12 Tage Cruise Baltikum und Russland auf der CELERITY Century

Geschrieben vor 14 Jahren von Irma live auf Hoher See.

Amsterdam, Copenhagen, Stockholm, Helsinki, St.Petersburg, Tallinn, Amsterdam

Der ganze Reisebericht


Freitag, 08. Juli 2005

Meinersen Amsterdam/Holland Anreise Soooo früh aufstehen aber na ja, es geht ja in Urlaub: in den Nordosten da war ich noch gar nicht. Aber erst müssen wir mit dem Zug nach Amsterdam fahren. Neumann aus Gifhorn kommen zu uns, lassen ihr Auto hier stehen und wir fahren zusammen zum Meinerser Bahnhof und das Ganze passiert um halb sechs morgens! Am Bahnhof kommen auch gerade Heuers an, dass klappt ja prima. Der Zug fährt pünktlich los, so haben wir genügend Zeit (20 Min) in Hannover den Bahnsteig und den Zug zu wechseln. Bei Regen aber guter Stimmung verkürzt ein kleiner Morningkick mit Oliven und Schinken, Sekt und Kaffee im Bistrowagen die vierstündige Fahrt nach Amsterdam. Direkt neben dem Bahnhof befindet sich der Hafen und das neue Cruiseterminal und wir sehen die Century der CCL schon auf uns warten. Rund um den Bahnhof Amsterdam werden mächtige Strassenumbauten vorgenommen es wird ein Tunnel für die neue Metro am Bahnhof gebaut deshalb müssen wir ein wenig zum Taxistand laufen. Das Einchecken geht ruckzuck und schon werden wir im Atrium unseres Schiffes mit Sekt empfangen. Das Atrium ist nicht sehr groß, aber schön kuschelig mit kleinen Sitzecken, Rezeption, Lädchen, CafÈ und Bars etc. und reicht über drei Etagen. Wir begleiten Erika & Ulli und Helga & Fritz zu ihren Kabinen, richten unsere Safes ein, machen uns ein wenig frisch und erkunden das Schiff bevor wir uns zum Lunch im IslandcafÈ auf Deck 11 treffen. Den Nachmittag verbummeln wir. Um 16.15 Uhr ist Rettungsübung für alle angesagt. Kofferauspacken muß auch sein. Fairwell an Deck 12 endlich hat es aufgehört zu regnen läßt uns den Wind um die Nase wehen. Barbara und Dave sind unsere Tischkellner, unser Tisch 642 steht direkt an einem Fenster, das Begrüßungsmenue ist gut und der Wein schmeckt auch. Zur Welcome-Show begrüßt uns der Cruisedirektor Alan und die Offiziere, die Celebrity Singers & Dancers nd ein Jongleur der Extraklasse mit Darbietungen, die ich noch nicht gesehen hatte. Danach sind wir alle k.o. schließlich sind wir schon seit 04.00 Uhr auf den Beinen. Na dann: Gute Nacht.

Samstag, 09.Juli 2005

Seetag

Wer gut ißt sollte auch etwas tun also nutzen wir den Fitneßraum und den Thallassopool. Bernd läuft heute draußen auf dem Joggingpfad. Der ist aber so klein und unbequem zu laufen dass er demnächst lieber aufs Laufband geht. Der mit Mineralien und Salzen angereicherte Pool hat verschiedene Massagedüsen und Wasserstrahlen und ist herrlich entspannend. Ein ausgiebiges Frühstück soll folgen. Die Sonne scheint, es sind 23 Grad aber eine steife Briese weht übers Sonnendeck. Ich lese eine wenig auf der Sonnenliege, Bernd erkundet das Schiff, Erika kommt auf ein Pläuschchen vorbei der Tag geht relaxed vorbei, aber nicht, ohne dass Fritz das geliebte nachmittägliche Törtchen hatte. Abends ist Captains Dinner, also machen wir uns alle schick und geniessen das üppige Abendessen und die anschließende Show: Tastings of Broadway. Etwas laut aber toll getanzt und gut gesungen hören wir Stücke aus 42nd Street, Cabaret, Lionking etc.

