11 Tage Ultimative Karibik auf der CELEBRITY SUMMIT

Geschrieben vor 15 Jahren von Irma Deeke live auf Hoher See.

Fort Lauderdale, Key West, Cozumel (Mexico), Port Limon (Costa Rica), Colon (Panama), Oranjestad (Aruba), Willemstad (Curacao)

Der ganze Reisebericht


Freitag, 12. November 2004

Ganz früh wollen wir von der Brilliance of the Seas auschecken mit der wir, Bernd und ich zu ersten Mal den Atlantik überquerst haben. Wir haben die weissen Koffertags bekommen und gehen nach einem kleinen Frühstück schon um 7.30 Uhr von Bord. Nur ist irgend etwas mit dem Gepäck falsch gelaufen: statt zuerst kommen die Gepäckstücke mit den weissen Koffertags als letztes, so müssen wir eine zeitlang warten... Endlich können wir mit unseren Sachen in den Dollar-Shuttle steigen und unseren nagelneuen, weissen Mini-Van (4 km gefahren!) abholen. Und so schön warm ist es hier in Miami! Als erstes fahren wir das Golfhotel am Rand von Fort Lauderdale an, das Bernd zuerst gebucht und dann wieder gecancelt hatte, und sind ganz angetan, obwohl das ganze grosse Anwesen schon etwas älter ist. Aber die Pool- und Gartenanlagen sind besonders schön und grosszügig mit direktem Blick auf Teile des Golfplatzes. Also reaktivieren wir die stornierte Buchung es sind auch tatsächlich noch 4 Suiten frei in Haus Nr. 7 schließlich erwarten wir am Sonntag noch unsere 4 anderen Mitreisenden. Das Marriott-Hotel fahren wir kurz an und dann in schon mal in die Saw grass mills Mall, wo wir bummeln und im Rainforest CafÈ etwas essen. 3.30 p.m. Ortszeit. Es ist Zeit, Langners vom Airport Miami abzuholen. Durch die erweiterte Kontrolle mit Fingerabdrücken und Foto dauert es natürlich noch länger als sonst, bis die beiden durch die Einwanderungsbehörden kontrolliert sind und wir sie begrüßen können. Außerdem ist heute Freitag , inzwischen Feierabendverkehr und die Strassen von Miami sind hoffnungslos überfüllt. Stop and go dauert es über zwei Stunden bis wir endlich in unserem Hotel ankommen. Langner sind noch relativ fit, obwohl ihnen während der langweiligen Autofahrt schon mal die Augen zufielen. Es ist 8 Uhr abends als wir im völlig unterkühlten Restaurant des Hotels unseren obligatorischen Hamburger und Pitcherbeer bestellen.

Samstag, 13. November 2004

Wie erwartet sind Langners früh wach durch die Zeitumstellung, so haben wir einen langen Tag in Fort Lauderdale, wo wir auch gleich hinfahren. Ein bischen cruisen wir durch die Strassen und parken dann in einer Seitenstrasse vom Las Olas Boulevard, wo wir in ein Wassertaxi steigen. Die Sonne meint es gut mit uns. Vorbei an schönen Bungalows und Villen schippern wir bis zur Haltestelle Beach/Fort Lauderdale, steigen aus und bummeln bis zum Bierbrunnen!!! (wurde uns von Bekannten empfohlen) und machen eine kleine Pause. Bernd macht eine Bierprobe (5 verschiedene sehr kleine Biere zum testen) Weiter fahren wir bis zum Bordwalk, wo sich verschiedene Restaurants direkt am Wasser befinden und lunchen bei Shooter´s. Unglaublich, wie luxuriös und filmreif die Leute hier zum Teil wohnen. Zu den schicken Anwesen gehören natürlich ein Pool auf der Terrasse und mindestens jeweils eine Yacht im Kanal. Entspannt und bei leichtem Fahrtwind genießen wir die paar Stunden auf dem Wasser, bevor wir über den Las Olas Boulevard flanieren, die ausgefallene Mode in den kleinen Shops und Boutiquen bewundern und Capucchino trinken. Jetzt wollen wir noch Herbert und Volkmar besuchen, die wir auf unserer Transatlantiktour kennengelernt haben. Dafür fahren wir kreuz und quer durch Lauderdale und suchen ihre Strasse, die schwer zu finden ist. Als wir dort ankommen ist es zwar erst 6.00 Uhr, aber schon dunkel. Wir alle freuen uns, uns wiederzusehen. Grosses Hurra und ein aufgeregtes Schwanzwedeln von Fluffy heissen uns willkommen. Die beiden wohnen in einem wunderhübschen, liebevoll eingerichteten Haus mit Pool und einem riesigen Orangenbaum voller Früchte. Aus der viertel Stunde wird doch eine ganze, weil es so nett und so schön ist. Anschliessend fahren wir noch zur Mall und schlendern umher und essen kurz vorm Schliessen noch eine Kleinigkeit. Jetzt sind Ulrike und Hotti aber wirklich k.o.

