in der Sonne. Neue Gaeste finden sich ein und schauen sich um. Vom Sonnendeck aus beobachten wir teilweise die Flugshow. Zum Dinner begeben wir uns an unseren neuen Tisch Nr. 508 und lernen unsere neuen Tischkellner kennen: Navin aus Indien und Agi aus Indonesien. Beide sehr nett, zuvorkommend und sehr versiert. Auch der Headwaiter kuemmert sich um uns. Wir sind sehr zufrieden. Den Abend verbummeln wir in verschiedenen Bars, Casino, Theater ... oder geniessen einfach nur den Sonnenuntergang.

Montag, 10.11.2008

Coco Cay, Bahamas

Blauer Himmel, Sonne pur, starker Wind; aber wir koennen ankern und tendern. Vor uns breitet sich ein kleines Schmuckstueck aus. Die typischen kraeftigen Pastellfarben der Bahamas wetteifern mit kraeftig gruenblauem Wasser mit weissen Schaumkronen und sich im Wind wiegenden Palmen. Ein Paradies! Mitten in der karibischen See gelegen finden wir dieses kleine Wunderland mit vielzaehligen Aktivitaeten, buntem Flohmarkt, Bars, Barbeques, sogar die Waschhaeuschen sind huebsch, viele Straende bis hin zu vertraeumten schattigen Eckchen, Haengematten, Wanderwege, seichtes Wasser oder aufschaeumende Wellen... - Wer hier nicht seinen Lieblingsplatz findet, na, da weiss ich auch keinen Rat. Der Wind nimmt zu. Der Kapitaen entscheidet gegen Mittag, alle Mann wieder an Bord zu holen, denn bei zu starkem Seegang kann das Tendern schwierig bis gefaehrlich werden. Da die Sicherheit der Passagiere absoluten Vorrang hat, muessen wir diese Postkartenidylle verlassen. Aber immer langsam. An einer Bar trinken wir einen Coco Loco Cocktail, serviert von unserem Lieblings Bartender Ashley (aus St. Vincent), bevor wir mit dem letzten Tenderboot gegen ein Uhr zum Schiff zurueckkehren. Ich glaube, dieser kleine Fleck von den Bahama-Inseln wir einer unserer Lieblingsspots. Heute waren wir erstmalig hier. Das Wetter haelt sich gut wir verteilen uns auf dem Sonnendeck oder ruhen uns ein wenig auf der Kabine aus und verbummeln den Tag. Nach dem Dinner trinken wir in der Lotus Lounge zum Captain`s Empfang Sekt oder Bier und schauen uns danach die Front Row Show an. Carola und Wolfgang sind unsere kleinen Nachtschwaermer, die beiden halten immer am laengsten durch, meistens auf Deck 14 im Ellington¥s bei Lifemusik oder in der Schooner Bar.

Dienstag, 11.11.2008

Seetag

Bei wolkigem Himmel wachen wir auf. Spaeter kommt die Sonne durch bei mittlerem Wind. Ein Tag zum Relaxen. Am Nachmittag trinken wir ganz hinten auf dem Sonnendeck die Flasche Sekt, die Bernd und ich gewonnen hatten (fuer den Gast mit den meisten RCCL-Kreuzfahrten), leider haben wir nur Silvi, Hans, Ulli und Hotti gefunden, die anderen vier haben sich wohl einen kleinen hide-away-Platz gesucht. Noch einmal erleben wir nach dem Dinner Musik pur im Theater mit den Drifter¥s, die wir letzte Woche schon gesehen haben. Diese vier Maenner sind Musik mit ihren Stimmen, ihrem Groove, ihren kleinen Tanzeinlagen, dazu bringen sie uns zum Lachen mit ihren Spaessen und sich selbst auch. Man merkt, wie viel Freude sie bei ihrer Performance haben. Das ganze Publikum steht auf und tanzt mit...