Sonntag, 10. Juli 2005

Kopenhagen/Dänemark

Erika & Ulrich und Helga & Fritz machen eine Stadtrundfahrt: sie sehen die kleine Meerjungfrau, Schloß Amalienburg, die Zitadelle, Museen und andere wichtige Gebäude der Stadt, die allesamt gut erhalten oder renoviert und schön anzusehen sind. Und natürlich die Statue von Hans Christian Andersen, die direkt gegenüber des Tivoli zu finden ist, bevor sie sich den Tivoli selbst anschauen. Sie kommen nachmittags begeistert wieder an Bord, nachdem sie in der kleinen Shoppingmall am Cruiseport noch ein wenig gebummelt haben. Sie essen heute allein zu Abend, weil Bernd und ich erst gegen 5 p.m. mit dem Shuttle nach Copenhagen reinfahren. In der Stadt ist gerade ein Jazzfestival. Am kleinen Hafen halten sich unzählige Leute auf; sie swingen und klatschen zu den Rhythmen einer Jazzband, die dort life spielt. Eine tolle fröhliche Stimmung ist hier. Wir spazieren am New Haven entlang, schlecken ein Eis und geniessen die Atmosphäre. Weiter schlendern wir zum Tivoli. Als wir schon mal Copenhagen besucht hatten war schlechtes Wetter und wir möchten die schönen Gärten im Tivoli heute bei Sonne und abends bei Licht sehen. Wieder sind wir begeistert von der hübschen Anlage, von der Walt Disney einst einige Ideen für Disney World übernommen hat. Viele Familien sind da, man hört die vielen Kinder lachen und kreischen. Später spielt eine Jazzband im Pavillon, eine Marchingband zieht durch die Wege, langsam werden die ersten von tausenden von Lichtern eingeschaltet. Gegen halb elf sind wir wiederzu Hause. Am Pooldeck treffen wir die anderen von unserer Truppe. Bei Musik in der hellen nordischen Sommernacht trinken wir etwas zusammen und schnökern noch etwas beim Spätbuffet. Heute gab es keine Show, weil wir erst morgens um 5.oo auslaufen und viele Passagiere bis spät abends in Copenhagen unterwegs sind.

Montag, 11. Juli 2005

Seetag

Wieder ein Tag zum Relaxen: nach sportlichem Beginn schmeckt das späte kleine Frühstück. Helga & Fritz und Erika & Ulrich nehmen am Tanzkurs Chachacha teil. Danach halten wir uns alle sechs auf dem Pooldeck auf. Ich lese im Windschatten bei Sonne, blauem Himmel und 23 Grad ein Buch. Fritz ißt mittags seine Bratwurst mit Sauerkraut das schmeckt ihm so gut -, Bernd erkundet das Schiff, meldet sich zum Talentwettbewerb an, wir unterhalten uns mit anderen Passagieren und tauschen Erfahrungen aus. Nachmittags sehen wir uns eine Modenschau von russischen Pelzjacken und Bernsteinschmuck an. Jeder so wie er mag. Abends nach dem Dinner haben wir eine Cocktaileinladung. Danach gehen wir ins Theater und gehen mit Erika & Uli noch auf einen Moment in den Michaels Club (ehemals Zigarrenclub) und hören einer wunderbaren Pianistin zu, die leichte Barmusik spielt und singt.