Sonntag, 14. November 2004

Morgens fahren wir wieder zur Mall und kaufen für Bernd Wintersachen bei Timberland ein, dafür geht die ganze Zeit drauf, bis Bernd endlich zum Airport muss, um unsere 4 anderen Mitreisenden abzuholen. Diesmal ist es nicht so überfüllt am Flughafen, aber die Maschine hatte 20 Minuten Verspätung. Wir andern drei shoppen weiter, kriegen aber nicht viel in unsere Tüten; eine Jeans für Hotti, eine Abendjacke für Ulrike, und ne Jeans für mich. Ich habe ein rotes Abendkleid mit üppigem Tüllrock anprobiert Ulrike sagt, ich sähe aus wie die Prinzessin auf der Erbse. Ab 5.00 p.m. warten wir am Rainforest CafÈ auf den Rest der Truppe. Und warten. Und warten. ... Endlich kommen sie um 7.00 p.m. durch die Mall geschlendert. Ein Hallo und Hurra und freudiges Umarmen und ein netter Abend entschädigen fürs lange Warten. Das Rainforest CafÈ ist ein Restaurant von Disney-World, ein Urwald mit Affen, Elefanten, Löwen und Tigern, die jede viertel Stunde zum Leben erwachen bei Gewitter und Regen, Blitz und Donner. Verschiedene Aquarien mit vielen bunten Fischen dienen als Dekoration und Beleuchtung. Ein bischen laut ist es, aber eben ganz anders. Wobei ich glaube, dass unsere Neuankömmlinge einfach zu kaputt sind, um das alles aufzunehmen. Sicher fallen sie gleich selig in ihre Queen-size-Betten. Die Suiten im Bonaventure Resort & Spa Hotel sind so gross, dass Ilse und Edith rufen müssen um sich zu finden (grosser Wohnraum, grosser Schlafraum mit zwei queensize-Betten, ein Bad mit Waschbecken und Wanne, ein Duschraum mit Toilette, eine Toilette extra und vor lauter Staunen ist Edith beim Ankommen mit ihrem kleinen Trolli durch alle Räume gefahren).

Montag, 15. November 2004

Am nächsten Morgen gehen drei von uns im Pool schwimmen und anschliessend in den völlig unterkühlten Frühstücksraum, wo Helga und Fritz mit dem Frühstück schon fast fertig sind. Nur den grossen festen Apfel kann Fritz nicht zerteilen, weil die Messer hier in Amerika so furchtbar stumpf sind (er hätte schon einen neuen Job gefunden Messerschärfer in Florida). Mit einem Shuttle vom Hotel werden wir zum Cruiseport gebracht. Wir sind alle ein schon wenig aufgeregt besonders Ulrike. Und dann liegt sie vor uns: Die Summit von der Celebrity Cruiseline 91000 BRT, 294 lang, 12 Decks, ca 50m hoch, 1950 Passagiere, 24 Knoten Bj 2001 Das Einchecken klappt problemlos und schnell und schon sind wir an Bord und werden mit Champagner empfangen. Stewards mit weissen Handschuhen nehmen uns die Taschen ab und wollen uns zu unseren Kabinen bringen. Unsere neuen Cruiser begleiten wir natürlich selbst in ihre Kabinen. In ihren stateroom empfangen wir unsere erste Reisegruppe mit einer Flasche Sekt, die wir auf ihre Kabinen haben bringen lassen. Wir helfen ihnen, die Safes einzurichten und sich mit neuen Dingen zurechtzufinden und treffen uns später irgendwo auf Deck 11 zu einem Drink wieder, nachdem alle sich auf dem hübschen Schiff umgesehen und etwas gegessen haben. Gegen 4.00 p.m. ruft die Pflicht: alle Passagiere müssen an der Rettungsübung teilnehmen d. h. mit Schwimmwesten aus der Kabine bei den Lifeboats auf der Musterstation erscheinen. Zum Auslaufen sitzen wir alle in der ersten Reihe auf Deck 11 in der Disco mit fast rundum Fenstern bis zum Boden und geniessen von hier den Ausblick aus 50 m Höhe auf Fort Lauderdale, weil es draussen stürmt und heute nicht so warm ist, nur 26Grad. Ein wenig aus dem Koffer packen können wir noch, ehe wir zum Dinner in den Speisesaal Cosmopolitan auf Deck 4 Jean und George aus New Jersey wiedertreffen. Wir hatten sie auf einer anderen Cruise kennengelernt und uns für den gleichen Tisch verabredet. Sie sitzen auch schon da und wir begrüssen uns freudig. Unsere ganze Gruppe sitzt zusammen am Tisch und wir bestellen unser Abendessen. Ach, ist dass alles aufregend... Die Show im Theater sehen nicht mehr alle an der Jetlag macht sich breit. Vier junge Männer alle Anfang 20 singen Acapella, ziemlich laut und fetzig, aber sehr gut. Sie imitieren Instrumente und kommen völlig ohne Begleitung aus. Vorher gaben die Sänger und Tänzer eine kurze Kostprobe ihres Könnens.