Mittwoch, 12.11.2008

Charlotte Amalie, St. Thomas

St. Thomas ist eine der US Jungferninseln in der oestlichen Karibik, die um 1500 von Cr. Kolumbus entdeckt wurden. Nachdem verschiedene Flaggen hier wehten wurden die Inseln 1917 von den USA fuer 25 Millionen Golddollar von Daenemark gekauft. Inzwischen ist St. Thomas ein Touristenmekka. Die Hauptstadt Charlotte Amalie (benannt nach der Gemahlin des Koenig Christian von Daenemark) mit ihren 56.000 Einwohnern befindet sich an der suedlichen Inselseite in der Karibischen See, waehrend die Nordseite vom Atlantik umspuelt wird. Um 9 Uhr treffen wir uns vorm Schiff, gelangen mit einem offenen Taxibus ($ 8 Roundtrip) ueber die Berge zu einem der schoensten 10 Straende der Welt: Magens Bay ($ 6 Eintritt), die hufeisenfoermige Bucht in einem Statepark. Fast weisser Sand wird sanft ueberspuelt von tuerkisfarbenem Wasser, gesaeumt von buschigem Gruen mit wehenden Palmen, eingerahmt von Felswaenden. Wir gehen ein Stueck den Strand entlang, bis wir einen Platz beinahe fuer uns alleine haben. Hier gibt´s zwar keine Liegen, aber ein Holztisch mit Baenken steht im Schatten, ansonsten legen wir uns auf unsere Handtuecher in den Sand. Immer wieder gehen wir in das wunderbare Wasser, moechten gar nicht mehr rauskommen. Spaeter wandern wir zur Beach Bar, nehmen einen Snack und einen Drink und wandern wieder am Strand entlang zurueck. Nicht weit von uns werden Stuehle mit weissen Hussen und hellblauen Schleifen aufgestellt, hellblaue Blumengebinde und ein weisser Torbogen geschmueckt, um vier Uhr findet hier eine Hochzeit statt (Bernd hat ueber 50 Stuehle gezaehlt), die Hochzeitsgesellschaft kommt von unserem Schiff, der Mariner of the Seas. Es ist keine Seltenheit, dass an diesem Strand Trauungen durchgefuehrt werden, wir durften ein solches Schauspiel schon ab und zu beobachten. Allerdings verlassen wir gegen halb vier Magens Bay. Unser Taxi bringt uns mit einem Fotostop zurueck zum Cruiseport, wo der eine oder andere noch durch die Shops bummelt. In die Stadt hatten wir alle keine Lust mehr. Ein Kompliment muss ich hier mal aussprechen an Regine und Goetz, ihr beiden seid ja nun ein paar Tage aelter als wir anderen, aber ihr haltet wirklich gut mit! Beim Abendessen sind wir alle muede so ein Strandtag kann auch anstrengend sein. Trotzdem schauen Schatzi 1 und 2 noch mit uns die Eisshow an, nachdem wir oben auf Deck 12 das romantische naechtliche Auslaufen aus dem blau beleuchteten Hafen von Charlotte Amalie und die immer kleiner werdenden Lichter der Bucht beobachtet haben. Hotti´s neue Digitalkamera macht irgendwie nur dunkle Bilder; ist ja komisch... Bernd, ist der Akku leer? Nein, du musst nur das Blitzlicht wieder einschalten Achso?!. *grins* Ulrike und Hotti haben sich mit Silvi und Hansi an der Pool Bar verfestigt. Unser Goldpaar sieht sich auch ein zweites Mal diese gewaltige Eisshow an.