Dienstag, 12. Juli 2005

Stockholm/Schweden

Über Nacht sind wir also weiter nach Schweden gefahren. Morgens ist etwas Gedränge an den Shuttlebussen in die Stadt, deshalb warten wir, bis die meisten schon losgegangen sind. Für mittags haben wir uns verabredet, zusammen mit dem Shuttlebus in die Stadt zu fahren und dort eine Sightseeing Tour zu machen. Als wir im Zentrum von Stockholm ankommen sehen wir gerade die Band zur Wachablösung zum Schloß marschieren und gehen hinterher. Es ist heiß: 30 Grad, sonnig und zum Glück etwas windig. Rechtzeitig erreichen wir den Schloßvorplatz, wo The Central Band of the Royal Swedish Army zur Wachablösungs-Zeremonie spielt und marschiert und komplizierte Formationen abschreitet. Ein beeindruckendes Schauspiel! Das Schloßmuseum beigeistert uns ebenfalls mit antiken Rüstungen, Kleidern und Roben für Könige, Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen auch im Baby- und Kleinkindalter. Für Kinder hängen hier einige Kostüme in einem antiken Schrank, die sie anprobieren dürfen, um Prinzessin zu spielen oder sie können in einem königlichen Himmelbett kuscheln. Oder sich eine Krone basteln oder schminken... Eine tolle Idee, Kindern ein Museum näher zu bringen! Ein Stück des Weges müssen wir wieder zurücklegen um den Citytourbus zu erreichen. Wir wählen einen Doppeldeckerbus mit Dachverglasung und Klimaanlage, weil es wirklich sehr heiß in der Stadt ist. Kombiniert ist diese Tour mit einer einstündigen Bootstour. Die Stadttour zeigt uns die unglaublich schönen Gebäude aus verschiedenen Epochen alle sehr gut erhalten oder restauriert, viele mit hübschen Markisen -, viele Parks und immer wieder Wasserstrassen, wird Stockholm doch dasVenedig des Nordens genannt. Eine sehr gepflegte schöne Stadt. Unzählige Boote liegen an den Ufern, wir überfahren eine Brücke unter der sich der Mälarsee und die Ostsee treffen. Sehenswürdigkeiten wie das Stadthaus, Vasa Museum, das Freilichtmuseum Skansen mit kulturgeschichtlichen Bauwerken und viele andere Museen, Kirchen viele mittelalterliche Gebäude bekommen wir auf der Tour erklärt. Der Bus läßt uns am Anleger aussteigen, an dem wir direkt in ein Tourboot einsteigen und nun eine Stunde Stockholm aus dieser Perspektive beschauen können. An den Ufern zeigen sich Villen und Häuschen (z. B. auch von einem Mitglied der schwedischen Popgruppe ABBA) und erwürdige Gebäude. Es ist sehr warm auf dem Boot, als es uns durch den Kanal schippert und wieder zurück zum Hafen bringt. Eigentlich wollten wir noch in ein CafÈ gehen, entscheiden uns aber für den beinahe letzten Shuttle zurück zum Schiff irgendwie ist man jetzt ganz schön k.o. Das Dinner ist wieder sehr gut, wir trinken wie jeden Abend zusammen eine Flasche von unserem Lieblingsweißwein. Der Weinkellner Nilo ist Philippino, schlagfertig und witzig und hat eine lustige Aussprache: jaojaojao sagt er immer so putzig und wir lachen darüber und versuchen erfolglos ihn nachzuahmen. Wir gehen hinterher zur Show ins Theater: Svetlana Belova eine russische Zirkusartistin zeigt unglaubliche Akrobatik. Im Anschluß tanzt Mysteriaque mit vielen Hebeübungen, mixt das Programm mit Gesang und Magie.

Mittwoch, 13. Juli 2005

Stockholm/Schweden

Ganz relaxed wollen wir heute diese wunderschöne Stadt zu Fuß erkunden. Unsere vier Reisebegleiter sehen sich nochmals die Wachablösungs-Zeremonie an, weil die so beeindruckend war, gehen in die Schloßkirche Storkrykan, in der königliche Hochzeiten, Taufen und Krönungsfeierlichkeiten vorgenommen werden - und bummeln durch die Altstadt. Dass Erikas Portemonnaie abhanden gekommen ist sorgt natürlich für Aufregung. Glücklicher Weise war nicht viel Geld und nur die Shipscard darin. Bernd und ich sehen und auch die Altstadt an, wobei Bernd natürlich erstmal in ein InternetcafÈ muß, essen auf einem hübschen kleinen Platz eine Kleinigkeit und trinken ein einheimisches Bier. Die Schatzkammer hat nicht so viele, aber sehr kostbare, funkelnde Exemplare von Kronen, Zeptern und anderem Schmuck eben Kronjuwelen. Helga & Fritz und Erika & Uli haben sich außerdem die zu besichtigenden Räume im Schloß angesehen und waren begeistert. Während die Century um 5.00 nachmittags in Stockholm ablegt und weiter ostwärts nach Helsinki segelt feiern wir in unserer fröhlichen kleinen Runde bei karibischem Wetter mit Sekt unsereSail away Party auf Deck 11, lassen uns den leichten Fahrtwind um die Nase wehen und geniessen die wunderbare Aussicht auf die Schären mit ihren malerischen Häuschen auf den kleinen Inseln, die man übrigens nur bei Tageslicht durchfahren darf. Heute ist die zweite Formal Night, also machen wir uns abendfein und freuen uns aufs Dinner, wo Barbara und Dave, unsere Tischkellner schon auf uns warten. Ich weiß gar nicht mehr, was es heute zu essen gab, jedenfalls war es wieder äußert schmackhaft. Im Theater sehen wir das reinste Feuerwerk an Tanz und Gesang:Shout Twist und Rock and Roll. Toll gemacht, aber einfach zu laut!