Dienstag, 16. November 2004

Noch einmal sind alle früh wach. Unser erster Anlaufhafen ist Key West die südlichste Insel der USA mit dem Most Southern Point der Vereinigten Staaten (glaubte man, stimmt aber nicht). Key West ist ca. 150 Meilen von Miami und nur 90 Meilen von Havanna entfernt. Es ist ein Mekka für Künstler und Lebenskünstler, Schriftsteller (z.B. Hemingway) und flippige Leute. Nach einem Frühstück in der Sonne auf Deck 10 mit wunderbarer Aussicht auf das Hilton Hotel und die dahinterliegende Duval Street gehen wir von Bord und auf Entdeckungsreise. Mit dem Streetcar (Stadtrundfahrt) will keiner fahren, also gehen wir zu Fuss über die Promenade, sehen einen grossen lebenden Hund mit Sonnenbrille, den wir unbedingt fotografieren müssen, und biegen in die Duvalstreet, die Hauptgeschäftsstrasse von Key West, ein. Ausgefallene Shops mit exotischen oder erotischen Auslagen oder typischen Souvenirs, Kneipen, CafÈs, Restaurants und viele neugierige Touristen und flippige Einwohner säumen die vorsichtig befahrene Strasse. Die Sonne scheint unbarmherzig auf uns herunter. Captain Toni´s Pub behalten wir gut in Erinnerung, weil die Dekoration so ausgefallen ist: die Wände und Decken sind mit Visitenkarten von zig tausenden von Besuchern bestückt, an den Deckenbalken hängen Büstenhalter in grosser Vielfalt, ein paar Tangaslips sind auch dabei. Dies ist die ursprüngliche Kneipe, in der Hemingway immer seine Drinks genommen hat. Da sie aber irgendwann für die vielen Touristen zu klein wurde, hat man ein grösseres Sloopy Joe´s an die gegenüberliegende Ecke der Duvalstreet gebaut. In der nächsten Kneipe sind alle Fenster und Türen weit geöffnet und wir sehen Elvis life auf der Bühne singen und tanzen Elvis lebt! Bei unserem letzten Besuch haben wir hier einen Hauscocktail getrunken, der so furchtbar geschmeckt hat, dass wir da nicht wieder reingehen. Das Hemingway Haus sehen wir uns natürlich auch an, gehen aber nicht hinein, da die Führung nur in englisch möglich ist. Langsam wird das Bummeln anstrengend und die Gruppe teilt sich. Ein paar von uns gehen die Duvalstreet zurück, wir finden sie später wieder: sie sitzen im Hard Rock CafÈ vor einem dicken Eisbecher und strahlen. Wir anderen suchen den Duval-Square, wo sich ehemals das Europa-CafÈ von unseren Freunden aus Fort Lauderdale befand. Es ist ein ruhiger baumbeschatteter Platz zum Entspannen. Auf dem letzten Stück des Weges über den Bordwalk von Key West vorbei an hübschen Yachten tun uns allen langsam die Beine weh. Wir sind froh, dass wir beim Auslaufen der Summit um 14.00 Uhr mit einem leichten Lunch auf dem Aussendeck vom Waterfall CafÈ sitzen und uns ausruhen können. Den Rest des Nachmittags verbringen wir am und im Pool, bevor wir uns fürs Dinner umziehen. Heute wird im Theater die erste Show mit den Sängern und Tänzern der Summit gezeigt: The Magic of Broadway. Klasse Show mit bekannten Songs aus Musicals wie FossÈ, 42nd Street, Abba ... Danach überfällt die meisten von uns die Müdigkeit.

Mittwoch, 17. November 2004

Gegen 9.00 Uhr finden wir uns alle zum Frühstück hinten auf Deck 10 zusammen. D. h. Helga und Fritz werden noch vermisst! Wo stecken die nur? Bernd findet die beiden auf Deck 4. Er hatte am Vorabend gesagt, dass das Schiff gegen 8.00 Uhr in Cozumel ankommt, um ca. 9 Uhr vom Zoll abgefertigt und ausgehfrei sein wird und wir uns gegen 10.00 Uhr beim Frühstück treffen wollen. Da lag wohl ein Missverständnis vor, aber so viele neue Eindrücke und ÷rtlichkeiten können einen auch schon mal verwirren. Die Aufregung legt sich schnell und beim Foto am Bug unserer Summit können alle schon wieder lachen. Die mexikanische Sonneninsel Cozumel ist nur 18 km breit und 45 km lang, dennoch die grösste Insel Mexikos. (Das bekanntere Cancun auf dem Festland liegt ca. 65 km entfernt). Mit einem Taxibus für uns alle 8 fahren wir mit Strandtaschen und Schnorchel bewaffnet zum Chancanaab-Park. Nachdem wir auf einem Plan den Park erläutert haben zeigen wir als erstes unseren Mitreisenden, wo Ulrike und ich schon mit Delphinen geschwommen sind. Dann suchen wir uns einen schattigen Platz unter Palmen und Strohsonnenhut und breiten uns aus. Fritz hat schon viel zur guten Stimmung der Truppe beigetragen, so auch jetzt als er sich auf die zugegebener Massen unbequeme Liege packt sieht aus wie ein Maikäfer auf dem Rücken. In dem glasklaren Wasser schwimmen und schnorcheln wir, füttern die Fische mit Cornflakes an. Sie umschwirren uns förmlich und kitzeln uns beim vorbeischwimmen. Ilse und Helga sind etwas ängstlich, weil das Wasser tief und doch recht bewegt ist, aber sie versuchen es. Ausserdem ist der Einstieg ins Meer schwierig, weil am Ende des weissen Sandstrandes scharfkantige, glitschige Felsen ins Wasser führen, die Korallenriffe. Aber die Mühe ist es wert. Das türkisfarbene Wasser hat eine angenehme Temperatur (26/27 Grad) und ist so salzhaltig, dass man von ihm getragen wird. Ein Pina Colada für die Ladies gehört zu so einem Bilderbuchtag dazu o. k. die Herren bekommen ein Corona Beer mit Zitrone. Jeder tut was er mag. Einer geht am Strand entlang, die anderen schauen sich noch mal die Delphine oder die Papageien an, Bernd spaziert mit Heuers und Ilse und Edith durch den angrenzenden Dschungel mit alten Majaskulpturen zwischen extrem großen Bambus und anderem üppigsten Grünzeug. Leguane von ansehnlicher Grösse laufen über die Wege oder liegen in den Büschen. Eine friedliche Ruhe breitet sich hier aus. Jetzt haben wir aber Hunger. Ein Sandwich wäre nicht schlecht, aber Fritz möchte eine Bratwurst! Bratwurst wäre jetzt nicht schlecht! Die mag er immer gern, aber in Mexiko ... Ach, die Zeit vergeht hier noch schneller als anderswo. Es ist schon fast halb fünf, als wir diesen zauberhaften Park verlassen, um am Cruiseport noch durch die Shops zu streifen und uns der vielen Angebote der Einheimischen, sehr netten Mexikaner zu erwehren. Jetzt aber schnell duschen und zum Dinner! Jean und Georg warten schon auf uns. Heute bringen Heuers ihre Flasche Sekt von der Kabine mit und teilen sie mit uns. Die Gespräche weiten sich aus, alle sind lockerer und sicherer geworden, trotz der Sprachbarriere. Unsere Waiter Jaran und Jon sind perfekt im Service und immer dezent zur Stelle, falls ein Wunsch offenbleiben sollte. Und Jon hat so ein nettes Lächeln! Unsere Achtergruppe stellt sich als sehr homogen und unterhaltsam heraus. Wir haben immer etwas zu erzählen und schon viel gelacht, wozu Fritz und Bernd wohl das meiste beitragen. Locker und ungezwungen geht alles und jeder seinen Weg, wobei der Weg uns oft zusammenführt. Der Magier Trunell verblüfft uns heute abend im Theater. Diese Schnelligkeit ist nicht nachvollziehbar. Er lässt sich und seine Assistentin in Kisten verschwinden und an anderen Stellen wieder auftauchen, zeigt kleine Tricks, in die das Publikum involviert ist und bietet ausserdem mit seinem Zubehör ein schönes Bild fürs Auge. Unsere Damen haben sich inzwischen als wahre Einkaufswunder entpuppt, die Shoppingmeile im Schiff wird mindestens einmal täglich frequentiert meist mit Erfolg. Schmuck, Abendgarderobe, Andenken, was das Herz begehrt. Und wenn das Neuerstandene getragen wird, bewundern wir uns gegenseitig! Als unsere Truppe schon zu Bett gegangen ist, gehen Bernd und ich noch in die Disko. Heute wir der beste Elvis-Imitator gesucht. Der Opa von einem Teenager, die zusammen reisen, gewinnt die Competition. Wir tanzen noch ein wenig und gehen dann auch bald nach Hause.