Donnerstag, 13.11.2008

Philipsburg, St. Maarten

Ups hier wir gebaut! Der Blick auf die huebsche Hafenanlage wird von Sandbergen verdeckt. Ein zweiter Anleger fuer Kreuzfahrtschiffe ist in Bau, besonders gross fuer die OASIS of the SEAS. St. Maarten ist die kleinste Insel der Welt, die im Besitz zweier Nationen ist: Holland (suedlicher Teil, 32.000 Einwohner) und Frankreich (groesserer noerdlicher Teil, 25.000 Einwohner). Seit den 50er Jahren gibt es einen Flugplatz, Hotels wurden gebaut und Kreuzfahrtschiffe kommen regelmaessig. In der hollaendischen Hauptstadt Philipsburg haben wir angelegt, die franzoesische Hauptstadt ist Marigot. Besonders stolz sind die Einwohner, dass schon so lange zwei Nationen auf einer Insel in Frieden miteinander leben. Wieder treffen wir uns um 9 Uhr vorm Schiff. Es ist jetzt schon heiss. Gemeinsam lassen wir uns von einem Wassertaxi ueber die Bucht zur kleinen, bezaubernden Stadt bringen, wo wir bummeln und ein paar Erinnerungsstuecke kaufen. Goetz geht auf Motivsuche, Carola und Wolfgang an den weissen Stadtstrand und wir anderen machen einen Ausflug mit dem Katamaran (US$50 fuer 2 Stunden). Mit Katrin und Amadeus aus Luebeck (die sich vielleicht etwas wundern ueber unsere lustige Truppe) und einem Paar aus Nashville/Tennessee haben wir 10 Leute das Boot ganz fuer uns allein (passen 60 Leute drauf). Captain Mike fuehrt das Ruder, Roxanne unterhaelt uns koestlich und noch ein Crewmaedel ist der Snorkel Guide. Kaum losgefahren liegen wir schon in den Netzen, unter uns rauscht die tuerkise See. Hier in diesem Netz beschleicht mich immer ein Gefuehl von Fliegen. Nach kurzer Fahrt legen wir Schwimmwesten, Schnorchel und Flossen an (sofort muss ich an das TV-Ekel Alfred in der Telefonzelle denken) und stuerzen uns in die Fluten, fuer Silvia eine Premiere, aber sie kriegt das dann gut hin. Leider ist nicht viel zu sehen unter Wasser, der Hurrikan Omar vor vier Wochen hat das Meer so aufgewuehlt, dass alles nur sandig aussieht. Sogar ein Wrack wurde hier angespuelt, das vorher nicht da war. Schade. Trotzdem macht es Spass, und ein paar bunte Fische sehen wir schon. Nach und nach klettern wir wieder ins Boot, nach und nach trinken wir Rumpunsch, nach und nach werden auch unsere Youngsters munterer. Roxanne, das Energiebuendel, tanzt und singt und steckt alle an mit ihrer Ausgelassenheit. Wir tanzen und singen alle und finden es einfach toll. Ploetzlich rauscht eine Regenwand herunter wie aus dem Nichts und auch das finden wir klasse. Nach fuenf Minuten ist der Spuk vorbei, die Sonne strahlt wieder, der Rumpunsch fliesst (Hansi: lecker!!) und wir singen und tanzen weiter. Leider geht die Fahrt irgendwann zu Ende wir verabschieden uns herzlich ich schenke Roxanne und Captain Mike unsere Royal-Caribbean-Caps und wir wackeln froehlich zu dem huebschen Platz an den Docks. Wir steuern Sharkys Bar an, da sitzen schon froehlich unsere vier Tourbegleiter. Zusammen haben wir noch viel Spass mit Katrin und Amadeus. Wir bestellen Buckets (Eis-Eimer) mit Bier, tanzen auf dem kleinen Holzdeck, lachen und geniessen die uebersprudelnde Laune. Hansi sagt best day of the cruise, best day in my life. Carola und Wolfgang hatten einen schoenen Tag am Strand, sassen bei dem Schauer gerade in eine Bar und Goetz und Regine haben in der Puppenstubenstadt die schoensten Motive abgelichtet. Tatsaechlich finden sich beim Dinner alle ein wir sehen auch alle frisch aus, aber die meisten von uns trinken heute nur Wasser zum Essen. Und alt werden wir sicher auch nicht.