Donnerstag, 14. Juli 2005

Helsinki/Finnland

Morgens gegen 09.00 Uhr legen wir in Helsinki an. Hier gehen wir jeder wie und wann er mag von Bord und fahren mit einem Shuttle in die Stadt. An einem schönen Park steigen wir aus, durchqueren ihn und sind direkt an dem Marktplatz an Hafen. Hier stöbern wir zwischen appetitlichen Fisch- und Gemüseständen herum, Holz-, Woll- und Schmuckwaren werden angeboten und natürlich laden kleine Imbißstände zum Verweilen ein. Das Wetter meint es wieder gut mit uns, die Sonne scheint vom blitzblauen Himmel. Eine Markthalle neben dem Marktplatz interessiert uns. Lecker, lecker was man dort vorfindet. Ein Capuccino tut uns jetzt gut. Ein Mann vom Nachbartischchen erzählt mit uns und erklärt, dass die Straßenbahn Linie 3 b oder d eine acht fährt und man auf dieser Fahrt einen guten Eindruck von Helsinki bekommt und an viele Sehenswürdigkeiten vorbeikommt. Das machen wir doch gleich. Ca. 100 m vor der Markthalle (gegenüber dem Marktplatz) fährt die Bahn ab, sie braucht ca. 45 Minuten. Viele Einheimische steigen ein und aus und ich stelle fest, das die Leute hier ziemlich ernst dreinschauen. An der großen Domkirche steigen wir aus. Wir erklimmen die vielen Stufen bis zum Eingang und besichtigen dieses hübsche, auch innen auffallend helle Gotteshaus. Zurück in der Stadt entdecken wir in der Haupteinkaufsstrasse ein Internet-CafÈ in einem Klamottenladen für junge Leute. Wir brauchen nur etwas zu Essen oder Trinken zu kaufen, um kostenlos das Internet nutzen zu können. Cool! Während Bernd chattet und checkt und e-mailt streune ich durch den Laden. Unsere Vierergang hat eine Bus-Stadtrundfahrt gemacht und war auch ganz angetan.Aber so hübsch wie Stockholm ist es nicht berichteten sie. Wir gehen durch den Park zurück zum Shuttle, um nach Hause zu fahren. Zu bemerken ist vielleicht noch, dass am Shuttle-Stop viele junge Leute stehen mit kleinen Flaggen an ihren Westen von den Ländern, deren Sprache sie sprechen. Sie sind sehr nett und hilfsbereit, haben kleine Stadtpläne parat und geben bereitwillig Auskunft. Zurück an Bord der Century lädt das herrliche Wetter ans Pooldeck ein. Weil uns das so gut gefallen hat mit dem Sekt trinken wir sechs zum Auslaufen wieder eine Flasche. Sail away ist um 18.00 Uhr. Nach dem Dinner und nach der Show (Nicola Loud spielt Violine) gehen wir Tanzen im Rendezvous Square und feiern schon mal in meinen Geburtstag rein. Wir haben viel Spaß beim Tanzen und Erzählen und um Mittenacht bekomme ich sogar ein Happy Birthday Ständchen von der Band.