Donnerstag, 18. Dezember 2004

Seetag! Den haben wir auch nötig. Heute müssen wir uns erstmal ausruhen von den vielen Erlebnissen. Die Sonne meint es gut mit uns, der Wind ist ganz schön heftig, aber jeder findet ein angenehmes Plätzchen. Nur Vorsicht! Bei diesen Bedingungen bekommt man schnell einen Sonnenbrand, weil man die Sonne unterschätzt! Edith geht zum Tanzkurs heute wird Swing unterrichtet. Ilse war schon zum Serviettenfalten und ist vom folgenden Blumensteckkurs im Flowershop auf Deck 11 begeistert. Wir anderen erfahrenen Cruiser geniessen es zu faulenzen, d. h. Bernd erkundet natürlich das Schiff und was sonst noch Wissenswert ist. Am Nachmittag um halb fünf halten wir im Konferenzraum Gamma ein IDee-Cruises & More Meeting für unsere Gruppe und andere deutschsprachige Interessierte mit Fotoshow und Kreuzfahrt-Informationen. Dann müssen wir uns beeilen und uns zum Dinner frischmachen. Mit dem Essen sind alle sehr zufrieden: ... es gibt nur viel zu viel. Heute fordern wir das Glück heraus: wir gehen ins Casino und zocken an den einarmigen Banditen. Nachdem jeder etwas Geld verspielt und nichts gewonnen hat, sitzen wir in einer Reihe an drei Automaten und spielen zusammen. Ich verteile die Coins und Helga, Edith und Ilse bedienen mit Begeisterung die Maschinen. Helga zieht am liebsten an dem Automatenhebel und Ilse und Edith spielen mit den Tasten. Wir haben viel Spass, stellen aber fest, dass wir mehr Glück haben in der Liebe als beim Spiel. Eine Dame, Samantha soundso, bestreitet heute die Show im Theater. Sie spielt Geige, Oboe und Saxophon in Perfektion, nur sprechen sollte sie vielleicht nicht so viel ihre Stimme klingt etwas ähm nervig.