Freitag, 14.11.2008

Seetag

Die fruehen Regenwolken haben sich um 9 Uhr schon verzogen. Meist sonnig, teils bedeckt ist es sehr warm 30 Grad. Unsere Leute sind auf Deck 12, sonnenbaden. Mittag essen wir im Restaurant auf Deck 3, kleine Pause im Kuehlen. Salatbar oder ‡ la Carte, lecker! Heute Abend haben wir die grosse Ehre an den Kapitaenstisch eingeladen zu sein. Captain Per hat unsere ganze Gruppe letzte Woche eingeladen, als wir zur Wiederholerparty waren. Da schmeissen wir uns in Schale und sind puenktlich um 5 vor 6 Uhr auf Deck 3! Der Maitre D´ fuehrt uns an den mit Krone und Anker geschmueckten Tisch in der Mitte des 3stoeckigen Speisesaals auf Deck 3, wo wir uns setzen und darauf hingewiesen werden, die Servietten nicht wegzunehmen (wegen des Fotos). Captain Per kommt, die Herren erheben sich, der Kapitaen begruesst jeden einzelnen Gast mit Namen. Als alle Platz genommen haben, machen wir ein wenig small talk, dann prosten wir ihm zu und bedanken uns fuer die Einladung. Es wird ein angenehmes Dinner mit besten Weinen und angeregten Gespraechen. Unser Kaepten ist ein sehr angenehmer Mensch, locker und freundlich und beantwortet geduldig unsere vielen Fragen. Nach dem Essen reicht er uns einen Aquavit, weil er weiss, dass Deutsche gern ein Schnaepsle nach dem Essen moegen. Er trinkt natuerlich keinen Alkohol er muss ja noch fahren. Am Ende bekommen das Foto von vorhin, die huebsche Speisekarte und das Souvenirschnapsglas geschenkt. Wir verabschieden uns herzlich und wuenschen dem Kaepten einen schoenen Weihnachtsurlaub, in den er bald geht. Er ist immer 10 Wochen an Bord im Dienst, dann 10 Wochen frei und faehrt nach Hause nach Kanada. Er wechselt sich mit einem anderen Kapitaen ab. Das Captain`s Dinner fanden wir alle toll, das war etwas ganz besonderes! Jetzt versuchen wir im Casino unser Glueck Bernd verliert seinen Einsatz Goetz und Regine gewinnen mit ihren Coupons $18 und Ulrike erspielt mit der Zahl 2 einen Gewinn von $84! Davon gibt sie natuerlich sofort einen aus im Ellington´s, Bernd und Hansi trinken Long Island Icetea Goetz kriegt auch einen verabreicht, und der vertraegt das so gut, dass er sogar noch mit uns allen in der Disco eine flotte Sohle hinlegt...

Samstag, 15.11.2008

Seetag

Die Sonne begruesst uns morgens an unserem letzten heissen Tag auf der schoenen Mariner of the Seas. Ein gemuetliches Fruehstueck, Sport oder Schwimmen, relaxen und sonnen, shoppen und geniessen die Seele baumeln lassen ist das Motto auf hoher See, waehrend wir weiter noerdlich Richtung Florida segeln. Gegen Abend packen wir schon mal die meisten Sachen in die Koffer, verabschieden uns mit den Tipps (Trinkgeld) im Umschlag nach dem Dinner von Navin und Agi und ueberlegen, wer uns wohl zu Hause so verwoehnt? Als wir spaeter unsere Koffer zum Abtransport vor die Kabinen gestellt haben, treffen uns in der Viking Crown Lounge zu einem Fair Well-Drink und gehen bald zu Bett. Gestern war´s doch ganz schoen spaet...