Freitag, 15. Juli 2005

St. Petersburg/Rußland

Gut, dass wir erst die Nachmittags-Tour gebucht haben. War ja gestern doch ein bischen später ... Das Morgenpanorama zeigt einen Industriehafen mit Hunderten von Kränen, Güterwaggons, Schlepplaster und jede Menge aufgestapelter Stahl, Eisenplatten, Aluminiumblöcke, Düngesalze in Säcken etc. Für St. Petersburg benötigt man ein Visum! Wenn man eine Tour über Celebrity bucht ist dieses Visum allerdings im Preis für die Tour beinhaltet das ist praktisch. Um 14.00 Uhr beginnt unsere geführte Stadtrundfahrt: Highlights von St. Petersburg. Sie wird ca. 3 Std. 30 Min. dauern. St. Petersburg war einst die Hauptstadt von Rußland, soll sehr europäisch sein und hat knapp 5 Millionen Einwohner. Es liegt an der Ostküste des finnischen Meerbusens und hat den größten Hafen des Landes, ist also ein wichtiger Umschlagplatz. Die Stadt wurde auf unzähligen kleinen Inseln gebaut und wird von vielen Flüssen und Kanälen durchzogen, deshalb gibt es mehr als 400 Brücken. Das soll an Venedig erinnern(?). Der Himmel ist verhangen, aber es ist extrem warm, drückend. Der Bus hat zwar eine Klimaanlage, aber die funktioniert nicht richtig. Oh, oh, hier muß ja viel getan werden... ist unser erster Eindruck, als wir vom Hafen weg durch die Straßen Richtung Innenstadt fahren. An den ersten beiden Fotostops können wir gar nicht aussteigen, weil es plötzlich in Strömen regnet. An einem Souvenirshop (im Angebot: Bernsteinschmuck, FabergÈ-Eier, landestypische Madgas und Behältnisse etc.) halten wir dann. Der Regen hat aufgehört, die Luft ist etwas klarer; wir freuen uns über die Abkühlung. Die Gegend sieht immer noch nicht besser aus die schönen alten Häuser sind verfallen, die Strassen kaputt, die vorüber fahrenden Autos alt und rostig und haben noch diese kastige Form. Das Trinkwasser bekommt die Stadt aus der Newa, einem kurzen breiten Fluß inmitten der Stadt. Das Wasser ist aber kein Trinkwasser, es muß abgekocht werden. An den meisten Sehenswürdigkeiten fahren wir vorbei (es regnet immer wieder), bekommen ausführliche Erklärungen und stoppen an der Alexander Newski Kathedrale/Erlöser- oder Blutskirche genannt: Ein wunderschönes Bauwerk mit Zwiebeltürmen undTürmchen, rundherum eingezäunt. Eintritt kann ausschließlich in Rubel bezahlt werden (auch kein Kartenautomat!), fotografieren oder filmen kostet extra (die Damen an den Kassen drinnen oder draußen waren äußerst unfreundlich). Wir haben keine Rubel eingetauscht, also konnten wir auch nicht hineingehen schade. Gegenüber der Kirche liegt ein Flohmarkt, wo es die typischen Andenken zu kaufen gibt und dahinter das Russische Museum. Die Menschen haben eiserne Minen, lächeln nicht, bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen wie z. B. Brautpaare und ihre Gesellschaft, die nach der Trauung an den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Fotos machen und Sekt trinken und hier vor dem Russischen Museum die Braut vom ihrem Frischvermählten über die Brücke getragen wird. Nach der Fotosession geht man in ein Lokal zum Essen und anschließend ist es üblich, eine Schlägerei anzufangen! Komische Sitten. Weiter führt uns die Tour an zum Teil restaurierten Palästen, Residenzen, Panzerkreuzer Aurora, Peter und Paul Festung und Kathedralen vorbei über den Newsky Prospekt (Hauptstrasse) bis wir an der prächtig ausgestatteten Isaak Kathedrale einen Fotostop machen. Händler wollen Karten und Bücher, Armeemützen u. a. verkaufen, sind dabei auch schon mal energisch. Das Astoria Hotel ist in einem einheitsbraun gestrichen, die meisten Gebäude um diesen Platz sind renoviert, inmitten steht ein schöner Brunnen. Unsere Tour ist bald zu Ende und der Bus bringt uns durch oft verfallene Straßen wieder zurück zum Schiff, so dass wir rechtzeitig zum Dinner wieder da sind. Da heute mein Geburtstag ist bekomme ich nach dem Dinner eine Torte mit Wunschkerzen zum auspusten und ein Geburtstagsständchen vom Personal. Das ist eine tolle Aufmunterung nach der für mich doch teilweise bedrückenden Atmosphäre in St. Petersburg. Nach dem Dinner trinken wir noch einen Sekt im Rendez-Vouz Square und bummeln noch in den Lounges herum. Heute ist keine Show im Theater, weil ein Teil der Passagiere sich nachts noch in St. Petersburg aufhalten (Theaterbesuch, eine Ballettaufführung (ist sicher toll anzusehen) etc.)