Freitag, 19. Dezember 2004

Schon früh am morgen geht Bernd von Bord und organisiert einen Tourbus für die ganze Gruppe. Nach dem Frühstück gehen wir an Land von Porto Limon, (170.000 Einwohner) einem führenden Hafen von Costa Rica. Von hier werden Bananen, Ananas, Kaffee, Kakao und Koskosnüsse exportiert. Wir werden schon von einer Tourguide und einem Fahrer mit einem Taxibus erwartet. Die Fahrt führt uns an der Küste entlang durch die Stadt in den Dschungel zu einem Bootsanleger am Kanal. Ein kleiner Junge heute ist schulfrei begleitet uns auf einen Boot auf dem Süsswasserkanal durch Mongrovenhaine und wild wucherndes Grün. Er hat ein gutes Auge und sucht für uns Faultiere, die kopfüber in den Bäumen hängen, seltene Vögel, Leguane, minikleine Fledermäuse (sweet Vampirs). Im Wasser, das meist nur 1 m tief ist, leben Krokodile, Alligatoren, Schlangen, Langusten und Krebse. ‹ber den Kanal führt eine Eisenbahnbrücke, mit dieser Bahne werden die Bananen von den Plantagen zu den Fabriken gebracht. 1991 war hier ein starkes Erdbeben (Stärke 6,5), das den Kanal um 1,80 m herabgesenkt hat. 49 Leute sind seinerzeit dabei ums Leben gekommen. Vorher und seither gab es nur kleinere Erdstösse. Es ist zwar warm in dem Boot, aber der Fahrtwind kühlt uns angenehm und es ist ja auch nicht anstrengend, die Gegen zu betrachten und die vereinzelnd erscheinenden Besonderheiten zu sehen. Nach 1 Ω Stunden sind wir zurück am Anleger. An einem kleinen Verkaufsstand kaufen wir eine frische Kokusnuss, in die ein Loch gebohrt wird, damit wir die Kokosmilch trinken können. Eine Kokosnuss kostet 50 Cent. Als wir sie leergetrunken haben, öffnet der alte, abgearbeitete Mann uns die Nüsse und wir können das Fruchtfleisch essen, das wesentlich besser schmeckt als die Kokosmilch. Allemann einsteigen, die Tour geht weiter zu einer Bananenplantage. Wir gehen mit unserem Tourguide direkt in die Plantage. Sie zeigt uns, wie die Bananen aus einer Blüte wachsen, wie sie in dicken Stauden schwer von den Bananenbäumen (bestehen zum grössten Teil aus Wasser) hängen, bevor sie abgeschnitten werden (ein Mann klettert hinauf und haut sie mit einem Spezialmesser ab) und dann mit Manneskraft über ein Drahtseil mit Rollen zum Versand gezogen werden. Die Stauden sind so schwer, dass die Bäume angebunden werden müssen, sonst würden sie umfallen. Ein Mann zieht ca. 20 Stauden oder mehr allein an einem Strick um den Bauch zur Station. Dort werden die Stauden zerteilt, gewaschen und sortiert und dann in Kartons verpackt. Die Leute arbeiten schnell und schwitzen dabei extrem in der warmen Halle. Sie arbeiten von 4.30 Uhr morgens bis 6.00 Uhr abends, 6 Tage, notfalls 7 Tage in der Woche. Für wenig Geld. Die meisten Arbeiter kommen aus Nicaragua, einem Nachbarstaat. Das war ein interessanter und beeindruckender Stop. Von hier kommen übrigens Chiquita, Delmonte und Dole Bananen es sind alles die gleichen. Jetzt werden wir zum Strand gefahren gelbgrauer Sand mit einer schönen Brandung entsetzt uns nicht gerade in Verzücken, doch die meisten Strände von Costa Rica haben schwarzen Sand. Wir halten uns ein wenig hier auf, trinken ein Bier und kaufen ein paar Souvenirs (ein paar Holzarbeiten, die aus 6 verschiedenen Hölzern von der Insel gearbeitet wurden, Ilse kauft einen Islandswinger aus Baumwolle für 10 $). Auf dem Heimweg sehen wir noch ein wenig von der Gegend und der Stadt Porto Limon. Die Beiden Fahrer und Tourguide - haben ihre Sache sehr gut gemacht. Unsere Frauen gehen noch auf dem Flohmarkt vorm Cruiseport shoppen, wir anderen gehen aufs Schiff und nehmen einen kleinen Snack. Das war ein erlebnisreicher Tag. Abends nach dem Dinner, dass immer gesellig und angenehm ist, sehen wir uns die Show an: A night of Stars wird von den Sängern und Tänzern der Summit wunderbar präsentiert.

Samstag, 20. November 2004

Au weia, heute regnet es Bindfäden. Es ist sehr feucht und warm. Eine Tour durch Colon in Panama lohnt sich deshalb nicht! Schade! Colon ist ein wichtiges internationales Handels- und Touristenzentrum. Exportiert werden hautpsächlich Mahagoni und andere tropische Hölzer, Kokosnüsse und Bananen. Der Panamakanal verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Es wäre interessant gewesen, die riesigen Schleusen von Gatun zu sehen und den schönen See. Wir gehen nur mal in die kleinen Shops an Anlegehafen, ist aber ein bischen kaotisch. Wir verbummeln den Tag mit Shoppen, Lesen, Sport, Schreiben, Baden an Bord usw. Ulrike sagt den ganzen Tag: Oh, wie schön ist Panama! Das müssen wir aber nochmal überprüfen ... Ein Entertainer, Tommy Bond, bestreitet das Abendprogramm im Theater, er ist ganz komisch, aber er spricht halt englisch. Heute ist Bergfest. Nach dem Dinner trinken wir Caipirhinia auf Deck 10, während Richard, der Gitarrenspieler die schönsten Lieder singt.