Sonntag, 16.11.2008

Cape Canaveral Heimreise

Unser Cruiseliner hat schon zeitig angelegt in Port Canaveral, die ersten Passagiere gehen schon um 7 Uhr frueh von Bord. Wir haben Zeit, fruehstuecken im Restaurant auf Deck 3 in aller Ruhe. Um 9 Uhr versammeln wir uns wieder auf Deck 14 um gemeinsam das Schiff zu verlassen. Keine langen Schlangen an der Immigration, das Gepaeck faehrt bereits auf dem Laufband, als wir in die Halle kommen und der Shuttlebus von Dollar Car Rental steht fuer uns bereit. Er bringt uns an diesem kalten Morgen (11 Grad!!!) zur Autovermietung. Hier laden unsere starken Maenner in gekonnter Manier unsere vielen Gepaeckstuecke in den 12sitzer Ford. Mit zwei kleinen Stopps (am Publix Supermarkt und bei Cracker Barrel) fahren wir auf dem Highway zum Airport Miami, das dauert immerhin gute 4 Stunden. Obwohl es Sonntag Vormittag ist befinden wir uns in dichtem Verkehr, auf der Gegenseite kommt es sogar zum Stau. Wieder bringt uns ein Shuttle von Dollar zum Flughafen Miami, wo wir direkt einchecken, die Sicherheitskontrolle passieren und unser Gate aufsuchen. Jetzt haben wir alle Hunger und Durst, wogegen wir in einem Grillrestaurant etwas unternehmen. Noch ein kleiner Bummel durch die Duty Free Laeden, ordentlich einduften mit allerlei Wohlgeruechen und schon ist es 17.50 Uhr. Boarding time. Die Lufthansa Maschine ist ausgebucht. Leider koennen wir nicht zusammen sitzen, aber in der Naehe. Die Stewardessen sind sehr freundlich, das Movie Programm ist bloed, mancheiner kann schlafen, mancheiner nicht. Trotzdem vergehen die 8,5 Stunden wie im Flug, allerdings einem etwas unruhigen mit holpriger Wegstrecke; finden Carola und Silvi nicht ganz so toll.

Montag, 17.11.2008

Ankunft zuhause

Duesseldorf Airport 3 Grad Celsius!!! Brrrrrrr Die Beamten am Einreiseschalter begruessen uns sehr nett, als wir um halb zehn wieder deutschen Boden unter den Fuessen haben. Schnell die Koffer abholen, dann mit der Schwebebahn in den Fluhafenbahnhof fahren und schoen Kaffeetrinken! Denkste! Die Wartehalle ist in Bau. Kein Kaffee, kein Snack, nur kalte Getraenkeautomaten. Na ja, muessen wir halt ne Stunde mit Warten verbringen, bis um 11 Uhr der ICE nach Hannover abfaehrt. Im Zug fallen uns nach und nach die Augen zu. Und Ulrike beobachtet das alles. Anschluss haben wir in Hannover direkt. In Meinersen druecken wir Silvia und Hansi, die beiden fahren noch weiter nach Calberlah, rattern lautstark mir unseren Koffern durch die Unterfuehrung und steigen nach herzlichem Aufwidersehen in die jeweiligen Abholautos. Tja aus die Maus. Wieder ist ein toller Karibik-Urlaub zu Ende. Auf einer Reise mit viel Lachen, netten Gespraechen, Karibikfeeling und besonderen Erlebnissen wie Delfinschwimmen, Katamarantour U.a. durften wir Euch begleiten. Lasst die Eindruecke nachwirken, schaut die schoenen Fotos an und schweift zu dieser jetzigen dunklen Jahreszeit in Gedanken einfach wieder hin zu Eurem schoensten Urlaubs-Erlebnis und Eurem liebsten Island in the sun. Wir freuen uns, Euch bei der Urlaubsnachbereitung wieder zu sehen, bedanken uns, dass ihr mit uns gereist seid. Eure Irma

Happy Cruising wuenscht IDee-Cruises.de,

Irma & Bernd Deeke