Samstag, 16. Juli 2005

St. Petersburg/Rußland

Heute ist die Luft wieder klarer. Den Vormittag verbringen wir an Deck. Um 14.00 Uhr starten wir zu einer zweiten Tour: Der Eremitage, einem der größten wichtigsten Kunstmuseen der Welt mit über drei Millionen Exponaten (wobei nur 10 % vom Gesamtbesitz ausgestellt sind). Es besteht aus fünf miteinander verbunden Gebäuden auf dem Palastplatz, dem Winterpalast von Katharina der Großen. Bei dieser bombastischen Größe wüßte man ohne Führung gar nicht, für was man sich entscheiden soll. Doch so bekommen wir durch Ekaterina (unsere russische Reiseführerin) einen guten Überblick über die Prachträume mit ihren Schätzen (Wände, Decken, Fußböden sind schon Kunstwerke allegleich, dazu die ausgestellten Schätze wie Möbel, Geschirr, Schmuckstücke etc.). Die Eremitage ist in drei Bereiche eingeteilt: die kleine, die große neue Eremitage und das Eremitage-Theater. Wir durchwandeln die ältere kleine Eremitage hier ist es sehr warm und stickig und die neue große Eremitage. Wir sehen Gemälde berühmtester Künstler (Monet, van Gogh, z.B. die üppigen Körper von Rubens, Madonna mit Kind von Leonarde da Vinci, Picasso, Monet, van Gogh etc.) der früheren Zeit bis hin zur Moderne. Das Museum ist extrem gut besucht, wir stehen mit Ekatherina über Funk in Verbindung und dass ist gut so -, damit wir uns hören können und nicht verlieren. Sie hat uns einen sehr charmant guten Eindruck und Überblick verschafft und als wir auf der Heimfahrt in unserem Bus sitzen merken wir, dass diese drei Stunden schnell vergangen sind, aber auch anstrengend waren. Wir sind sehr beeindruckt von diesem Nachmittag. Das Bernsteinzimmer haben wir leider nicht gesehen, es liegt im Katharinen Palast etwas ausserhalb, und war in unserer Tour nicht eingeplant. Nach dem Dinner sehen und hören wir Craig Dahn, einen sehr flinken Pianisten in verschiedenen Glitter Outfits im Theater, nachdem wir uns alle zusammen die Newly wed Game Show angesehen haben.

Sonntag, 17. Juli 2005

Tallinn/Estland

Nach einem gemütlichen Frühstück gehen wir alle gegen 11.00 Uhr von Bord, um mit dem Shuttle in die Altstadt von Tallinn zu hopsen (5 Min. Weg). Schon vom Schiff aus gefiel uns das hübsche Panorama. Schön restauriert präsentiert sich die Hauptstadt (knapp 500 Millionen Einwohner) von Estland (ges. 1,5 Millionen Einwohner) hier vor allem die Altstadt von Tallinn. Gepflasterte Straßen, gepflegte Häuser und Plätze, freundliche Leute, die uns etwas nordisch wie die Schweden oder Dänen erscheinen. In einem Buchladen befindet sich hier ein InternetcafÈ, wo uns die ersten sehr blonden jungen Leute auffallen. Wir bummeln über die Straßen und einen kleinen Platz, wo ein Bähnchen abfährt, bis hinauf zur Alexander Nevsky Kathedrale, die als russisch orthodoxe Kirche im Stil der Moskauer Kirchen aus dem 17. Jahrhundert gebaut wurde. Sehr schön steht sie auf der Anhöhe mit ihren Zwiebeltürmen und dem prachtvollen Inneren: Gold und Rot und endlos viele Kerzenlichter sind das erste, was ich sehe, als wir hineingehen. Durch Gäßchen mit kleinen Geschäften, Galerien mit schöner Kunst aus Stoffen, Holz, Glas und Keramik und Bilder der verschiedensten Art spazieren wir erfreut von dem angenehmen Ambiente zum großen Marktplatz, der umzingelt ist mit Restaurants, die allesamt voll besetzt sind, zumindest draußen. Wir finden gerade noch einen schönen Platz mit Blick auf spielenden Straßenmusiker und verweilen ein Stündchen. Estland gehörte zu Rußland und erklärte 1991 seine Unabhängigkeit. Seither wurde viel renoviert und restauriert und die Stadt Tallinn blüht und lebt. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten wie Museen, Theater, Konzerthallen und Bibliotheken. Schade, dass wir nicht länger hier bleiben können. Der letzte Shuttle fährt schon im 15.00 Uhr zum Schiff zurück. Beim Auslaufen sehen wir der Silhouette von Tallinn nach. Nach dem Dinner gehen wir sechs zurWiederholer-Party (also für Mehrfach Cruiser) in die Crystal Lounge, wo der Kapitän zum Cocktail eingeladen hat und mit uns anstößt und die Band zum Tanz spielt. Eine VarietÈ Show bietet Tanz, Magie, Slapstick und die Celebrity Singers and Dancers.