Sonntag, 21. November 2004

Ein relaxter Tag bei schönstem Wetter Wunderbar Abends machen wir uns wieder schick für den heutigen Galaabend. Vorher sind Bernd und ich zur Repeater-Party mit dem Kapitän eingeladen. Wir treffen uns danach alle im Speisesaal, wo nach dem Essen eine ‹berraschung auf Fritz wartet: Für ihn haben wir ein Geburtstagsständchen bestellt, weil er ja diese Reise zu seinem Geburtstag bekommen hat. Unsere Waiter Jaran und Jon präsentieren eine große Happy Birthday Fritz Schokoladentorte mit Kerze und wir singen mit ihnen zusammen das Geburtstagslied für Fritz, bevor er die Kerze auspustet und sich etwas wünscht. Dann wird die leckere Mousse au Chocolat Torte für uns aufgeteilt, schmeckt sehr lecker! Aber wenn Fritz eine ‹berraschung bekommt, möchten die anderen vielleicht auch eine: so haben wir vorher schon Einladungen organisiert, damit unsere Neuen auch zur Captains-Party gehen können. Der junge sympathische Kapitän (Grieche) begrüßt jeden per Handschlag, das wird natürlich im Foto festgehalten. Cocktails und Champagner werden gereicht, Häppchen angeboten und zur Musik von Prodigy tanzen wir Ilse wird von einem Dancehost aufgefordert. Der Captain sagt einige Worte, ein Paar mit den meisten Kreuzfahrten mit der RCCL wird geehrt und bekommt ein Geschenk, wonach dann der Captain allen zuprostet. Nach einer Stunde ist dieses Event vorbei. Die Show an diesem Abend ist ebenfalls Extraklasse: Classique La Danza (La Mancha, Phantom der Oper ...)

Montag, 22. November 2004

Aruba lockt mit dem schönsten Sonnenschein. Bernd hat schon früh ein Offraod-Auto gemietet. Nach dem Frühstück gehen Heuers und unsere beiden Damen in die hübsche Mall zu bummeln und wir suchen ein schönes Resort aus. Die Hotels auf der Insel haben eine offene Halle als Eingang, weil hier das ganz Jahr schönes Wetter ist. Das Hyatt Hotel bietet eine schöne Pool-Landschaft, hübsche Restaurants, sprechende Papageien und natürlich einen weissen Strand. Trotzdem fahren wir zum Radisson-Resort, wo Bernd und ich schon mal waren, dass eine weitläufigere Anlage bietet. Liegen werden organisiert unter schattenspendenden Palmen. Sofort gehen wir ins hellblaue Wasser und wollen gar nicht wieder rauskommen. Bernd holt inzwischen den Rest der Bande nach, die feststellt, das dies ein wunderbarer Platz zum Bleiben ist. Strohsonnendächer, blaue Liegen vom Hotel auf dem weissen Strand, immer wieder Palmen und der weissgekrönte leichte Brandung bieten ein Bild wie eine Postkarte Karibik halt! Langers und Bernd und ich machen eine Tour über die Insel, die übrigens nur 30 km lang und 10 km breit ist. 120 tausend Menschen leben hier aus 80 Nationen. Als erstes fahren wir in die Wüste, wo man mit Quadrunners Rennen fahren kann. Bernd spielt natürlich auch mit unserem Offroader. Am Leuchtturm halten wir, geniessen die Aussicht und fotografieren. In dem angrenzenden wunderschönen Restaurant essen wir ein Sandwich und trinken das herrliche Quellwasser der Insel. Von der Terrasse überblickt man den Golfplatz, die Küste und die Wüste. Gestärkt fahren wir jetzt durch tiefe Sandwege über Stock und Stein als Bernd durch zwei tiefe Wasserlöcher brettern will, streike ich aber; ich will nicht steckenbleiben und dann schieben müssen in die Steinwüste. Das Meerwasser schiesst tosend über zackige graue Korallenriffe. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt auf den unwegsamen Spuren der Steinzeit, bis wir an den tausenden von kleinen oder grösseren Glücktürmchen halten. Auch wir legen ein Geldstück auf den Boden und bauen aus verschieden grossen Steinen Türme. Das soll wie gesagt Glück bringen. Für unsere vier am Strand Gebliebenen bauen wir natürlich mit. Noch eine ganze Weile sehen wir in den Hügeln nichts ausser Felsen und Steinen und unsere Staubwolke hinter uns, und auf der anderen Seite die aufsteigende Gischt des wilden Meeres. Riesige Kakteen, erst vereinzelt, dann immer mehr wie ein dünn bebaumter Wald verändern das Bild, bis wir an die kleine Kirche kommen, die innen üppig mit bunten Blumen und vielen Kerzen geschmückt ist. Durch die Stadt, die immer wieder bunte holländisch anmutende Häuser aufzeigt, zum Teil mit Zäunen aus Kakteen, kehren wir nach gut zwei Stunden zu dem Ressort zurück. Fritz ruht sich auf seiner Liege vom vielen Schwimmen aus, die drei Damen machen einen Strandspaziergang. Aufgeregt erzählen sie, dass Helga und Ilse beinahe in den Fluten abgegluckert sind: Ilse will aus dem Wasser gehen und sieht dabei Richtung Meer. Plötzlich macht sie eine elegante Rolle rückwärts und taucht in den Wellen ab. Helga versucht ihr zu helfen und wird ebenfalls in die Tiefe der ersten Strandwelle gerissen. Ein holländisches Ehepaar rettet letztendlich beide. Der Mann befreit Ilse notdürftig von Sand, wischt ihr sogar die Augen aus und betüttelt die Opfer. Glücklicherweise ist alles gut gegangen und sie können darüber lachen, wenn auch der Schreck zuerst gross war. Zwischendurch hatte die Vierer-Gruppe Pizza gegessen, auch seinen Nachmittagskuchen hat Fritz bekommen. Langsam packen wir zusammen, setzen uns dicht an den Strand und warten, dass die Sonne untergeht (heute um 6.14 Uhr). Leider ist es dann doch etwas wolkig, so dass die Sonne nicht zischt, wenn sie in Wasser fällt. Wir drücken uns alle in unser Mietauto und fahren zurück zum Schiff. Zum Dinner im Speisesaal sind wir natürlich zu spät, deshalb gehen wir im Seasidegrill essen. Es gibt Nudeln, Pizza, Sushi aber nicht das Richtige für Fritz. Als wir fertig sind mit Duschen und allem ist es schon 10.00 p.m. Auf Deck 10 spielt wieder Richard, der Gitarrist, dem hören wir noch ein wenig zu. Ab 10.30 p.m. findet am Pool eine Karibik-Party statt mit buntem üppigem Bufet, Plamenblättern und Tanz unter den Sternen. Prodigy eine Calypsoband spielt lateinamerikanische Musik und alle Leute geraten in Bewegung. Wir trinken Caipirhina, probieren die Köstlichkeiten vom Bufet (die schönsten Früchte, karibische Hähnchenbeine, süsses Gebäck und Eis, Pinacolada in Kokosnüssen etc.) und geniessen die leichte warme Nachtluft. Um 1.00 Uhr nachts laufen wir aus und sehen die Lichter von Aruba kleiner werden. Ein traumhafter, romantischer Blick...

Dienstag, 23. November 2004

Fritz ist heute ganz k.o. Schon nach dem Frühstück schläft er auf einer Liege am Pool wieder ein und will auch gar nicht mit in die Stadt. Es regnet ein wenig, ist aber warm. Curacao, zusammen mit Aruba und Bonaire, bilden die ABC-Inseln. Curacao, das Amsterdam der Karibik, liegt ca 35 Meilen vor der nördlichen Küste von Venezuela/Südamerika, ist eine 38 Meilen lange Vulkaninsel. Willemstadt ist Regierungssitz der Niederländsichen Antillen. Die Bevölkerung (170.000) setzt sich aus über 50 Nationen zusammen. Auf der Insel wird der bekannte Curacao-Likör aus inseleigenen Orangen hergestellt. Als wir losgehen, um CURACAO zu inspizieren, scheint schon wieder die Sonne es ist heiss und drückend. ‹ber die Ponton-Schwenkbrücke gelangen wir in die Stadt, bummeln am Hafen entlang und durch Geschäfte, sehen uns so lange in einem Laden um der uns eigentlich nicht gefällt, bis der nächste Regenschauer vorüber ist und treffen uns mittags mit Edith, Ilse und Helga im StrassencafÈ. Weil ab und zu ein Schauer kommt fahren wir nicht zum Strand. So bleiben die Damen noch in der Stadt, wir gehen nach Hause. Wir liegen noch ein wenig am Pool, bis die Sonne hinter den Wolken verschwunden ist. Abends beim Dinner können wir wieder ein paar neu gekaufte Accessoires begutachten.

Mittwoch, 24. November 2004

Seetag. Und das Wetter ist karibikmässig. Nach einem ausgiebigem Frühstück suchen wir uns einen Platz auf Deck 11, wo es Schatten und Sonne gibt. Ilse und Edith und Helga und Fritz haben sich ein schattiges Liegeplätzchen gesucht und gehen nur sporadisch in die Sonne, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen. Fritz ist wieder viel im Pool und im hot wirlpool (oder Eierkocher, wie er immer sagt). Er ist abends ganz schön platt. Nachmittags sind wir bei Jeanne und George eingeladen. Sie haben eine Family Suite auf Deck 9 gebucht und wir dürfen sie besichtigen. Ilse hat eine Rose mit Vase besorgt für Jeanne, weil die beiden noch weitere 10 Tage auf der Summit bleiben und so eine kleine Erinnerung an uns haben. Punkt 3.00 p.m. erscheinen wir vor ihrer Tür. Bernd und Hotti in Badehose, Jackett und Krawatte und Latschen, weil George das aus Spass so gesagt hat. Sehr imposant. Und ein wenig spät waren wir doch, weil Edith erst noch ihr Haar richten musste. Die Suite ist geräumig und hat einen grossen Balkon aft (nach hinten). Das Schlafzimmer ist durch eine Michglaswand vom Wohnraum getrennt. Hier könnten noch weitere 4 Personen auf Schlafsofas übernachten, eher Kinder. Wir haben einen netten Nachmittag bei Wein, Käse und Kräckern. Dann müssen wir aber auch los und uns für den letzten Galaabend bereitmachen. Heute zeigen die Waiter die Big-Alaska-Parade. Sie gehen durch den Speisesaal und präsentieren dabei die flammende Eistorte. Kommt unser Ober an unserem Tisch vorbei, johlen wir besonders laut und applaudieren. Anschliessend wird die Eisbombe am Tisch verteilt. Die Abendshow Encore! steckt voller Effekte und ‹berraschungen. Die Tänzer steppen wie die irischen Stepper, zeigen viele Hebefiguren, natürlich tolle Kostüme, den Luftakrobaten Ilia & Delphine könnten wir noch viel länger zuschauen, wenn sie an grossen diesmal roten Tüchern hoch über der Bühne schweben. Die Sänger überzeugen mit ihren Soli oder Duetten. Obwohl am Schluss mit Les Miserable toll gesungen und eindrucksvoll dargestellt für eine Urlaubsreise ein wenig traurig ist, war auch diese Show etwas ganz besonderes. Der Weg aus dem Theater führt natürlich über die Shoppingmeile vielleicht fehlt noch das eine oder andere Mitbringsel und dann nach oben auf Deck 10 zu Richard, dem Gitaristen, der so schön singt. Wir geniessen die laue Aubendluft, zumindest die von uns, die noch nicht zu Bett gegangen sind. Das grosse Gala-Mitternachtsbuffet wird natürlich noch fotografiert (was für ein Buffet, unglaublich) aber essen können wir nichts mehr.