Montag, 18. Juli 2005

Seetag

Ausgeschlafen gehen wir gegen 10.00 Uhr in den Fitneßraum, um uns das Frühstück zu verdienen. Unsere anderen vier sind schon am Pool, die sind nicht solche Langschläfer wie wir. Die Sonne scheint, der Himmel strahlt blau, aber es weht ein kühler strammer Wind über Deck. Ein Tag zum Relaxen... Den letzten Galaabend zelebrieren wir mit Lobster/Hummer und Baked Alaska/Eisparade mit Wunderkerzen und einer tollen Show: Dance around the World mit den Sängern und Tänzern und einem wunderschönen Intermezzo mit Delphine & Partner. (ehemals Akrobaten des Cirque de Soleil) Im Rendez-Vouz Square treffen wir uns bevor wir um Mitternacht zu dem außerordentlich beeindruckenden Mitternachts-Buffet gehen und tatsächlich noch von der einen oder anderen Köstlichkeit probieren.

Dienstag, 19. Juli 2005

Seetag

Inzwischen sind wir in der Nordsee angekommen. Der Wind bläst heftig, es wird kühler. Als wir durch den Skagerrak segeln wird es ganz schön schaukelig im Schiff. Nachmittags nimmt Bernd an dem Talentwettbewerb teil, er singt auf der großen Bühne im Theater und hört sich toll an. Zwei weitere Mitstreiter haben sich leider nur beworben. Vorher dürfen die etwa 40 Kids an Bord noch ihre Talente auf der Bühne beweisen und sie sind sooo süß. Leider ist Helga nicht mit im Theater, die Nordsee ist ihr zu wild, so dass wir für den Rest des Tages auf ihre Gesellschaft verzichten müssen. Ferner steht heute das Kofferpacken auf dem Programm. Wir waren außerdem noch zur Backstage - und Century´s Galley-Tour (Küchentour) eingeladen. So verbummeln wir den letzten Tag, der zwar mittags sonnig ist, aber wie gesagt sehr stürmisch. Zu Beginn sind wir noch zu fünft beim Dinner, aber Ulrich muß sich vor dem Hauptgang auch verabschieden sogar unsere Tischkellnerin Barbara ist sehr blaß im Gesicht. Als wir uns umdrehen sind hinter uns die beiden Tische plötzlich auch leergefegt oh, oh! Zum Abschied im Theater spielt der Pianist wieder und die Violinistin spielt wieder zauberhaft. Ein Witz wie jeden Abend - von Cruise Direktor Alan, auf den schon alle warten, und gute Wünsche für eine sichere Heimreise verabschiedet die Passagiere, die es noch zur Show geschafft haben.

Mittwoch, 20. April 2005

Amsterdam Heimreise

Früh aufstehen müssen wir heute alle. Wir treffen uns auf Deck 6 im Restaurant zum Frühstück und gehen mit den letzten Gästen von Bord. Unser Zug führt erst um 11.13 Uhr und der Bahnhof liegt fast gegenüber dem Cruise Port. Ein bischen Lesen oder ein kleines Schläfchen läßt die 4-stündige Fahrt schnell vergehen. In Hannover essen wir schnell ein Fischbrötchen bei Gosch und steigen gestärkt zur letzten Etappe in den Zug nach Meinersen. So! Zu Hause! Das haben wir erstmal wieder gehabt. Schön wars; sehr interessant und sehenswert. Jaojaojao ...

Happy Cruising wuenscht IDee-Cruises.de,

Irma & Bernd Deeke