Donnerstag, 25. November 2004

Sonnenaufgang ist heute um 06.20 Uhr, aber da stehen wir noch nicht auf. Irgendwann treffen wir uns beim Frühstück oder auf dem Pooldeck. Die Sonne strahlt, es weht kaum Wind, so sucht sich jeder seinen idealen Platz vielleicht im Schatten? Vielleicht mit Blick aufs Meer? Wir liegen ganz oben vorne auf Deck 12 1/2, da trifft uns angenehm eine leichte Briese. Mit Lesen, Nichtstun oder Tagebuchschreiben verbummeln wir den letzten Seetag unserer Reise. Sunset ist schon um 17.30 Uhr, und zu tun gibt es auch einiges: Koffer packen, Ausschiffungspapiere ausfüllen, Tags an die Gepäckstücke kleben, Tips (Trinkgelder) in die Umschläge stecken für die Ober und die Kabin-Stuarts. Und ein letztes Mal wollen wir in der Champagnerbar noch einen Cocktail vorm Dinner nehmen. Auch am letzten Abend ist das Essen ausgezeichnet wie jeden Abend. Jaran und Jon sind aufmerksam und charmant wie immer und die Weinkellnerin lacht für uns ihr perlendes Lachen. Dann heisst es Abschied nehmen. Auch von Jeanne und George, aber vorher machen wir noch Fotos zu Erinnerung. Die beiden bleiben übrigens weitere 10 Tage auf der Summit und befahren die östliche Karibik. Die Fair-Well-Show zeigt ausser einem Querschnitt verschiedener Künstler das Video über diese Cruise. Die meisten gehen an diesem letzten Abend auf ihre Kabinen um zu packen, deshalb ist es bei unserem Bummel durch Deck 5 recht ruhig. Ein letztes Mal noch einen Sonnenuntergang. Um Mitternacht müssen die Koffer vor der Zimmertür stehen, dann müssen wir jetzt aber nach oben!

Freitag, 26. November 2004

Der Weckruf ertönt um 7.00 Uhr ohhh, so früh! Frühstück gibt´s heute nur bis 8.30 a.m., na dann... Draussen können wir aber nicht sitzen, es weht ein kühler Wind in Fort Lauderdale. Bis zum auschecken sitzt unser ganzer Trupp noch in der Champagnerbar. Alle sind munter und plaudern. Relativ zügig gehen wir durch die Zollbehörde und bekommen unsere Koffer. Die Gepäckträger (man sollte ein Trinkgeld von 1 ß pro Gepäckstück geben) transportieren unsere Kofferberge zum Shuttlebus, der uns zum Flughafen nach Miami bringt. Nach 15 Minuten Wartezeit öffnen die Lufthansaschalter und wir können einchecken; wir wollen ja unser Gepäck loswerden. Danach warten wir auf einen Shuttlebus des Marriott-Hotel, der uns kostenlos zum Marriott-Flughafen-Hotel bringt. ‹berall sehen wir schon Weihnachtsschmuck. Wir essen Mittag hier im Hotel und legen uns dann noch ein paar Stunden an den Pool. Manche von uns schlafen sogar ein wenig. Um halb fünf fahren wir zurück zum Miami Airport, lassen uns in den Sicherheitsschleusen kontrollieren. Wir Frauen sprühen uns natürlich wieder mit diversen Düften im Duty-free-Shop ein, bevor wir in den Airbus 340 steigen. Wie zum Beginn des Urlaubs trinken wir auch zum Abschluss ein Gläschen Sekt. ‹ber das Essen brauchen wir nach den 5-Gänge-Diners der letzten Tage wohl nicht reden. Der Flug ist ziemlich ruhig, die meisten schlafen. Als auch ich endlich eingeschlummert bin geht alles Licht an und die Stewardessen kommen mit heissen Kompressen. Guten Morgen meine lieben Fluggäste, in ca. 1 Ω Stunden werden wir in München ... begrüsst uns die Stimme des Flugkapitäns, der ausnahmsweise nicht monoton und abgehackt Unverständliches durchs Mikro schickt. Ist ja doch schnell vergangen, der Flug! In München haben wir genügend Zeit um in Ruhe umzusteigen. Der Flug dauert eine knappe Stunde, die Stewardessen müssen sich beeilen mit dem Service: Wenn sie den Snack und die Getränke verteilt haben, können sie gleich alles wieder einsammeln, weil wir uns schon im Landeanflug befinden. In Hannover sehen wir schon unsere Angehörigen hinter den Glasscheiben vor dem Kofferkarussell warten. Ist das ein Hallo, als wir uns begrüssen und dann noch ein Abschlussfoto machen eines mit jedem Fotoapparat, der mit auf Reisen war. Liebe Reisegruppe, es war schön mit Euch zu cruisen. Zusammen haben wir viel gelacht, viel gesehen und uns auf der wunderbaren Summit verwöhnen lassen. Ihr ward uns eine sehr angenehme Gesellschaft und Reisebegleitung. Vielen Dank, dass Ihr bei uns Eure Traumreise bei uns gebucht habt! Eure Irma und Bernd Deeke, IDee-Cruises & More

Happy Cruising wuenscht IDee-Cruises.de,

Irma & Bernd Deeke